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Die Sanierung der Immobilie: CO2-Bilanz verbessern

veröffentlicht am 1. März 2021

Die Sanierung der Immobilie: CO2-Bilanz verbessern

Knapp ein Fünftel aller CO2-Emissionen werden in Deutschland durch private Häuser und Wohnungen produziert. Dabei würde sich die CO2-Bilanz mit ein paar einfachen, aber effektiven Maßnahmen deutlich verbessern und dazu noch bares Geld sparen lassen.

Wenn das Leben auf der Erde auch für nachfolgende Generationen noch lebenswert sein soll, müssen wir den CO2-Ausstoß massiv verringern. Nur so lässt sich die globale Klimaerwärmung begrenzen und unser Lebensraum auf Dauer erhalten. Dass wir dieses Ziel jedoch nur gemeinsam erreichen können und dafür alle weltweit an einem Strang ziehen müssen, ist nicht erst seit dem Pariser Klimaabkommen klar. Dort wurde die Vereinbarung getroffen, die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Da die globale Klimaerwärmung maßgeblich durch die steigenden CO2-Emissionen verursacht wird, haben sich die Staats- und Regierungschefs der EU im Dezember 2019 auf ein langfristiges Klimaziel geeinigt. Bis 2050 soll demnach möglichst Treibhausgasneutralität erreicht werden. Für alle Bereiche, in denen auch dann noch Emission entstehen, sollen bestimmte Prozesse die verbliebenen Restemissionen ausgleichen. Eine Möglichkeit wären beispielsweise nachhaltig bewirtschaftete Wälder und Böden, die wiederum die Treibhausgase aus der Atmosphäre filtern.

Damit das gelingt, müssen jedoch nicht nur große Firmen ihren CO2 Ausstoß deutlich verringern. Auch jede/r Einzelne muss seinen Beitrag dazu leisten, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern. Denn auch im privaten Bereich gibt es dafür ausreichend Möglichkeiten. Eine der Effektivsten ist die eigene Immobilie energieeffizienter und somit klimafreundlicher zu gestalten.

 

Wirkungsvolle Sanierungsmaßnahmen um CO2 einzusparen

Wärmedämmung

Eins der einfachsten und effektivsten Mittel, um Heizkosten und damit CO2 zu sparen ist, sein Haus zu Dämmen. Dadurch geht weniger Wärme verloren und es muss entsprechend weniger Energie nachproduziert werden. Da Dach, Außenwände und Geschossdecken den größten Teil der äußeren Gebäudehülle ausmachen, ist dort der potenzielle Wärmeverlust am höchsten, umgekehrt besteht dort aber auch das größte Sparpotential. So können Eigenheimbesitzer mit einer Dämmung bis zu einem Viertel der bisherigen Energiekosten sparen und damit erheblich zur CO2 Einsparung beitragen. Die Dämmung des Eigenheims ist jedoch eine komplexe Angelegenheit und sollte dementsprechend sorgfältig geplant und von Experten durchgeführt werden.

Unterschiedliches Material zur Dämmung des Eigenheims
Fenster austauschen

Durch einfach verglaste Fenster oder alte, poröse Dichtungen geht gerade bei Altbauten viel Energie verloren. Mit dem Austausch der alten Fenster lässt sich dementsprechend einiges an Energie und somit auch an CO2 einsparen. Eine Dreifachverglasung, die in Neubauten mittlerweile schon fast zum Standard gehört, weißt im Gegensatz zur Einfachverglasung die fünffache Dämmwirkung auf. Spezielle Dreifachverglasungen mit Wärmedämmglas sogar bis zu dem Zehnfachen. So lassen sich mit neuen Fenstern die Heizkosten eines Einfamilienhauses im Schnitt um 500 Euro pro Jahr senken. Zudem wird so bis zu einer Tonne CO2 jährlich weniger ausgestoßen. Ein zusätzlicher positiver Nebeneffekt – neue Fenster halten nicht nur die Wärme drinnen, sondern auch den Lärm draußen. Da sie jedoch so viel besser abdichten als ihre Vorgänger, findet entsprechend kein natürlicher Luftaustausch mehr statt. Für ein gutes Raumklima und um Schimmel vorzubeugen ist ausreichendes Lüften in diesem Fall umso wichtiger.

