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Mit oder ohne Elektromotor auf zwei Rädern unterwegs

veröffentlicht am 1. März 2021

Mit oder ohne Elektromotor auf zwei Rädern unterwegs

Während viele andere Branchen unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie litten, durfte sich die Fahrradindustrie im vergangenen Jahr über steigende Umsätze freuen. Und das wird sich voraussichtlich auch in diesem Jahr nicht ändern. Denn die Nachfrage an Rädern, ob mit oder ohne Elektromotor, ist nach wie vor ungebrochen. 

Während der Corona-Pandemie mussten sich Menschen weltweit stark einschränken. Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen sowie Ein- und Ausreisestopps haben zu harten Einschnitten im gewohnten Leben geführt. Und gerade der Drang nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass gerade die Fahrradindustrie während dieser Zeit eine massive Absatzsteigerung verzeichnen konnte. Denn egal, ob mit oder ohne Elektromotor, bietet das Fahrrad doch zumindest ein gewisses Maß an Freiheit, Unabhängigkeit und Abwechslung. Deswegen wurde das Fahrrad für viele sozusagen symbolisch zu „den Rädern, die die Welt bedeuten“. Und vermutlich wird der Trend zu Ausflügen in die Natur, mehrtägigen Fahrradtouren oder ganzen Radurlauben auch in diesem Jahr anhalten. Wer also noch kein eigenes Fahrrad, Pedelec oder E-Bike besitzt, sollte sich möglichst bald danach umsehen. Denn wie John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, bereits sagte: „Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“ Also nichts wie rauf aufs Fahrrad und raus in die Natur. Und zwar egal bei welcher Witterung und zu welcher Jahreszeit, denn auch beim Radfahren gilt, es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung oder Ausrüstung.

 

Radfahren im Winter

Gerade während der kalten Jahreszeit verzichten viele, ob notgedrungen oder freiwillig, auf Sport im Freien. Denn nach der Arbeit ist es meist schon dunkel und eine schnee- oder eisbedeckte Fahrbahn ist auch nicht unbedingt der ideale Untergrund, um zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren. Wer sich aber trotzdem aufrafft und auf sein Fahrrad setzt, für den sollte das richtige Outfit sowie ausreichend Beleuchtung Grundvoraussetzung sein. So sollte die Kleidung nicht nur warm, sondern vor allem auch gut sichtbar sein. Eine Warnweste über der Jacke oder reflektierende Bänder an Armen und Beinen sind dafür bestens geeignet. Mindestens genauso wichtig wie von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden ist aber auch das eigene vorausschauende und umsichtige Fahrverhalten. Denn so lassen sich Stürze oder Unfälle oft noch im Vorfeld vermeiden. Wichtig ist, auf rutschigem Untergrund nicht unbedingt zu bremsen und in der Kurve nicht zu stark zu treten. Außerdem gilt es während der Fahrt auf glitschige Blätter oder überfrierende Nässe zu achten.

Ein besonderes Augenmerk sollten Radfahrer in dieser Zeit auch auf die Pflege ihres Zweirads legen. Denn gerade Schneematsch, Nässe und Streusalz greifen Felgen und Bremsbeläge an. Eine kurze Kontrolle vor jeder Fahrt sowie regelmäßiges Reinigen von Rädern, Bremsen und Beleuchtung sollten daher für jeden verantwortungsvollen Fahrradfahrer dazu gehören.

Fahrradfahrerin im Winter

 

Mit Muskelpower und/oder Elektromotor unterwegs

Fahrradfahren ist so beliebt wie schon lange nicht mehr. Zeit an der frischen Luft, Bewegung in der freien Natur sowie der Wunsch nach Abwechslung und Freiheit haben im letzten Jahr zu einem regelrechten Run auf die Fahrradgeschäfte geführt. Außerdem macht es das Fahrrad möglich, auf relativ einfache und schnelle Art und Weise die nähere und weitere Umgebung zu erkunden. Wochen-, ja teilweise sogar monatelange Wartezeiten auf das neue Rad waren die Folge. Und gerade der Markt rund um die Elektrofahrräder boomt. Umgangssprachlich oft als „E-Bike“ bezeichnet, unterscheidet man im Bereich der Elektroräder jedoch grundsätzlich zwischen drei Modellen.

