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Sabbatical – das Sabbatjahr

veröffentlicht am 6. April 2021

Sabbatical – das Sabbatjahr

Ungefähr jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland kann sich sehr gut eine längerfristige Auszeit vorstellen – viele wünschen sich diese sogar. Gründe, ein Sabbatjahr einzulegen, gibt es viele – und es gibt bestimmt jede Menge Möglichkeiten, wie so ein Sabbatical genutzt werden kann. Gehören Sie auch dazu? Damit Ihre Auszeit ein Erfolg wird und sich Ihre Erwartungen erfüllen, gilt es im Vorfeld einiges zu beachten und vorzubereiten. Auf was es ankommt und wie Sie die Organisation meistern, lesen Sie im Folgenden.

 

In der Bibel steht geschrieben

Der Begriff „Sabbatjahr“ – oder aus dem Englischen „Sabbatical“ – stammt vom hebräischen „Sabbat“. Dazu steht in der heiligen Schrift: „Im siebten Jahr soll das Land eine vollständige Sabbatruhe zur Ehre des Herrn halten“. Damit ist eine Auszeit und Atempause für Natur und Mensch gemeint. Alle sieben Jahre sollen Felder und Weinberge für ein Jahr ruhen und nicht besät und nicht bearbeitet werden. Es ist somit ein Jahr der Ruhe und des Innehaltens.

Zeit haben für alles mögliche

 

Das Sabbatjahr heute

 

Heute ist ein Sabbatjahr eine Form des unbezahlten Sonderurlaubs. Es ermöglicht Arbeitnehmern – und natürlich auch Arbeitgebern – sich Zeit für andere Dinge im Leben zu nehmen; sei es privaten Projekten nachzugehen, Wünsche und Ziele zu verwirklichen oder einfach nur eine angemessene Ruhephase zu erhalten, um sich zu erholen oder zum Beispiel einem Burnout vorzubeugen. In der Regel kehren die Auszeitnehmer im Anschluss wieder zu ihrem Job zurück und machen da weiter, wo sie vor dem Sabbatical aufgehört haben. Im günstigsten Fall natürlich mit vollem Akku, viel Motivation und vielleicht auch einigen neuen Ideen.

 

Auszeit ja – aber wie lange?

Am Häufigsten dauert ein Sabbatical ein ganzes Jahr. Daher auch die deutsche Begrifflichkeit „Sabbat-Jahr“. Es gibt sogar Unternehmen, die Ihren Mitarbeitern bis zu fünf Jahre unbezahlten Sonderurlaub zugestehen; und dies, ohne dass deren Arbeitsplatz wegfällt. In der Summe betrachtet dürfte dieses Entgegenkommen aber eher die Ausnahme sein.

Je nach Grund, Anlass und anderen Gegebenheiten kann ein Sabbatjahr auch „nur“ sechs Monate dauern. Oder dem Pausemachenden reichen 30 Tage Sonderurlaub völlig aus, um sich zu regenerieren oder sonstige Vorhaben durchzuführen.

Die Ansprüche und Vorstellungen sind also, wie so oft, unterschiedlich, und somit ist es auch durchaus denkbar, dass man statt ein ganzes Jahr Auszeit ein Teilzeit-Sabbatical in Anspruch nimmt.  Also mehre kleinere Abschnitte, in denen man pausiert.

Sabbatjahr

 

Warum eigentlich ein Sabbatjahr?

Bevor man wild darauf los plant, wann man seine Auszeit nimmt und was man dann damit anfängt, sollten Sie sich Gedanken darübermachen, warum Sie sich eigentlich mit diesem Gedanken beschäftigen.

Sind Sie unzufrieden mit Ihre derzeitigen Situation? Soll die angestrebte Auszeit vielleicht als Flucht vor den aktuellen Problemen genutzt werden? Deutet das Sabbatical eventuell auf einen Jobwechselwunsch hin? Bei solchen oder ähnlichen Beweggründen dauert es oftmals keine sechs Monate oder länger, um eine Antwort zu finden und eine Veränderung herbeiführen zu können.

Außerdem ist es natürlich wichtig herauszufinden, wie der Arbeitgeber zu einem Sabbatjahr steht.

Um für sich selbst klarzustellen, wo der Sabbatical-Wunsch herkommt, kann man es also erst einmal mit einer „kleinen Auszeit“ probieren. Das könnte zum Beispiel eine Woche Urlaub in den Bergen sein. Natur pur, viel frische Luft und je höher man steigt umso größer wird die Weitsicht – das kann dann auch den Blick nach innen schärfen und sich selbst besser versehen lassen.