Neu eingebautes Fenster in einem alten Haus
Heizung erneuern

Am meisten Einsparpotential in Sachen CO2-Ausstoß bietet der Austausch der alten Heizungsanlage. Ein Wechsel auf eine energieeffizientere Technik kann bis zu 50 Prozent des CO2-Ausstoßes einsparen. Eine neue Heizungspumpe beispielsweise kann ihre Leistung an den Wärmebedarf im Haus anpassen. Anders als das alte Modell, nicht mehrere Stunden pro Tag umsonst, läuft sie so nur bei Bedarf. Dementsprechend sparen Hausbesitzer mit dem Austausch der Heizungspumpe Energiekosten und reduzieren ihren CO2-Ausstoß. Eine weitere Möglichkeit um den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern ist, die alte Ölheizung durch eine Solaranlage, ein modernes und effizientes Brennwertgerät, eine Wärmepumpe oder eine Holzheizung zu ersetzen. So lässt sich nicht nur der CO2-Ausstoß verringern, sondern in den meisten Fällen auch der Energieverbrauch deutlich senken. Und gerade wenn es um den Austausch der alten Heizungsanlage geht, kommen durchaus neben der klassischen Finanzierung auch verschiedene Förderkredite und -programme der KfW infrage. Sich rechtzeitig zu informieren lohnt sich daher durchaus.

 

Möglichkeiten die CO2-Bilanz ohne bauliche Veränderungen zu verbessern

Auch all diejenigen die keine eigene Immobilie besitzen, können einen Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz leisten. Mit ein paar einfachen, aber durchaus effektiven Maßnahmen lassen sich auch in der Mietwohnung oder der WG ganz einfach Energie- und/oder Heizkosten sparen.

Stromanbieter wechseln

Schon der Wechsel zu einem Ökostromanbieter kann einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz beitragen. Am besten geeignet ist dafür ein Anbieter, der das „OK-Power-Label“ oder das „Grüner Strom Label“ trägt. Denn sie fördern mit einem festgelegten Betrag je verbrauchter Kilowattstunde den Ausbau von erneuerbaren Energien, beispielsweise von Solar- oder Windkraftanlagen, sowie von innovativen Projekten zur Energiewende. Zudem verzichten sie darauf, Energie aus Atom- oder Kohlekraftwerken zu beziehen oder finanziell daran beteiligt zu sein. Ein Privathaushalt mit zwei Personen und einer Wohnfläche von 70 Quadratmetern kann allein durch den Wechsel des Stromanbieters bereits rund eine Tonne CO2 pro Jahr einsparen.

Heizkosten sparen

Bereits das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad spart über das Jahr gesehen einiges an CO2-Emission. Am einfachsten funktioniert das mit einem Raumthermostat. Es regelt die Temperatur der einzelnen Räume bzw. der gesamten Wohnung automatisch und hält sie so über den ganzen Tag konstant. Zudem kann man diese Thermostate entsprechend auf Tages- und Nachttemperatur programmieren und so durch eine automatische Nachtabsenkung zusätzlich sparen. Auch Stoßlüften statt des beliebten Dauerkippens hilft, Heizkosten und damit CO2-Emissionen zu sparen.

Thermostat am Heizkörper regeln
Energiekosten senken

Gerade alte Haushaltsgeräte sind wahre Stromfresser und sind damit maßgeblich mit für den persönlichen CO2-Ausstoß verantwortlich. Ein neuer Kühlschrank der Effizienzklasse A+++ kann im eigenen Haushalt bis zu 130 Kilo CO2 pro Jahr einsparen. Um das Einsparpotential korrekt zu berechnen ist jedoch auf jeden Fall das Alter sowie der Energieverbrauch des bisherigen Modells zu beachten. So kann es durchaus sein, dass das fünf Jahre alte Gerät noch den aktuellen Standards entspricht und der Kauf eines Neuen mehr CO2 verursacht als einspart. Denn bei der Produktion eines Neugeräts fallen selbstverständlich auch wieder Treibhausgase an. Eine andere Möglichkeit um Energie zu sparen, klassische Glühbirnen durch neue LED- oder Energiesparlampen ersetzen. Oder Fernseher, Laptops und Heimkinosysteme komplett auszuschalten statt sie im Standby-Modus zu belassen.

Egal für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, das Wichtigste ist, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst wird. Denn nur gemeinsam lässt sich der CO2-Ausstoß verringern, die Erderwärmung bremsen und damit unser Planet auch für künftige Generationen erhalten.

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch „Die Sanierung der Immobilie: Das gilt es zu beachten“.

 

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Quellen: quarks.de, bmu.de, effizienzhaus-online.de, haus.de, stock.adobe.com

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