Pedelec

Das Pedelec ist die am häufigsten verbreitete Form des Elektrofahrrads. Es wird grundsätzlich mit der Muskelkraft des Fahrers betrieben. Der Hilfsmotor unterstützt den Fahrer lediglich beim Treten und das auch nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer noch schneller fahren will, muss das dann aus eigener Kraft bewerkstelligen. In Sachen Unterstützung kann der Fahrer je nach Gelände und Vorliebe aus mehreren Stufen auswählen. Die Leistung des Elektromotors darf jedoch 250 Watt nicht übersteigen.

Fahrrad mit Elektromotor
S-Pedelec

Das S-Pedelec ist eine besonders sportliche Variante des Pedelecs, bei der der Motor eine Leistung von bis zu 500 Watt haben darf. Da die Unterstützung des Motors erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abschaltet, handelt es sich jedoch nicht mehr um ein Fahrrad, sondern um ein Kleinkraftrad. Dementsprechend ist für die schnelle Klasse des Pedelecs eine Betriebserlaubnis sowie eine Versicherung und ein Kennzeichen notwendig. Außerdem muss der Fahrer mindestens 16 Jahre als sein, einen Helm tragen und den Führerschein der Klasse AM besitzen. Das Anbringen eines Kindersitzes oder eines Anhängers ist bei einem S-Pedelec hingegen nicht erlaubt, ebenso wenig die das Befahren von Radwegen. Außer auf speziellen Wegen mit dem Hinweisschild „Mofas frei“.

E-Bike

Bei einem E-Bike handelt es sich um ein motorisiertes Rad, das mithilfe eines Drehgriffs oder Schaltknaufs, auch ohne Pedalunterstützung fährt. Aus diesem Grund handelt es sich dabei auch nicht mehr um ein Fahrrad im eigentlichen Sinn. Je nach Leistung und Höchstgeschwindigkeit unterscheidet die Straßenverkehrszulassungsverordnung zwischen drei verschiedenen Ausführungen. Ein Fahrzeug gilt als Kleinkraftrad oder Leichtmofa, wenn die Motorleistung unter 500 Watt liegt und die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschritten wird. Um ein solches E-Bike zu nutzen, ist ein Mindestalter von 15 Jahren, eine Betriebserlaubnis, eine Mofa-Prüfbescheinigung sowie eine Versicherung und ein Kennzeichen Voraussetzung. Eine Helmpflicht besteht in diesem Fall jedoch nicht.

Das ändert sich allerdings, bei einem E-Bike mit einer maximalen Geschwindigkeit von 25 km/h. Denn dann gilt es offiziell als Mofa und es besteht zusätzlich zu den oben genannten Auflagen eine Helmpflicht. Für die dritte Variante mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h muss der Fahrer sogar mindestens 16 Jahre als sein und einen Führerschein der Klasse AM besitzen. Zusätzlich gilt auch hier die Pflicht zum Tragen eines Sicherheitshelms sowie zur Versicherung des Fahrzeugs. Wie beim S-Pedelec darf auch am E-Bike kein Kindersitz oder Anhänger befestigt und normalerweise nicht auf Radwegen gefahren werden.

 

Elektro-Lastenrad eröffnet neue Möglichkeiten

Kurierdienste oder die Post haben es bereits seit geraumer Zeit für sich entdeckt. Das Elektro-Lastenrad. Denn gerade in der Stadt ist es das ideale Fortbewegungsmittel, um schwere Dinge von A nach B zu transportieren. Zudem sind sie nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch noch deutlich günstiger sowie stress- und staufreier zu bewegen als ein Auto. Und auch die lästige Parkplatzsuche erübrigt sich dank des Lastenrades. Und genau diese Vielzahl an Vorteilen überzeugt jetzt auch immer mehr Privatpersonen. Denn die rollenden Transportboxen sind nahezu unbegrenzt einsetzbar. Ob Supermarkteinkäufe transportieren, die Kinder in den Kindergarten fahren oder Material aus dem Baumarkt abholen, dank einem Lastenrad mit Elektromotor ist das alles kein Problem. Außerdem lässt sich mit dem Extraschub an Geschwindigkeit, die Balance noch besser halten und auch weitere Strecken lassen sich ohne große Schwierigkeiten zurückzulegen. Einziges Manko, für Kinder ist eine extra dafür vorgesehene Sitzfläche mit einem 5-Punkt-Gut statt des normalen Fahrradkindersitzes erforderlich.

