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Die Sanierung der Immobilie: Fassadendämmung

veröffentlicht am 3. Mai 2021

Die Sanierung der Immobilie: Fassadendämmung

Mit den richtigen Dämmstoffen und der passenden Methode lassen sich mit einer Fassadendämmung nicht nur Heizkosten sparen, sondern auch der Wohnkomfort deutlich steigern. Hier erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Methoden, die Dämmstoffe sowie die entsprechenden Kosten der einzelnen Varianten.

Die Fassade, sprich die Außenwände des Hauses, macht einen großen Teil der gesamten Gebäudehülle aus. Dort geht im Zweifelsfall viel Energie verloren. Wer die Wärme künftig besser im Haus halten möchte, sollte daher über eine Fassadendämmung nachdenken. Denn sie wirkt wie ein warmer Schal oder ein warmer Mantel für das Haus, egal ob für einen Neubau oder bei der Sanierung eines älteren Gebäudes. So lässt sich nicht nur bei den Heizkosten sparen, sondern auch die eigene CO2-Bilanz verbessern.

 

Unterschiedliche Methoden der Fassadendämmung und deren Kosten

Wärmedämmverbundsystem

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist mittlerweile zur gängigsten Variante der Fassadendämmung geworden. Dabei werden die Platten zunächst an der Außenwand der Immobilie angeklebt und anschließend angedübelt oder verschraubt. Als Nächstes wird alles mit einem Armierungsgewebe verstärkt und das Haus zuletzt verputzt und gestrichen. Grundsätzlich stehen bei dieser Methode verschiedenste Materialien zur Auswahl. Von synthetischen Stoffen wie Styropor oder Polyurethan, über mineralisches Dämmmaterial wie Glaswolle oder Steinwolle bis hin zu organischem Material wie Hanf, Kork oder Holzfasern. Je nach Haustyp und Material liegen die Kosten bei dieser Methode zwischen 90 und 140 Euro pro Quadratmeter.

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Entscheidet man sich für die vorgehängte hinterlüftete Fassade, wird an der Außenwand des Gebäudes zunächst ein Holz- oder Metallrahmen angebracht. Darauf wird eine Schicht Dämmmaterial, beispielsweise Mineralwolle oder Holzfaserdämmung, angebracht. Anschließend folgt eine Luftschicht, die mit der Außenluft verbunden ist und somit für eine dauerhafte Luftzirkulation und Hinterlüftung sorgt. Den Abschluss bildet dann die Außenhaut, die aus unterschiedlichsten Materialien bestehen kann. Angefangen bei Glas über Holz bis hin zu Metallen wie Zink und Kupfer oder Trägerplatten auf denen dann ein Putz oder Klinkerriehmchen angebracht werden. Diese Methode ist mit 180 bis 300 Euro pro Quadratmeter allerdings etwas teurer als das WDVS.

Einblas- oder Kerndämmung

Bei dieser Methode befindet sich die Dämmung nicht außen an der Gebäudehülle, sondern entsteht zwischen zwei Mauern. Das Dämmmaterial wird zwischen der eigentlich tragenden Hauswand und der etwa 15 Zentimeter vorgesetzten Außenschale aus frostfreien Steinen angebracht. Die Dämmung besteht dabei entweder aus festen Mineralwolledämmplatten oder losem Dämmmaterial, wie Schaumglasschotter oder Granulat aus Kork oder Zellulose. Dieses blasen die Experten dann durch eigens dafür gebohrte Löcher zwischen die Wände ein. Mit 40 bis 60 Euro pro Quadratmeter ist diese Variante der Dämmung relativ preiswert.

Kerndämmung einer Außenfassade

 

Vor- und Nachteile der Fassadendämmung

Vorteile

Eine Fassadendämmung kann bis zu 20 % der Heizkosten einsparen und Ihnen als Hauseigentümer damit jedes Jahr bares Geld bringen. Auch das allgemeine Raumklima verbessert sich durch die Dämmung der Außenwände deutlich. Eine schützende Außenhülle erhält zudem die Bausubstanz des Hauses. Das kann gerade bei sehr alten Gebäuden ein durchaus ausschlaggebendes Argument sein, zumal eine Fassadendämmung sehr langlebig ist. Eine Fassadendämmung ist allerdings nicht nur als Kälteschutz im Winter geeignet, sie funktioniert im Sommer auch prima als Wärmeschutz. Je nach Dämmmaterial verbessert sie zudem den Schall- sowie den Brandschutz des Hauses und steigert damit nachhaltig den Wert der Immobilie.

Nachteile

Die Dämmung der Fassade ist durchaus mit hohen Kosten verbunden, die sich erst nach Jahren oder vielleicht auch erst nach Jahrzehnten amortisieren. Außerdem kann je nach Dämmmethode relativ viel Müll entstehen und die spätere Entsorgung der Dämmung zu einem echten Problem werden. Denn teilweise gelten Dämmmaterialien sogar als Sondermüll. Zudem lässt sich bei einer Fassadendämmung nur wenig Eigenleistung erbringen, da es sich dabei um ein sehr aufwändiges und komplexes Thema handelt, das man am besten den Experten überlassen sollte.

Fassadendämmung mit Dämmplatten

Fördermöglichkeiten

Wer sich dazu entscheidet seine Immobilie energieeffizient zu sanieren, kann dafür Zuschüsse und Förderungen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Um eine Förderung zu erhalten, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Von Anfang an einen Energieberater in die Planung sowie die Durchführung der Sanierungsarbeiten einzubeziehen kann daher durchaus sinnvoll sein. Neben der Förderung ist aber vor allem eine gut durchdachte Gesamtfinanzierung der Sanierungsarbeiten notwendig. Denn erst, wenn die Finanzierung auf sicheren Beinen steht, sollten Sie das Projekt Fassadendämmung angehen.

Über die unterschiedlichen Förderprogramme der KfW können Sie sich hier informieren. Und den direkten Kontakt zu den Spezialisten in Sachen Baufinanzierung finden Sie hier verlinkt.

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch „Die Sanierung der Immobilie: Das gilt es zu beachten“ und „Die Sanierung der Immobilie: CO2-Bilanz verbessern“.

 

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Quelle: haus.de, wohnglueck.de, stock.adobe.com/

 

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