Das Wichtigste bei einem Fotoshooting oder einem Videodreh im Bereich Essen und Trinken ist es, dass das Produkt die gesamte Zeit über gut und ansprechend aussieht sowie alle Zutaten und Bestandteile immer gut sichtbar sind. Dementsprechend gestalten Foodstylisten die einzelnen Lebensmittel oder aber gleich ein ganzes Gericht exakt nach den Vorstellungen des Auftraggebers. Die Grundlage sind in den meisten Fällen echte Lebensmittel, die dann entsprechend präpariert, lackiert oder anderweitig aufgehübscht werden. Da kann es also durchaus einmal vorkommen, dass die Lammkeule durch Lack und Farbe gebräunt wird, die Weißbierkrone aus Eischnee besteht und die Grillstreifen beim Steak nachträglich eingebrannt werden. Es kommt aber durchaus auch vor, dass das Produkt mithilfe von verschiedensten Materialien, Chemikalien und Farben komplett neu kreiert wird. Dabei reichen die Möglichkeiten von Holz und Kunststoff über Gummi bis hin zu Lacken und Farben. Vorteil dabei, die so hergestellten Dummys können im Gegensatz zu echten Lebensmitteln durchaus öfter und länger verwendet werden.

Ein Foodstylist ist allerdings nicht nur für die perfekte Optik der Lebensmittel und Gerichte während des Fotoshootings oder Videodrehs zuständig. Er übernimmt im Vorfeld meist auch um den Einkauf der Lebensmittel, bereitet das Gericht zu und richtet es anschließend auf dem dafür bereitgestellten Teller an. Teilweise kümmert er sich auch um das komplette Gericht, sprich von der Entwicklung über das Schreiben bis hin zur Veröffentlichung eines Rezepts.

 

Der Beruf des Foodstylist

Wer sich für eine Ausbildung zum Foodstylist interessiert wird schnell feststellen, dass es keine gibt. Ebenso wenig wie es ein einheitliches Berufsbild oder allgemein gültige Aufgabengebiete gibt. Der beste Weg um Foodstylist zu werden, ist daher ein Praktikum bei einem erfahrenen Kollegen zu machen. Dort heißt es dann beobachten, lernen und am Besten gleich selber ausprobieren. So haben die meisten Foodstylisten ihre ersten Erfahrungen in diesem Beruf gesammelt. Zwar kommen viele von ihnen aus dem Koch- oder Konditorbereich oder haben früher als Fotograf gearbeitet, aber grundsätzlich sind sie alle Quereinsteiger. Mit einer entsprechenden Ausbildung verfügen sie jedoch bereits über das Grundwissen zu den einzelnen Lebensmitteln, deren Verwendung und dem richtigen Anrichten oder über das Gespür, wie man Dinge vor der Linse richtig in Szene setzt.

Zwei Foodstylistinnen bei der Arbeit

Aber egal aus welchem Bereich man kommt, angehende Foodstylisten müssen auf jeden Fall viel Disziplin, Fingerspitzengefühl, Kreativität und Geduld mitbringen, um langfristig zu bestehen. Zudem arbeiten die meisten von ihnen freiberuflich. Ein festes Angestelltenverhältnis ist hingegen eine echte Seltenheit. Außerdem zählen Arbeitstage von zehn bis zwölf Stunden sowie Aufträge am Wochenende und aus den unterschiedlichsten Bereichen von Deutschland, Europa und der ganzen Welt zum Alltag in diesem Beruf. Ein gewisses Maß an Reiselust und ein gutes Durchhaltevermögen sollte also von Vornherein gegeben sein, wenn man sich dafür entscheidet, diesen Berufsweg einzuschlagen.

 

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