Lastenrad mit Elektromotor

Auch viele Städte, Kommunen und Arbeitgeber haben die Vorteile der Lastenräder bereits erkannt. Daher fördern viele von ihnen den Erwerb der umweltfreundlicheren, saubereren und leiseren Alternative zum Auto. Teilweise wird der Erwerb von öffentlicher Seite sogar mit bis zu 2.000 Euro gefördert. Oder aber der Arbeitgeber bietet für seine Arbeitnehmer die Möglichkeit eines „Jobrades“ oder „Dienstfahrrades“. In diesem Fall ist das Lastenrad mit einem Dienstauto gleichzusetzen, mit ähnlichen steuerlichen wie finanziellen Vorteilen. Gibt es jedoch keine finanzielle Unterstützung von Stadt, Gemeinde oder Arbeitgeber kann der Kaufpreis für das Elektro-Lastenrad doch deutlich zu Buche schlagen. Je nach Modell sind Preise von 2.000 bis hin zu 5.000 Euro keine Seltenheit mehr. Ist das notwendige finanzielle Polster dafür jedoch nicht vorhanden, gibt es immer noch die Möglichkeit das Fahrzeug zu finanzieren und sich so den Wunsch vom umweltschonenden Transportmittel zu erfüllen.

 

Tipps für den Fahrradkauf

All diejenigen, die sich dieses Jahr ein neues Fahrrad kaufen möchten, sollten sich daher auf jeden Fall möglichst bald umsehen. Und das am besten in einem Fachgeschäft. Denn die Zeiten in denen man einfach ein Damen- oder Herrenrad kauft, sind längst vorbei. Nicht nur, dass man sich zwischen einem Citybike, einem Trekkingrad, einem Tiefeinsteiger oder einem Urban Bike entscheiden muss, jetzt ist auch noch die Frage, ob mit reiner Muskelkraft betrieben oder doch lieber mit Elektromotor? Aufschluss darüber, welches der zahlreichen Modelle nun das Richtige ist, kann nur ein Fachmann/-frau geben. Auch mit professioneller Hilfe sollten Sie dennoch diese einfachen, aber durchaus effektiven Tipps beim Fahrradkauf beachten:

  • Notieren Sie, wenn auch nur gedanklich, vorab Ihre Wünsche und Anforderungen an das neue Fahrrad.
  • Legen Sie das Budget für Fahrrad und Zubehör möglichst exakt fest.
  • Eignen Sie sich einen gewissen Schatz an Grundkenntnisse zum gewünschten Fahrradmodell an.
  • Vereinbaren Sie möglichst einen Termin in einem geeigneten Fachgeschäft.
  • Machen Sie mit dem ausgewählte Modell auf jeden Fall eine Probefahrt um es auch in der Praxis zu testen.
  • Lassen Sie sich Ihr neues Fahrrad möglichst gleich direkt vor Ort anpassen.
Frau lässt sich in einem Fahrradgeschäft von einem Fachmann beraten

Wer sich für ein neues Fahrrad entscheidet, sollte sich demnach vorher zumindest einen Überblick über die einzelnen Modelle verschaffen. Denn wie beschrieben, ist das landläufige „E-Bike“ nicht unbedingt gleichzusetzen mit dem echten E-Bike. Eins haben jedoch alle Fahrräder gemeinsam, sie können den Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit zumindest ein Stück weit erfüllen.

Abschließend bleibt nun nur noch zu sagen: Allen fleißigen Fahrradfahrern viel Spaß, unfallfreie Fahrt und viele unvergessliche Momente und Erlebnisse auf ihren zwei Rädern.

 

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Quelle: ADFC, bussgeldkatalog.org, sparkasse.de

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