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Die Sanierung der Immobilie: Das gilt es zu beachten

Die Sanierung der Immobilie: Das gilt es zu beachten

Wer nach der Bedeutung des Wortes „Sanierung“ sucht, wird nicht nur eine, sondern gleich mehre davon finden. Denn es wird sowohl im medizinischen Bereich, wie auch im Wirtschaftssektor und in der Baubranche verwendet. Im Grunde genommen bedeutet es jedoch immer das gleiche: Irgendetwas muss beseitigt werden, um dadurch letztendlich eine Verbesserung zu erzielen.

 

Im Duden heißt es beispielsweise zum Thema sanieren „durch Renovierung, Modernisierung, Umbau oder teilweisen Abriss und Neubau umgestalten und neuen Bedürfnissen anpassen“. Diese Definition trifft ziemlich exakt die Anforderungen, die eine Sanierung im Immobilienbereich mit sich bringt. Und genau das macht die Sanierung eines Hauses in der Regel zu einer durchaus kosten- und zeitintensive Angelegenheit sowie zu einer nervenaufreibenden und anstrengenden Zeit. Um einen Rundumschlag möglichst zu vermeiden, entscheiden sich viele Eigentümer daher dazu, Ausbesserungs- und Austauscharbeiten kontinuierlich über die Jahre hinweg umzusetzen. Das ist zwar insgesamt gesehen nichts Anderes als eine Komplettsanierung, jedoch mit dem Vorteil den Stress- und Kostenfaktor insgesamt etwas zu entzerren.

Ganz anders sieht es allerdings aus, wenn ein sanierungsbedürftiges Haus gekauft oder geerbt wird. In solchen Fällen stellt sich dem neuen Hausbesitzer die Frage: Wie packe ich dieses Großprojekt denn nun am besten an?

Dach- und Dachgeschosssanierung

 

Die drei goldenen Regeln einer Sanierung

1. Der Beginn erfolgt erst nach fundierter Planung und einem stimmigen Gesamtkonzept – am besten in Zusammenarbeit mit Experten.

2. Schadensbegrenzung hat stets oberste Priorität.

3. Die Sanierungsmaßnahmen beginnen außen und erst dann im Inneren.

 

Ein grober Überblick der einzelnen Schritte

Ist-Zustand der Immobilie überprüfen

Teilweise lassen sich Schäden an einer Immobilie bereits mit bloßem Auge erkennen. Ein löchriges Dach, feuchte oder schimmlige Wände und undichte Fenster sind meist auch für Laien schnell auszumachen. Eine wirklich aussagekräftige Analyse zum aktuellen Zustand des sanierungsbedürftigen Hauses kann jedoch nur ein Profi geben. Denn die schwerwiegendsten und am aufwendigsten zu beseitigenden Schäden bleiben auf den ersten Blick meist unsichtbar. Ausschlaggebend, um einen Überblick der anstehenden Sanierungsmaßnahmen zu erhalten, sind vielmehr der Zustand der Heizungsanlage, das Fundament unter dem Fußboden oder der Zustand der Wasser- und Abwasserrohre. Zudem ist Expertenwissen gerade in Fragen des Denkmalschutzes oder bei den Voraussetzungen bestimmter Förderprogramme von essenzieller Bedeutung.

Detaillierte Planung

Sind alle Schäden ausgemacht, kann der Experte anschließend mit der fundierten Planung aller notwendigen Maßnahmen beginnen sowie einen zeitlichen Ablauf erstellen. Höchste Priorität haben dabei selbstverständlich die größten und schwerwiegendsten Schäden am Gebäude. Ist beispielsweise das Dach undicht, das Mauerwerk feucht oder eine Außendämmung notwendig, sollten diese Arbeiten zu aller erst erfolgen. Anschließend geht es dann an die weiteren Arbeiten. Entspricht die Raumaufteilung beispielsweise nicht den Vorstellungen des Eigentümers, muss gegebenenfalls eine Wand eingerissen oder an anderer Stelle eine neue Zwischenwand eingezogen werden. Oder das Haus soll mit größeren Fenstern und Dreifachverglasung ausgestattet werden. Auch eine moderne Fußbodenheizung statt der alten Heizkörper ist im Zuge der Sanierung durchaus denkbar. Jede einzelne Veränderung muss jedoch bereits bei der Planung berücksichtigt und entsprechend eingetaktet werden. Nur so lässt sich am Ende ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen.

