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Die Sanierung der Immobilie: Dachdämmung

veröffentlicht am 7. September 2021

Die Sanierung der Immobilie: Dachdämmung

Der Wärmeschutz am Haus hilft nicht nur Energiekosten zu sparen, er kann auch den Wert der Immobilie erheblich steigern und zu einem deutlich verbesserten Wohnklima führen. Die Dachdämmung ist dabei eine der wichtigsten und effektivsten Maßnahmen.

Mit bis zu 20% hat das Hausdach den größten Anteil am Wärmeverlust des kompletten Hauses. Dementsprechend besteht in diesem Bereich auch mit am meisten Einsparpotential. Zumal eine Dachdämmung nicht nur für die kalte Jahreszeit Vorteile hat, sondern auch im Sommer. Denn ist das Hausdach gut gedämmt, bietet diese Schicht bei sommerlichen Temperaturen zudem Schutz vor Hitze. Dabei kann der oder die Hausbesitzer*in zwischen unterschiedlichen Dämmvarianten und Materialien entscheiden.

 

Arten der Dachdämmung

Wer sich für die Dämmung des Daches entscheidet, kann grundsätzlich zwischen fünf verschiedenen Arten wählen. Welche davon die sinnvollste und effektivste ist, hängt dann vom jeweiligen Hausdach und der Lage des Gebäudes ab.

Aufsparrendämmung

Muss das Dach sowieso neu eingedeckt werden, bietet sich dazu eine Aufsparrendämmung an. Flächig über die Sparren montiert, bietet sie so einen lückenlosen Schutz vor eintretender Hitze oder austretender Wärme. Dadurch, dass die Dämmplatten zwischen Sparren und Eindeckung liegen, entsteht eine geschlossene Dämmschicht. Zudem verändert sich dadurch die Optik im Inneren des Dachgeschosses nicht und die Größe des Wohnraums bleibt wie bisher erhalten. Die Aufsparrendämmung ist zudem die wohl effektivste Möglichkeit der Dämmung und wird daher in den meisten Fällen auch im Bereich von Neubauten verwendet. Gerade im Bereich der Gebäudesanierung ist sie jedoch auch die aufwendigste und kostenintensivste Variante.

Außendämmung
Auflattdämmung

Die Auflattdämmung ist eine Weiterentwicklung der Aufsparrendämmung. Denn dabei liegt die Dämmung über der Dachlattung und wird direkt auf dieser fixiert. Gerade bei der Sanierung eines Altbaus ist diese Variante sehr beliebt, da nur die Eindeckung entfernt, die Dämmung angebracht und anschließend wieder mit dem vorhandenen oder alternativ mit neuem Material eingedeckt wird. Dabei entsteht ebenfalls eine lückenlose Dachdämmung ohne jegliche Wärmebrücken.

Zwischensparrendämmung

Bei der Zwischensparrendämmung handelt es sich um eine relativ einfache und kostengünstige Variante der Dachdämmung, ist aber trotzdem noch recht effektiv. Allerdings muss dafür zuerst der Dachstuhl von innen freigelegt werden, sodass freier Zugang zur Unterseite der Eindeckung entsteht. Wie der Name bereits vermuten lässt, klemmt der Dämmstoff dabei in Form von Matten zwischen den Sparren. Bewusst etwas größer zugeschnitten als tatsächlich benötigt, halten die Matten dort anschließend von allein. Anschließend wird die Innenseite der Dämmung mit einer luftdichten Folie vor Feuchtigkeit geschützt. Gerade bei älteren Gebäuden kann jedoch die Höhe der Sparren nicht ausreichen, um die Dämmung zu fixieren. In diesem Fall werden zusätzliche Kanthölzer an die Sparren geschraubt, um die erforderliche Dicke herzustellen. Da die Dämmung jedoch nur zwischen den Sparren liegt, entsteht keine durchgehende Dämmfläche. Jeder Sparren ist somit eine Wärmebrücke und die Dämmleistung damit gegenüber anderen Varianten um bis zu 20 Prozent schlechter.

