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Bitcoins, Wallets & Co.

veröffentlicht am 1. Juli 2021

Bitcoins, Wallets & Co.

Bitcoins – kurz BTC. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Worten Bit und Coin. „Bit“ ist die kleinste digitale Einheit – „Coin“ steht im Englischen für Münze. Ein Bitcoin ist also eine „digitale Münze“. Oder anders ausgedrückt: Bitcoins sind virtuelles Geld. Dieses virtuelle Geld nennt man Kryptowährung. Münzen oder Geldscheine zum Anfassen sucht man hier vergeblich. Alles findet ausschließlich digital in der Matrix statt 🙂

 

Es war im Mai 2010. Der Programmierer Laszlo Hanyecz aus Florida hatte Hunger. Darum bot er in einem Internetforum demjenigen 10.000 Bitcoins, der ihm eine Pizza bestellt. Ein Brite ging auf den Deal ein und bestellte online zwei Pizzen für Hanyecz. Dafür bekam der Pizzabesteller, wie versprochen, 10.000 Bitcoins. Zu diesem Zeitpunkt hatten diese einen Wert von 30 Euro. Heute ist der Brite Millionär, denn derzeit entsprechen 10.000 Bitcoins, je nach Kurs, dem Wert von 50 bis 500 Millionen Euro! Aber der Reihe nach …

 

Bitcoins – History

 

Wer jetzt genau der Vater der Kryptowährung ist, weiß man bis heute nicht. Ein „Unbekannter“, der unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ auftritt, nimmt für sich in Anspruch, die Bitcoins im Jahr 2007 erfunden zu haben. Im November 2008 veröffentlichte diese Person beziehungsweise dieses Pseudonym ein Dokument, in dem eine digitale Währung beschrieben wird. Im Januar 2009 wurde dann die dazu gehörende Open-Source-Software im Internet veröffentlicht.

Open-Source bedeutet, dass die Software von Dritten eingesehen, geändert und genutzt werden kann und das meist kostenlos.

Anmerkung der Redaktion: Man kann davon ausgehen, dass der Erfinder höchstwahrscheinlich nicht aus der Schweiz kommt.

 

Bitcoins – der Unterschied

Der hauptsächliche Unterschied zwischen Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoins und dem „normalen“ Geld ist, dass dieses digitale Zahlungsmittel absolut unabhängig von Banken oder Staaten funktioniert und fungiert. Üblicherweise bestimmen Staats- und Zentralbanken, wie zum Beispiel die Deutsche Bundesbank oder die Europäische Zentralbank (EZB), über das Geld. Sie legen beispielsweise fest, wie viel Geld im Umlauf ist und nehmen Einfluss auf den Wert einer Währung.

Bei Bitcoins & Co. gibt es keine solchen Kontrolleure. Alles findet ausschließlich in digitalen Netzwerken statt. Das heißt, jeder, der einen Computer und die entsprechende Software besitzt, kann mitmachen.

Zwischenfazit: Für Ihr digitales Geld sind allein Sie selbst verantwortlich. Eine externe Absicherung, wie sie zum Beispiel beim Missbrauch der Kreditkarte üblich ist, gibt es für Kryptowährungen nicht.

 

Werte und Klone

Bitcoins sind also die erste Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von rund 340 Milliarden Dollar. Viele weitere folgten. Die derzeit bekanntesten der „Nachahmer“ sind Ethereum und Ripple. Ethereum rangiert mit rund 63 Milliarden Dollar auf Platz zwei gefolgt von Ripple mit zirka 26 Milliarden Dollar. Aktuell gibt es etwa 8.500 Kryptowährungen – aber nur rund zwei Dutzend davon bringen es auf eine Milliarde Dollar Marktkapitalisierung. Viele von den restlichen kommen auf noch nicht einmal eine Million Dollar.

Bisher gibt es nach Angaben der Internetseite Coinmarketcap rund 18,5 Millionen Bitcoins, bei 21 Millionen soll Schluss sein. Der Zuwachs verlangsamt sich aber immer weiter. Was viele nicht wissen: man kann auch Bruchteile von Bitcoins handeln, zum Beispiel Millibitcoins.

Kryptowährungen – allen voran Bitcoins – bieten sowohl Chancen als auch Risiken

 

Die dunkle und die helle Seite der Macht

Wie sollte es auch anders sein: selbstverständlich bieten Kryptowährungen – allen voran Bitcoins – sowohl Chancen als auch Risiken:

 

Davon können Sie profitieren:

  • Kryptowährungen haben länderübergreifende Gültigkeit und sind weltweit verfügbar.
  • Schnelle und einfache Transaktionen.
  • Die Blockchain-Technologie gilt als sehr sicher.
  • Bezahlen ist unabhängig von Geldinstituten möglich.
  • Hat man eine Kryptowährung über ein Jahr besessen, ist der Verkauf steuerfrei. Innerhalb eines Jahres zwischen Kauf und Verkauf beträgt die Steuer-Freigrenze 600 Euro – darüber muss der Gewinn in voller Höhe versteuert werden.