Aufbau Haus nach Sanierung
Angebote einholen

Sobald das Gesamtkonzept mit allen notwendigen Maßnahmen steht, sind konkrete Angebote einzuholen. Dabei gibt es die Möglichkeit, die Sanierung komplett in die Hand einer erfahrenen Baufirma zu geben, die sich dann entsprechend um alles Weitere kümmert, oder aber die Handwerker einzeln zu beauftragen und damit die Koordination und Organisation der einzelnen Gewerke selbst zu übernehmen. Egal für welche Variante sich der Eigenheimbesitzer jedoch entscheidet, erst mit konkreten Angeboten lassen sich die einzelnen Betriebe vergleichen und die tatsächlichen Kosten der Sanierung absehen.

Finanzierung sicherstellen

Auf der Basis der Angebote kann dann eine konkrete Finanzierungsplanung erfolgen. Um auch hier ein stimmiges Gesamtkonzept zu erzielen, sollten Eigenheimbesitzer im Bezug auf Eigenkapitaleinsatz, Baufinanzierungskredit und staatlicher Förderungen ebenfalls auf den Rat von Experten vertrauen. Zumal eine ausführliche Beratung Aufschluss darüber geben kann, ob alle Maßnahmen sofort umgesetzt werden können oder manches, mangels der dafür notwendigen finanziellen Mittel, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden muss. In diesem Fall sollte die vorab erstellte Planung der Maßnahmen noch einmal genau gesichtet und nach Prioritäten gestaffelt werden.

Die Umsetzung

Steht die Finanzierung auf soliden Beinen können die Handwerker mit der Sanierung beginnen. Da die einzelnen Arbeiten aufeinander aufbauen und die jeweiligen Gewerke voneinander abhängig sind, zahlt sich eine umfassende und umsichtige Planung jetzt aus. Denn nur wenn der richtige Handwerker zum richtigen Zeitpunkt mit seiner Arbeit beginnt, kann das Gesamtprojekt funktionieren. Gerade bei einer Sanierung kann es allerdings auch während der Bau- und Umbauarbeiten noch zu Zwischenfällen und unvorhergesehenen Arbeiten kommen. Einen kleinen finanziellen Puffer sowie eine gewisse zeitliche Flexibilität sollten Immobilienbesitzer gerade bei einer aufwändigen und umfassenden Sanierung also mit einplanen.

Handwerklich begabte Hauseigentümer können einige Sanierungsarbeiten selbstverständlich auch in Eigenleistung erledigen. So lassen sich die Gesamtkosten der Sanierung teilweise noch einmal deutlich senken. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Arbeiten so erledigt werden, dass der mit dem nächsten Schritt beauftragte Handwerker im Nachhinein keine aufwändigen Nachbesserungsarbeiten leisten muss. Aber auch handwerklich weniger begabte Immobilienbesitzer können ihren Beitrag bei der anstehenden Sanierung leisten. Denn Arbeiten wie das Haus entrümpeln, Tapeten von den Wänden kratzen oder den alten Fußboden herausreißen lassen sich meist auch ohne großes Fachwissen bewerkstelligen.

Mit der abschließenden Abnahme bestätigt der Hausbesitzer oder der damit beauftragte Bauleiter am Ende die sachgemäße Ausführung der jeweiligen Handwerkerleistung. Ist alles zufriedenstellend umgesetzt, stellt der Handwerksbetrieb anschließend seine Rechnung. Und am Ende aller Sanierungsmaßnahmen bleibt dem Hausbesitzer dann nur noch eins – sich an der erfolgreichen Umsetzung erfreuen und die frisch sanierte Immobilie genießen.

Sanierung und Dämmung einer Außenwand

 

Noch ein kleiner Hinweis am Rande

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Frist für die Beantragung des Baukindergeldes verlängert. Dementsprechend können auch Familien, die bis zum 31. März 2021 eine Immobilie kaufen oder eine Baugenehmigung erhalten, noch in den Genuss des Baukindergeldes kommen. Dafür muss der Antrag allerdings innerhalb von sechs Monaten nach dem Tag des Einzugs gestellt werden. Je Kind und Jahr beläuft sich die Förderung dann auf 1.200 Euro und das für insgesamt 10 Jahre. Alle weitere  Informationen dazu finden Interessierte auf den Seiten der KfW.

 

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir die einzelnen Bereiche der Gebäudesanierung noch genauer betrachten. Seien Sie also schon gespannt, welche Artikel Sie wohl demnächst noch erwarten…!

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch „Die Sanierung der Immobilie: CO2-Bilanz verbessern“.

 

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Quelle: heimhaus.de, mein-eigenheim.de, stock.adobe.com

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