Innendämmung
Untersparrendämmung

Bei der Untersparren- wird wie bei der Zwischensparrendämmung von innen gedämmt, ohne die wasserdichte Außenhülle des Hauses zu öffnen. Bei der Untersparrendämmung werden die Klemmfilze, sprich das Dämmmaterial, zwischen die vorhandene Unterkonstruktion für die Innenverkleidung geklemmt. So beansprucht sie keinen zusätzlichen Raum und hat keine Auswirkungen auf die Größe des Wohnraums. In den meisten Fällen dient sie dazu, eine bereits vorhandene Dämmschicht zu verstärken, Wärmebrücken zu beheben und so die Dämmleistung zu verbessern. Als einzelne Maßnahme macht eine Untersparrendämmung hingegen eher wenig Sinn. Hier gibt es deutlich effektivere Varianten.

Einblasdämmung

Diese Art der Dachdämmung ist gerade bei älteren Gebäuden ein bewährtes Verfahren. Zumal es relativ einfach, schnell und  kostengünstig umzusetzen ist. Bei der Einblasdämmung wird das Dämmmaterial nicht in Platten oder Lagen verarbeitet, sondern als loses Material durch eine kleine Öffnung mit hohem Druck eingeblasen. Vorab müssen allerdings spezielle Dämmsäcke zwischen den Sparren eingebracht , oder im Fall einer kompletten Dachdämmung eine spezielle Dampfbremse montiert werden. Anschließend pumpt man das Dämmmaterial durch kleine Öffnungen in die jeweiligen Bereiche und verschließt die Öffnungen abschließend wieder.

Einblasdämmung

 

Vorteile einer Dachdämmung

Der mit am wichtigste und damit ausschlaggebende Vorteil einer Dachdämmung ist mit Sicherheit der geringere Wärmeverlust und dadurch das Einsparen von Energiekosten. Damit einher geht, dass man als Hausbesitzer*in damit künftig unabhängiger von den zum Teil doch sehr stark schwankenden Energiepreisen ist. Außerdem ist eine Dachdämmung aufgrund der Vielzahl an Dämmarten und Materialien nahezu bei jedem Wohngebäude möglich. Eine Dachdämmung hält aber nicht nur die Wärme im Haus, sondern im Sommer auch die Hitze draußen und bietet als positiven Nebeneffekt noch einen zusätzlichen Lärmschutz. Dadurch steigert es den Wohnkomfort und letztendlich auch den Wert der Immobilie. Außerdem trägt eine Dachdämmung zumindest einen kleinen Teil zum künftig so wichtigen Klimaschutz bei.

 

Nachteile der Dachdämmung

Der mit entscheidende Faktor, ob eine Dachdämmung durchgeführt wird oder nicht, ist der Kostenfaktor. Denn gerade im ersten Augenblick kostet eine solche Maßnahme viel Geld, bringt aber nicht sofort den erwünschten Nutzen. Bis sich die Dämmung „lohnt“ vergehen durchaus einige Jahre. Zudem muss die Dachdämmung, wie vieles andere auch, regelmäßig überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Ist das der Fall, kann die Entsorgung des Dämmmaterials durchaus Schwierigkeiten bereiten, je nachdem um welchen Dämmstoff es sich dabei handelt. Unsachgemäß angebracht kann sich außerdem in der Dämmung Feuchtigkeit sammeln und sich dadurch Schimmel bilden. Je nachdem, ob die Dämmung außen oder innen angebracht wird, ergeben sich dadurch weitere Nachteile. Eine innen angebrachte Dämmung beispielsweise verringert die Raumhöhe ist jedoch genehmigungsfrei. Bei einer außen angebrachte Dämmung hingegen bleibt die Raumhöhe gleich, es verändert sich jedoch die Gesamthöhe des Daches, was eine Genehmigung durch die zuständige Behörde notwendig macht.

