Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Der Umweltbonus fördert den Erwerb von Elektroautos

veröffentlicht am 6. April 2021

Der Umweltbonus fördert den Erwerb von Elektroautos

Staatliche Unterstützung beim Kauf eines neuen Autos. Was sich im ersten Moment nach einem Wunschtraum anhört, ist jetzt Realität. Denn bis 2025 fördern Staat und Automobilhersteller den Kauf von E-Autos und Plug-in-Hybriden mit dem Umweltbonus.

Ein neues Auto kaufen – für viele in der momentanen Situation ein echter Lichtblick. Denn Lockdown-Verlängerungen, Ausgangsbeschränkungen und steigende Inzidenzwerte beherrschen derzeit unseren Alltag. Da ist die Auswahl der Lackfarbe, der Innenausstattung und der Alufelgen für Viele eine willkommene Abwechslung. Und dank des Umweltbonus wird jetzt auch noch ein Teil des Kaufpreises vom Bund und von den Automobilherstellern übernommen. Wenn das mal nicht Grund genug ist, sich ein neues Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid auszusuchen…

Im Folgenden geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Umweltbonus, mit dem nicht nur der/die Autokäufer*in entlastet, sondern auch die Elektromobilität und der Absatz von umweltfreundlichen Fahrzeugen gefördert wird.

 

Welche Voraussetzungen gelten für den Umweltbonus?

Grundsätzlich sind folgende Fahrzeuge förderfähig:
  • reine Batterieelektrofahrzeuge
  • von außen aufladbare Hybridelektrofahrzeuge (Plug-In Hybride)
  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • Plug-In Hybride mit einer elektrischen Reichweite von mindestens 40 km, ab 2022 von 60km und ab 2025 von 85 km
  • Fahrzeuge die höchstens 50 g CO2-Emmissionen pro km verursachen
  • Fahrzeuge mit mindestens vier Rädern für die Personenbeförderung und höchstens acht Sitzplätzen (Klasse M1) bzw. für die Güterbeförderung eine zulässige Gesamtmasse bis zu 3,5 Tonnen (Klasse N1).
  • Nettolistenpreis des Basismodells in Deutschland maximal 65 000 Euro (Voraussetzung für den Bundesanteil)

 

Darüber hinaus gelten beim Kauf eines Neuwagens andere Voraussetzungen, als beim Kauf eines Gebrauchtwagens. Die wichtigsten Informationen zu beiden Fahrzeugvarianten im Überblick:

Voraussetzungen beim Erwerb eines Neuwagens

    • Das Fahrzeug muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) stehen.
    • Die Erstzulassung darf maximal ein Jahr zurückliegen.
    • Das Fahrzeug muss in Deutschland mindestens sechs Monate auf den Antragsteller zugelassen sein. Im Fall eines Leasingfahrzeugs erhöht sich die Mindesthaltedauer auf 12 bzw. 24 Monate, je nach Leasingdauer.
    • Der Bundesanteil am Umweltbonus wurde wegen der Corona-Krise für Neufahrzeuge mit einer Erstzulassung zwischen dem 3. Juni 2020 und dem 31.12.2021 als Innovationsprämie verdoppelt. Beim Autogipfel am 17. November 2020 wurde jedoch beschlossen, die Förderung vonseiten des Bundes noch bis Ende 2025 zu verdoppeln.