Aber auch schon kleine Alltagsveränderungen können Raum für Gedanken schaffen. Ein bewusster Spaziergang zwischen zwei Meetings oder ein anderer Weg nach Hause – egal ob mit dem Auto oder zu Fuß – reißen bewusste Lücken in das Gewohnte.

Zeit für Weiterbildung. Zeit für Karriere. Zeit für Fortschritt. Einfach Zeit haben für die Zukunftsplanung.

 

Ja ich will!

Kommt man dann zu der Erkenntnis, dass ein Sabbatjahr sein soll oder gar muss, kann dies letztendlich unterschiedliche Gründe haben. Einer Umfrage nach können diese zum Beispiel sein:

  • 57% – Reisen
  • 57% – Zeit für mich und meine Wünsche und Interessen
  • 54 % – Neue Perspektiven finden
  • 50% – Burnout vorbeugen
  • 36% – Neuorientierung im Leben
  • 30% – Sprachen lernen

 

Nachdem nun also klar ist, was man warum möchte, kommt die intensive Zeit der Planung; denn ohne gründliche Vorbereitung sollten Sie die Auszeit nicht angehen.

Zeit haben für die Familie.

 

Habe ich Anspruch auf eine Auszeit?

Man kann durchaus sagen, dass ein Sabbatjahr derzeit in Mode ist. Und das sicherlich zurecht. Wenn man nun aber ein solches antreten möchte, muss man dies vorher mit seinem Arbeitgeber abstimmen – und dazu ist es notwendig zu wissen, ob und welchen Anspruch man hat.

Grundsätzlich gilt: Außer Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst haben Arbeitnehmer in Deutschland laut Arbeitsrecht keinen gesetzlichen Anspruch auf ein Sabbatical. Es gibt durchaus einige Länder, in denen ein gesetzlicher Anspruch auf ein Sabbatjahr besteht – Deutschland gehört aber leider nicht dazu.

Gehören Sie also nicht zum genannten Kreis, müssen Sie Ihren Arbeitgeber für sich und Ihre geplante Auszeit gewinnen. Dazu sollten Sie sich vorab intensiv mit der Thematik beschäftigen:

  • Wie lange möchte ich Pausieren?
  • Welche Gehaltseinbußen kommen dann auf mich zu?
  • Unterstützt mein privates Umfeld meine Pläne?
  • Gibt es vielleicht sogar einen Plan B?
  • Bin ich für den Zeitraum X abgesichert?

 

Wenn Sie dies wissen, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten und überzeugen ihn davon, dass das angestrebte Sabbatjahr für beide Seiten Vorteile hat – also „win-win“ für beide. Ein Argument hierfür könnte sein, dass beim Wiedereinstieg in Ihren Job zu 100% durchstarten können – und davon wird dann auch das Unternehmen profitieren.

Läuft alles wie geplant und Ihr Chef stimmt zu, sollten Sie unbedingt noch klären, wie Krankheiten während Ihrer Freistellung behandelt werden – günstig für Sie wäre die Handhabung wie bei einem regulären Urlaub. Und es sollte geklärt werden, wie man mit dem Thema Entlassung umgeht, falls Ihr Arbeitgeber während Ihrer Auszeit in wirtschaftliche Notlage gerät. Für Sie am besten wäre hier natürlich ein Kündigungsverbot während Ihrer Abwesenheit.

Zeit für Reisen. Zeit für Kultur. Zeit für Entdecken. Zeit für andere Sprachen.

 

Wie geht es weiter?

Wenn Sie sich also mit Ihrem Chef einig sind und er Ihr Sabbatical genehmigt hat, stellt sich als nächstes die Frage, wie es zeittechnisch umgesetzt wird. Dafür stehen verschieden Varianten zur Verfügung.

Welche das sind und was dabei zu beachten ist, lesen Sie im zweiten Teil der Serie „Sabbatical – das Sabbatjahr“. Im Weiteren betrachten wir dann unter anderem auch die Themen Urlaubsanspruch, Sozialversicherung und Inhalte zum Arbeitsvertrag.

Wie Sie sich finanziell bereits heute auf Ihr Sabbatjahr vorbereiten können, lesen Sie hier

 

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Schauen Sie auch in die Rubriken: Geld – Wohnen –Familie –Freizeit

 

 

Qellen: wikipedia.org, Karrierebibel.de, avantgarde-experts.de, sabbatjahr.org, personio.de, focus.de, arag.de

Bilder: Adobe

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