 

Mögliche Dämmstoffe

Es gibt im Bereich der Dachdämmung eine große Auswahl an möglichen Dämmstoffen. Grundsätzlich unterscheidet man dabei drei große Gruppen, anorganische Dämmstoffe, geschäumte Kunststoffe sowie organische Stoffe.

Zu den bekanntesten anorganischen Dämmstoffen zählen sicherlich die Mineralwollen, beispielsweise die Stein- oder Glaswolle. In Platten oder als Rollen verwendet eignen sie sich für nahezu jede Art der Dämmung. Zudem sind sie sehr langlebig und dazu auch noch brandresistent. Bei der Verarbeitung empfiehlt es sich allerdings Arbeitskleidung und Handschuhe zu tragen, um Haut und Atemwege zu schützen.

Geschäumte Kunststoffe sind häufig in Form von Polystyrol, auch Styropor oder EPS genannt, oder Polyurethan erhältlich. Sie zählen zu den am häufigsten verbauten Dämmstoffen, da sie sehr beständig sind und in Platten relativ einfach zu verlegen. Dafür sind sie jedoch brennbar und wirken in manchen Fällen sogar brandfördernd.

Zu den organischen oder Naturdämmstoffen zählt nicht nur die relativ bekannte Holzfaser, sondern auch Schafwolle, Kokos, Hanf oder aus Altpapier hergestellte Zellulose. Sie kommen sowohl als Platten wie auch teilweise als lose Flocken, beispielsweise für die Einblasdämmung, zum Einsatz.

Unterschiedliche Dämmstoffe

Kosten einer Dachdämmung

Eine Dachdämmung kostet in der Regel mehrere Tausend Euro. Aufgrund der stetig steigenden Energiekosten lohnt sich diese Investition auf lange Sicht gesehen jedoch durchaus. Und je nachdem, für welche Variante und welches Dämmmaterial sich der oder die Hausbesitzer*in entscheidet, variieren die Kosten pro m² entsprechend.

Aufsparren- und Auflattdämmung: 200-250 Euro

Zwischensparrendämmung: 40-60 Euro

Untersparrendämmung: 30-60 Euro

Einblasdämmung: 20-30 Euro

 

Staatliche Förderungen

Wer sich für eine Dachdämmung entscheidet, kann unter Umständen verschiedene Förderangebote oder Kreditprogramme mit Tilgungszuschuss nutzen. Und seit 1. Juli 2021 ist das jetzt sogar noch einfacher. Denn die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) löste die bisher bekannten Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ab. Die KfW sowie das BAFA bleiben dabei zwar weiterhin Träger der staatlichen Förderung, aber die Aufgabenverteilung sowie die Höhe der Förderung haben sich teilweise verändert. Auch das Antragsverfahren wurde deutlich einfacher gestaltet und die maximale Förderung angehoben. Die bisherigen Förderprogramme wurden damit von insgesamt zehn auf jetzt nur noch drei Programme zusammengefasst. Nach dem neuen BEG ist künftig für alle Zuschüsse bei Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden das BAFA zuständig, für alle Kredite hingegen die KfW. Nähere Informationen sowie den direkten Link zur Terminvereinbarung dazu finden Sie hier.

 

Bei der Sanierung der eigenen Immobilie hat man derzeit immer noch die Wahl, Dachdämmung ja oder nein. Anders verhält es sich hingegen bei einem Neubau. Denn gemäß Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) ist die Dämmung des Dachs oder der obersten Geschossdecke von Wohngebäuden bei einem Neubau oder einer Bestandsimmobilie, die nach dem 01.02.2002 erworben wurde, Pflicht…

Lesen Sie zu diesem Thema auch Die Sanierung der Immobilie: Das gilt es zu beachten, Die Sanierung der Immobilie: CO2-Bilanz verbessern“, „Die Sanierung der Immobilie: Fassadendämmung“ und Die Sanierung der Immobilie: Hauselektrik

 

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Quellen: haus.de, verbrauerzentrale.de, dach.de, energieheld.de,  stock.adobe.com

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