Voraussetzungen beim Kauf eines Gebrauchten

    • Das Fahrzeug muss auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge des Bafa stehen.
    • Die Erstzulassung muss nach dem 4. November 2019 in einem EU-Staat erfolgt sein.
    • Die Erstzulassung des Fahrzeuges darf maximal 12 Monate betragen und die Laufleistung 15.000 Kilometer nicht überschreiten.
    • Für das Fahrzeug darf noch keine Förderung beantragt worden sein.
    • Das Fahrzeug muss in Deutschland mindestens sechs Monate auf den Antragsteller zugelassen sein. Im Fall eines Leasingfahrzeugs erhöht sich die Mindesthaltedauer auf 12 bzw. 24 Monate, je nach Leasingdauer.
    • Um den maximal förderfähigen Bruttogesamtfahrzeugpreis zu errechnen, werden wegen des typischen Wertverlusts auf dem Wiederverkaufsmarkt 80 Prozent des Listenpreises des Neufahrzeugs angesetzt (brutto, inklusive Sonderausstattung und ohne Berücksichtigung von Preisnachlässen) und der Bruttoherstelleranteil davon abgezogen. Der Kaufpreis darf für die Förderung diesen Wert nicht übersteigen.
    • Wie bei den Neuwagen war auch bei jungen Gebrauchtwagen bisher Voraussetzung für den Umweltbonus, dass die Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 bis zum 31. Dezember 2021 erfolgen musste. Auch im Gebrauchtwagenbereich wurde die Prämie nun bis Ende 2025 verlängert.
Elektroauto beim Laden an der heimischen Wallbox

 

Wie hoch ist der Umweltbonus?

Je nachdem, für welches Fahrzeug man sich entscheidet, ergeben sich durch den erhöhten Umweltbonus folgende Fördersummen:

Reine Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeuge sowie Fahrzeuge mit keiner CO2-Emission

  • 9.000 Euro bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro (6.000 Bundes- und 3.000 Euro Herstelleranteil)
  • 7.500 Euro bei einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro und unter 65.000 Euro (5.000 Bundes- und 2.500 Euro Herstelleranteil)

Plug-in-Hybride sowie Fahrzeuge mit weniger als 50g CO2-Emission pro km

  • 6.750 Euro bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro (4.500 Bundes- und 2.250 Euro Herstelleranteil)
  • 5.625 Euro bei einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro und unter 65.000 Euro (3.750 Bundes- und 1.875 Euro Herstelleranteil)

Wie und wann ist der Förderantrag zu stellen?

Die Förderung des Herstellers wird gleich direkt vom Listenpreis abgezogen und entsprechend im Kaufvertrag vermerkt. Dementsprechend muss der/die Käufer*in um die entsprechende Prämie weniger für das Fahrzeug bezahlen.

Den Antrag zur Förderung aus Bundesmitteln müssen Verbraucher*innen hingegen in einem einstufigen vollelektronischen Verfahren stellen. Zuvor muss das Fahrzeug allerdings gekauft und zugelassen sein sowie alle Voraussetzungen für die Förderung erfüllt sein. Außerdem sollten vor Antragstellung alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, denn diese müssen mit dem Antrag zusammen eingereicht werden. Sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann der Antrag beim Bafa innerhalb eines Jahres ab dem Zulassungsdatum gestellt werden. Antragsberechtigt sind sowohl Privatpersonen, wie auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine.

 

Gibt es neben dem Umweltbonus zusätzliche Vergünstigungen für E-Autos und Hybride?

Auch ein E-Kennzeichen kann zusätzliches Geld sparen. Denn in vielen Städten ist das Parken auf öffentlichen Parkplätzen damit kostenfrei. Zwar klingt das im ersten Moment nicht nach viel Ersparnis, kann sich im Laufe der Zeit aber durchaus aufsummieren. Außerdem ist das Aufladen an einer vom Arbeitgeber bereitgestellten Tankstelle für Elektroautos steuerfrei. Denn anders als das bei vielen anderen Arbeitgebervergünstigungen muss die Tankfüllung nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden. Außerdem sind Elektroautos zehn Jahre lang von der KfZ-Steuer befreit. Und seit Ende 2020 lässt sich der Umweltbonus jetzt sogar mit anderen Förderprogrammen kombinieren. Möglich ist das beispielsweise mit dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ sowie dem Flottenaustauschprogramm „Sozial und Mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit oder lokalen Förderprogrammen einzelner Bundesländer.

Parkplätze mit Ladestation rein für Elektroautos

 

Wie stark wird der Umweltbonus bisher genutzt?

Von 2016 bis 2019 gingen insgesamt nur knapp 165.000 Anträge ein, hier sorgte vor allem die Verdopplung der staatlichen Förderung Mitte des Jahres 2020 für einen deutlichen Anstieg der Zahlen. So gingen im zweiten Halbjahr 2020 über 200.000 Anträge ein und damit innerhalb eines halben Jahres mehr als in den vergangenen vier Jahren zusammen. Die ausbezahlte Fördersumme lag am Jahresende 2020 bei insgesamt mehr als 652 Millionen Euro.

