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Verkehrsrechtsschutz – wer, wann und warum?

veröffentlicht am 2. August 2021

Verkehrsrechtsschutz – wer, wann und warum?

Eine der häufigsten Fragen in deutschen Autos ist sicherlich: Schau mal bitte, geht’s bei dir? Auch bei einem klaren Ja, sollte der Fahrer aber immer noch selbst einen Blick riskieren, denn sonst kann es schnell richtig teuer werden! Ist das Unfallgeschehen sowie die Schuldfrage unklar, kann ein Verkehrsrechtsschutz der Retter in der Not sein.

 

Was versteht man unter einer Verkehrsrechtsschutzversicherung?

Der Verkehrsrechtsschutz kann einzeln abgeschlossen werden oder als Baustein einer Rundum-Rechtsschutzversicherung enthalten sein. Bei vielen Versicherungen lässt sich dieser Rundum-Schutz aber auch ganz individuell nach dem Baukastenprinzip zusammenstellen. Neben Verkehr können dabei die Bereiche privat, Beruf oder Haus- und Wohnung eingeschlossen werden. Im Verkehrsrechtsschutz sind allerdings nicht nur Fahrten mit dem eigenen Kfz abgedeckt, sondern auch solche mit einem Leihwagen, dem Fahrrad oder wenn Sie als Fußgänger unterwegs sind. Auch für den Fall, dass sich das neu gekaufte Fahrzeug als „Montagsauto“ entpuppt, bei Streitigkeiten mit der Werkstatt oder bei einem ungerechtfertigten Bußgeldbescheid hilft der Verkehrsrechtsschutz.

Wann und was zahlt der Verkehrsrechtsschutz?
  • Bei einem Verkehrsunfall bestreitet Ihr Unfallgegner jegliche Schuld.
  • Nach einem unverschuldeten Unfall wollen Sie Ersatz für Ihren beschädigten Neuwagen in Form eines entsprechenden Neufahrzeuges. Die gegnerische Versicherung verweist hingegen auf eine Reparatur.
  • Sie sollen eine auf Rot geschaltete Ampel passiert haben. Sie wehren sich gegen diesen Vorwurf.
  • Ihre Werkstatt stellt eine Ihrer Meinung nach total überteuerte Rechnung.
  • Bei Ihrem Neuwagen treten Elektronik­fehler auf, die sich auch nach mehrfachen Nachbesserungsver­suchen nicht beheben lassen. Sie wollen vom Vertrag zurücktreten oder ein komplett neues Fahrzeug, doch der Händler verweigert das.
  • Sie erhalten einen Kfz-Steuerbescheid, mit dem Sie nicht einverstanden sind und legen Widerspruch ein.
  • Beim Rangieren sollen Sie ein parkendes Fahrzeug beschädigt haben. Nun wird wegen Unfallflucht ermittelt.
  • Sie sollen an einer Feuerwehrzufahrt Ihr Fahrzeug so abgestellt haben, dass ein Rettungseinsatz behindert wurde.
  • Bei einem Verkehrsunfall werden Sie schwer verletzt. Ihre Krankenkasse weigert sich anschließend die Kosten für eine bestimmte Behandlung zu übernehmen, da diese nicht medizinisch notwendig sei.

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt im Fall eines Rechtsstreits jedoch nicht nur die Kosten für Ihren eigenen Rechtsanwalt. Im ersten Schritt ist bereits eine telefonische Erstberatung sowie die Empfehlung eines erfahrenen Fachanwalts für eine ausführliche persönliche Beratung inklusive. Im Fall einer Mediation sind auch die Kosten für einen professionellen Konfliktmanager mit versichert. Kommt es allerdings tatsächlich zum Prozess, übernimmt der Verkehrsrechtsschutz die Gerichtskosten, Entschädigungszahlungen für Zeugen oder Sachverständige, sowie die Kosten des Prozessgegners – falls Sie diese tragen müssen.

Die Schuldfrage nach einem Verkehrsunfall
Wer ist versichert?

Sie als Versicherungsnehmer sind als Eigentümer, Halter, Leasingnehmer, Fahrer und als Carsharing-Nutzer eines Fahrzeugs versichert. Zudem schützt Sie der Verkehrsrechtsschutz beim Erwerb oder der Veräußerung eines Kfz sowie als berechtigter Fahrer von fremden Fahrzeugen. Auch als Fahrgast, Fußgänger oder Radfahrer ist man versichert. Im Fall eines Mehrfahrzeug-Rechtsschutz sind außerdem der Lebenspartner und die mitversicherten Kinder mit all ihren Fahrzeugen im gleichen Umfang mit abgesichert.

 

Worauf ist bei einer Verkehrsrechtsschutzversicherung zu achten?

Mit am wichtigsten ist die Deckungssumme, denn sie beziffert die maximale Summe, die der Versicherer im Streitfall zahlt. Je nach Anbieter gibt es dabei durchaus erheblich Unterschiede. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) empfiehlt daher eine Deckungssumme von mindestens 500.000 Euro zu vereinbaren. Zudem ist darauf zu achten, dass der Verkehrsrechtsschutz nicht nur in Deutschland, sondern möglichst weltweiten Schutz bietet. Häufig sind das europäische Ausland, EU-Mitgliedsstaaten und Anrainerstaaten des Mittelmeers dauerhaft mit versichert, weltweiter Schutz besteht hingegen nur für einen begrenzten Zeitraum oder unter bestimmten Voraussetzungen. Neben den Anwalts- und Gerichtskosten sollten nach Möglichkeit auch telefonische Erstberatungen sowie außergerichtliche Einigungen mit abgesichert sein. Zudem gilt es auf eine eventuelle Wartezeit oder eine Selbstbeteiligung zu achten.

 

Was kostet eine entsprechende Absicherung?

Einen Verkehrsrechtsschutz gibt es bereits ab 4 Euro monatlich. Je nach persönlicher Situation, Ausstattung, versichertem Personenkreis, Selbstbeteiligung und Deckungssumme können die Beiträge aber auch deutlich höher ausfallen. Wer sich genauer informieren möchte, wie viel die eigene Absicherung tatsächlich kostet, kann das ganz einfach mit dem Online-Beitragsrechner in Erfahrung bringen.

Sie möchten sich ausführlicher informieren und Ihren individuellen Beitrag berechnen? Dann klicken Sie hier.

 

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Quellen: ÖRAG Rechtsschutz, dieversicherer.de, stock.adobe.com

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