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Robo-Advisor: Geld digital anlegen

veröffentlicht am 7. September 2021

Robo-Advisor: Geld digital anlegen

Robo-Advisor, oder auch Robos genannt, sind in der Regel „günstig“, emotional neutral, 24 Stunden am Tag für Sie da und dabei niemals müde. Und sie treffen ihre Empfehlungen auf Grundlage mathematischer Berechnungen in Verbindung mit den Angaben ihrer Kunden. Klingt auf den ersten Blick nicht so verkehrt. Aber sind die Robos wirklich gut und vor allem auch vertrauenswürdig?

 

Robo-Advisor – Geld digital anlegen

 

Der klassische – also menschliche – Vermögensverwalter empfiehlt ein Produkt auf traditionelle Art und Weise. Das heißt, er greift auf verschiedene Informationen aus der Finanz- und Anlagewelt zu, kombiniert diese mit den bisherigen Anlagegewohnheiten des Kunden und auch mit dessen Wissen, gibt einen Schuss Zukunftsinterpretation dazu und garniert letztendlich mit einer Portion persönlicher Note in Form von Emotion und Erfahrung. Selbstverständlich unter Berücksichtigung der Ziele und Wünsche seines Kunden und dessen finanziellen Möglichkeiten. Und heutzutage meist auch in Zusammenarbeit mit einer modernen Anlagesoftware.

So, oder so ähnlich, kann man sich die traditionelle Vermögensberatung vorstellen – und da ist auch gar nichts Schlechtes daran, denn in den allermeisten Fällen kommt da ja auch etwas Ordentliches für den Kunden dabei heraus und das Persönliche spielt ja schließlich auch eine große Rolle bei den Finanzen.

So, und dem gegenüber steht seit geraumer Zeit – nun, sagen wir mal … die „digitale Zukunft“. Und diese nennt sich Robo-Advisor.

Robo-Advisor

 

Was ist das?

 

Ein Robo-Advisor ist eine Software, die mittels Algorithmen und den Angaben des Kunden, eine unabhängige Produktauswahl trifft und diese dann als Anlageentscheidung präsentiert. Die Algorithmen beruhen in der Regel auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Portfoliotheorie. Dies hat eine garantiert objektive Beratung des Kunden als Ergebnis.

Die „maßgeschneiderten“ Anlageempfehlungen können dann anschließend direkt umgesetzt werden. Digital versteht sich. Also online. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Investitionen innerhalb weniger Tage am Kapitalmarkt gestartet werden können.

Der Begriff Robo-Advisor kann viel bedeuten und ein großes Leistungsspektrum umfassen, denn er unterliegt keiner rechtlichen Definition.

 

Robo-Advisor: Aktiv oder passiv?

Man unterscheidet aktive und passive Robos. Bei der aktiven digitalen Vermögensverwaltung wird mit Hilfe der genannten Algorithmen versucht Kursschwankungen und Kursentwicklungen vorherzusagen. Experteneinschätzungen können hier auch zum Tragen kommen.

Bei der passiven Strategie wird beobachtet, wie sich die Anlageklassen im Laufe der Zeit zueinander verändern. In meist regelmäßigen Abständen wird dann das Portfolio durch Umschichtung angepasst, so dass die ursprüngliche Risikogewichtung der Strategie wiederhergestellt ist. Durch deutlich geringeren Transaktionen können auch die Kosten geringer gehalten werden.

 

Und was kostet das?

Robo-Advisor setzen auf eine transparente Kostenstruktur, welche sich aus den Kosten für die verwendeten ETFs (Portfoliokosten) sowie der Servicegebühr für das eigentliche Management zusammensetzt. Meist handelt es sich dabei um eine All-In-Fee, die alle Kosten, also auch die für die Depotführung und Wertpapiertransaktionen beinhaltet.

Die Gebühren der Robo-Advisor liegen bei niedrigen Anlagebeträgen im Mittel bei rund 0,83 Prozent, bei größeren Anlagebeträgen ab 100.000 € pendeln sich die Gebühren bei rund 0,40 Prozent ein.

Dieser All-In Fee sind bei den meisten Robo-Advisorn dann noch die sogenannten Produktkosten (die Fondskosten) hinzuzufügen. Diese Produktkosten bewegen sich im Durchschnitt zwischen 0,15 und 0,35 % bei ETFs und 0,85 – 1,6 % bei aktiv gemanagten Fonds pro Jahr.

Robo-Advisor

 

Wie funktioniert das in der Praxis?

Als erstes benötigen Sie natürlich ein Ausgabeendgerät mit dem Sie die Software des Robos bedienen können. Also zum Beispiel ein Smartphone und die passende App dazu oder auch einen PC für die Desktopvariante. Unabdingbar ist in diesem Zusammenhang ein Internetzugang. In der Regel stellt die Software verschieden Anlagestrategien zur Verfügung, aus denen Sie auswählen können. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, stellen Sie erst einmal fest, was für ein Anlagetyp Sie sind. Dafür gibt es einen digitalen Anlageassistenten. Er wird Ihnen verschiedene Fragen stellen, die Sie möglichst wahrheitsgetreu und Ihren Kenntnissen entsprechend beantworten sollten. Das Ergebnis dieser Frage-Antwort-Runde ist dann Ihre Anlagestrategie.

Anschließend müssen Sie dann natürlich noch einen Account anlegen und ein Konto eröffnen, damit Sie die vorgeschlagene Strategie auch umsetzen können.

Einen solchen Anlageassistenten können Sie hier testen

 

Wie geht es weiter mit dem Robo-Advisor?

Der Robo-Advisor Markt in Deutschland ist zweifelsohne noch ein recht junger Markt. Er stellt jedoch im europäischen Vergleich den bis dato größten, und für die Anbieter den erfolgreichsten Markt für digitale Geldanlagen dar. So entfallen knapp 60 % der in Robo-Advisor investierten Anlegergelder innerhalb Europas auf deutsche Anleger und hiesige Robo-Advisor Anbieter sowie Online-Vermögensverwaltungen.

Und auch eine andere Zahl belegt den Wert des deutschen Marktes für die hier aktiven Robo-Advisor Angebote: Rund 1,1 Prozent ihres Gesamt-Fondsvermögens haben deutsche Anleger bis dato in die hiesigen Robo-Advisor angelegt – Tendenz stetig steigend.

Robo-Advisor

 

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Quelle: bevestor.de, roboadvisor-portal.com, ginmon.de

Bilder: roboadvisor-portal.com, deka.de, stock.adobe.com

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