Zudem veröffentlicht das Bafa monatlich die aktuellen Zahlen zum Förderprogramm Elektromobilität. Demnach sind Stand 01.03.2021 bisher 496.348 Förderanträge dort eingegangen. Davon 288.076 auf reine Batterieelektrofahrzeuge, 208.086 auf Plug-in-Hybride und immerhin 186 auf Brennstoffzellenfahrzeuge. Alleine auf Bayern entfielen davon insgesamt 90.849 Anträge. Damit liegt Bayern im bundesweiten Vergleich hinter Nordrhein-Westfalen auf Platz zwei. An der Spitze der Hersteller befindet sich momentan Volkswagen mit 73.507 Fahrzeugen, befolgt von Renault mit 56.161 und BMW mit 53.814. Das erfolgreichste Modell stammt allerdings von einem ganz anderen Hersteller. Es ist der smart EQ fortwo (Modell 2017 / BR453) mit 15.413 gestellten Förderanträgen, jedoch dicht gefolgt vom VW e-up! mit einer Anzahl von 14.320 Anträgen.

Entsprechend der steigenden Zahl an Förderanträgen stiegt auch die Zahl der produzierten Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich an.

Infografik: Produktion von E-Autos nimmt Fahrt auf | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Egal ob man sich für ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybriden entscheidet, der Erwerb des Fahrzeugs sowie der Einbau von Stromleitung und Wallbox können durchaus teuer werden. Wenn der Umweltbonus alleine nicht reicht, um die finanzielle Lücke zu füllen, kann der Autokredit der Sparkasse Freising die Lösung sein. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Und als Online-Banking Kunde der Sparkasse Freising können Sie Ihren Kredit innerhalb weniger Minuten gleich direkt online abschließen.

 

Gleich zum Themendienst anmelden und künftig keinen Beitrag verpassen.

Schauen Sie auch in die Rubriken: Beruf Wohnen – FamilieFreizeit

 

Quellen: bafa.de, autozeitung.de, adac.de, statista.com, stock.adobe.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Der Wechsel von fossilen Brennstoffen auf Alternativen ist unausweichlich. Aber auch die aktuell gehypten Elektofahrzeuge weisen einige Schwächen auf in Punkto Reichweite und Aufladung. Lösung verspricht nun ein schweizer Unternehmen.

veröffentlicht am 20. März 2018

Der Wechsel von fossilen Brennstoffen auf Alternativen ist unausweichlich. Aber auch die aktuell gehypten Elektofahrzeuge weisen einige Schwächen auf in Punkto Reichweite und Aufladung. Lösung verspricht nun ein schweizer Unternehmen.

Mehr lesen

Bei einem schweren Verkehrsunfall entscheiden oft Sekunden über Leben und Tod. Der lebensrettende Notruf ist den Unfallbeteiligten aber oft nicht mehr möglich. Gut, dass den in Zukunft der eCall übernimmt. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum neuen Notrufsystem.

veröffentlicht am 2. Mai 2018

Bei einem schweren Verkehrsunfall entscheiden oft Sekunden über Leben und Tod. Der lebensrettende Notruf ist den Unfallbeteiligten aber oft nicht mehr möglich. Gut, dass den in Zukunft der eCall übernimmt. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum neuen Notrufsystem.

Mehr lesen

In unserer Reihe „Das Büro der Zukunft“ beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie verändert sich unser Arbeitsplatz in den nächsten Jahren und Jahrzehnten? Dabei gehen wir sowohl auf bestehende Konzepte ein, beleuchten aber auch innovative und visionäre Ideen.

veröffentlicht am 2. Mai 2018

In unserer Reihe „Das Büro der Zukunft“ beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie verändert sich unser Arbeitsplatz in den nächsten Jahren und Jahrzehnten? Dabei gehen wir sowohl auf bestehende Konzepte ein, beleuchten aber auch innovative und visionäre Ideen.

Mehr lesen