 

Wo Sonne ist, ist auch Regen – das sind die Risiken:

  • Geht Ihr privater Schlüssel aus dem Wallet verloren, ist das digitale Geld weg.
  • Virtuelles Geld unterliegt extremen Kursschwankungen.
  • Hackerangriffe sind trotz hoher Sicherheit möglich.
  • Es bestehen keine rechtlichen Ansprüche oder Absicherungen.
  • Der rechtliche Status ist weitgehend ungeklärt.
  • Die Verbreitung und Akzeptanz von Kryptowährungen sind eingeschränkt. Sollte das Internet zusammenbrechen, wäre die Währung nutzlos.

 

OK –  also Bitcoins! Aber warum?

K R Y P T O W Ä H R U N G – das klingt mystisch und passt somit auch zu seinem Ursprung. Der Begriff Kryptographie kommt nämlich aus dem Griechischen und bedeutet Geheimschrift. Es ist also das Verschlüsseln von Informationen. Und beim virtuellen Geld geht es vor allem um die Sicherheit von Informationen. Niemand soll die digitale Währung manipulieren können – und deshalb ist sie auch sehr kompliziert verschlüsselt. Ein Vorteil der Kryptowährung ist es, dass sie anonyme Zahlungen ermöglicht. Das machte Bitcoins & Co. anfänglich vor allem bei kriminellen Geschäften im Darknet zu einem beliebten Zahlungsmittel.

 

Die Blockchain – das Kassenbuch

Alle Bitcoin-Transaktionen werden in einer Datenbank dokumentiert – die sogenannte Blockchain. Zu deutsch: Kette aus Blöcken. Weil es jeden Tag Unmengen an Krypto-Transaktionen gibt, würde eine normale Datenbank schnell an ihr Limit kommen. Darum werden die Daten in einzelnen Blöcken gespeichert. Ist ein Block „voll“, wird er versiegelt. Somit ist er nachträglich nicht mehr veränderbar. Anschließend wird ein neuer Block eröffnet und an den Vorgänger angehängt. Die zwei Blöcke sind dann mit einem Code miteinander verbunden. So bezieht sich jeder Block auf den vorherigen. Im Laufe der Zeit entstand dadurch eine virtuelle Blockkette.

Alle Transaktionen bei Bitcoins und Co. werden in einer Datenbank dokumentiert – die sogenannte Blockchain.

Es sei noch erwähnt: Von jeder Transaktion wird gespeichert, wer wann wie viel Kryptowährung besessen hat und wohin diese überwiesen wurde – selbstverständlich alles verschlüsselt.

Ein Sicherheitsaspekt: Die Blockchain ist nicht nur auf einem Computer gespeichert, sondern auf allen Rechnern im Bitcoin-Netzwerk. Deshalb ist es sehr schwierig, das System zu manipulieren.

>> Weitere Informationen zur Blockchain finden Sie hier.

 

Bitcoins als Zahlungsmittel und das Schürfen

 

Wer mit Bitcoins handeln oder das virtuelle Geld aktiv für den Zahlungsverkehr nutzen möchte, stößt recht schnell auf die Frage „Wie soll das gehen?“. Als Antwort gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Bitcoin-Konto
  • Bitcoin-Wallet

 

Das Bitcoin-Konto

Hier legen Sie bei einer der zahlreichen Bitcoin-Handelsplattformen ein Konto an. Das virtuelle Geld wird dann über dieses Konto verwaltet und auch der Zahlungsverkehr findet darüber statt. Eine Speicherung der Daten auf Ihrem Computer oder Smartphone ist nicht notwendig. Wichtig ist, dass Sie auf die Preise achten. Es gab schon Zeiten und Plattformen, da hat eine Transaktion über 30 Dollar gekostet.

Ein Wallet ist eine digitale Geldbörse, mit der Sie Ihre Kryptowährung aufbewahren können.

 

Bitcoin-Wallet – der Klassiker

Der Klassiker im Bitcoin-Handel ist das Bitcoin-WALLET. Ein Wallet ist eine digitale Geldbörse, mit der eine Kryptowährung aufbewahrt werden kann – und gleichzeitig dient sie zum Senden und Empfangen von Bitcoins. Bei den anderen Kryptowährungen gehört ein Wallet ebenfalls zu den wesentlichen Bestandteilen für die Nutzung.

Jedes Bitcoin-Wallet besitzt eine individuelle öffentliche Adresse, mit der das digitale Portemonnaie in der Bitcoin-Blockchain eindeutig identifiziert werden kann. Käufe und Verkäufe werden an diese Adresse überwiesen und landen kurze Zeit später im Wallet. Beim Verkauf von Bitcoins oder beim Bezahlen mit der Kryptowährung geht die Zahlung vom Wallet aus an eine andere Bitcoin-Adresse.

Das Wallet funktioniert mittels „asymmetrischer Kryptografie“ mit zwei verschiedenen digitalen Schlüsseln. Einer davon ist öffentlich und der andere ist geheim; das ist der private Schlüssel. Genau genommen bewahren die Wallets nicht die Bitcoins selbst auf, sondern verwalten die öffentlichen und privaten Schlüssel, die für den Zugriff auf die Bitcoins erforderlich sind. Die Bitcoins selbst existieren nur in der Blockchain.

Das müssen Sie wissen: Einmal ausgegeben, ist das Geld unwiederbringlich weg. Die Rückbuchung einer Zahlung ist nicht möglich.

 

Wallet-Variationen

Man unterscheidet „Hot Wallets“ und „Cold Wallets“. Hier stellen die Cold Wallets die sichere Variante dar. Es gibt:

  • Online Wallets
  • Mobile Wallets
  • Desktop Wallets
  • Hardware Wallets
  • Paper Wallets

 

Hardware und Paper Wallets sind die sogenannten Cold Wallets. Beide Varianten bieten virtuell betrachtet eine besonders hohe Sicherheit, denn sie sind nicht ständig mit dem Internet verbunden.

Hardware Wallets sind kleine Geräte, oft nicht größer als ein USB-Stick. Ein Hardware Wallet speichert den privaten Schlüssel und wird nur bei Bedarf mit einem Computer verbunden.

Die puristische Alternative zum Hardware Wallet ist das Paper Wallet. Ein Paper Wallet ist ein ganz „normales“ Stück Papier auf dem die beiden Schlüssel – öffentlich und privat – vermerkt werden. Bei Bedarf wird der Inhalt entsprechend abgeschrieben. Das Paper Wallet ist also komplett real; nichts ist virtuell.

Aber Vorsicht! Beide Varianten – Hardware und Paper Wallet – sind nicht frei von Gefahren, denn Diebstahl findet in Zeiten des Internets auch noch in der realen Welt statt. Außerdem können weitere Einflüsse wie Brand, Wasserschäden, verlieren und vergessen … und viele weitere Umstände … zum Verlust der Wallets führen.

Doppelt hält besser! Es kann nie schaden die „wallet.dat-Datei“, beziehungsweise deren Inhalt, in zweifacher Ausfertigung zu verwahren. Hier könnten dann beide Cold-Wallets-Varianten zum Einsatz kommen. Oder Sie entscheiden sich für eine virtuelle und eine haptische Alternative.

 

Mining – das Schürfen: eine megaintensive Rechnung

Zahlungen mit Bitcoins müssen bestätigt werden. So muss zum Beispiel geklärt werden, ob derjenige, der die Zahlung tätigt, auch genügend Bitcoins dafür besitzt. Des Weiteren müssen die neu entstehenden Datenblöcke mit den aktuellen Zahlungen mit den vorherigen Datenblöcken der Blockchain verknüpft werden. Dazu ist es notwendig komplexe Rechenaufgaben zu lösen. Wer das macht und Zahlungen bestätigt, bekommt als Belohnung – wer hätte es gedacht: Bitcoins. Diesen Prozess nennt man dann Mining – zu deutsch „Schürfen“. Ein Miner braucht nicht nur technisches Know-how, sondern vor allem auch eine entsprechende Computerausrüstung mit extrem hoher Rechenleistung. Die Anforderungen sind mittlerweile so hoch, dass das Schürfen am heimischen PC so gut wie unmöglich ist. Das Mining liegt daher heute, anders als in den Anfangszeiten, weitgehend in den Händen von Mining-Pools oder eigens dafür gegründeten Firmen.

Bitcoins generieren nennt man Mining – zu deutsch „Schürfen“.

Wegen der hohen technischen Anforderungen ist auch der dafür notwendige Energieverbrauch entsprechend gestiegen. Morgan Stanley hatte den Verbrauch des Minings für das Jahr 2018 auf rund 140 Terawattstunden geschätzt. Das waren zum damaligen Zeitpunkt etwa 0,6 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs. Damit würde das Erzeugen von Bitcoins pro Jahr mehr Strom verbrauchen als Argentinien. Hier kann man dann wohl getrost sagen: Nachhaltig geht anders.

 

Die Sicherheit absichern

 

Wenn Sie sich für ein Online-Wallet als Geldbörse entschieden haben, stellen Sie unbedingt sicher, dass Ihr Ausgabegerät mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen ausgestattet ist. Hier geht es also darum, virtuelle An- und Übergriffe zu verhindern, zum Beispiel mittels Virenschutzprogrammen und aktiven Firewalls.

Wer sich für ein „Cold Wallet“ zur Aufbewahrung seiner „Schlüssel“ entscheidet, sollte sich dann auch Gedanken machen, wo und wie er seine haptischen Bitcoin-Geldbörsen aufbewahren möchte.

Bitcoins: Sicherheits für Wallets können Bankschließfächer sein.

Socken, Kopfkissen, Gefrierfach und weitere „alte Hausmittel“ sollten hier eher weniger in Betracht gezogen werden. Eine wirklich sichere und günstige Möglichkeit zur Aufbewahrung Ihrer Wallets bietet ein Bankschließfach. Damit Sie sich ein Bild davon machen können, welche Schließfachvariante für Sie die richtige ist, vereinbaren Sie am besten einen Termin und lassen sich beraten.

 

 

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Gender-Schreibweise: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Quellen: wikipedia.org, test.de, hanseaticbank.de, bisonapp.com

Bilder und Videos: Adobe, YouTube

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