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Faszination Skilanglauf

veröffentlicht am 1. Dezember 2020

Faszination Skilanglauf

„Wer gehen kann, der kann auch langlaufen“, so lautete bereits 1970 der Werbespruch des Deutschen Skiverbands. Und tatsächlich ähnelt der Bewegungsablauf beim Skilanglauf sehr der natürlichen Gehbewegung. Zwar gelingen die ersten Schritte im Schnee tatsächlich bereits nach relativ kurzer Zeit. Richtig langlaufen zu können ist jedoch nicht so einfach wie der Slogan klingt…

 

Die Geschichte des Skilanglaufens

Ursprünglich stammt der Skilanglauf aus Skandinavien. Das erklärt auch, warum Länder wie Norwegen, Schweden und Finnland in dieser Disziplin seit jeher dominieren. Der Weg vom nützlichen Fortbewegungsmittel zur heutzutage bekannten und beliebten Freizeitbeschäftigung dauerte allerdings viele Tausend Jahre. Durch die spärliche Besiedelung sowie die großen Entfernungen waren die langen Skier an den Füßen lange Zeit für viele Skandinavier die einzige Möglichkeit Speisen und Getränke zu transportieren. Unter anderem, weil diese Länder knapp die Hälfte des Jahres mit Schnee und Eis bedeckt sind. Dementsprechend war langlaufen damals kein Sport, sondern vielmehr eine wichtige, geradezu lebensnotwendige Art von A nach B zu gelangen. Aber auch hierzulande schnallten sich Holzfäller, Postboten, Ärzte aber auch Schulkinder die langen, schmalen Bretter im Winter an die Füße, um so nicht bei jedem Schritt im Schnee zu versinken.

Erst viel später entdeckten Alpinisten die Skier dann für sich. Die langen Bretter an den Beinen machten es Ihnen schließlich möglich, auch bisher unbekannte, verschneite Berghänge und -gipfel zu erreichen. Aus diesen ersten winterlichen Wanderungen entwickelte sich dann nach und nach das Skitourengehen und später das alpine Skifahren sowie der Skilanglauf. Und diese Sportarten erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit im Freizeit- wie auch im Profisportbereich.

 

Der heutige Skilanglauf

Das Grundprinzip

Das Wichtigste beim Langlaufen ist das Gleiten. Denn ohne Gleitphase ähnelt Langlaufen eher einem Spaziergang im Schnee, nur eben mit Skiern an den Beinen. Skilanglauf ist allerdings nur mit der Technik, sprich mit der richtigen Koordination aus Arm- und Beinbewegungen möglich. Das trifft sowohl auf den klassischen, wie auch auf den Skating-Stil zu, die sich allerdings im Bewegungsablauf doch erheblich unterscheiden. 

Beim klassischen Stil werden die beiden Ski parallel geführt und der Abdruck erfolgt nach hinten. Zu den Grundelementen zählen der Grätenschritt sowie der Diagonalschritt, der wohl Bekannteste in dieser Technik. Hierbei erfolgt der Stockeinsatz des Arms immer diagonal zur explosiven Abstoßbewegung des Beins, daher auch Diagonalschritt. Erfolgt die Fußbewegung zur falschen Zeit, oder ist der Stockeinsatz zu zögerlich, rutscht der Langläufer beim Abdruck nach hinten weg, statt mit Schwung nach vorne zu schnellen.

In der Skating-Technik hingegen werden die Beine nicht parallel in der Loipe, sondern im Stil des Schlittschuhschritts bewegt. Dementsprechend sind die Loipen hier nicht gespurt, sondern in ausreichender Breite gewalzt. Das ermöglicht eine schnellere Fortbewegung sowie eine längere Gleitphase, ist allerdings auch deutlich anstrengender und schwieriger zu lernen als der klassische Stil.

Der Doppelstockschub, sowie die Abfahrts-, Brems- und Kurventechnik hingegen sind im Skating- wie im klassischen Stil nahezu identisch.

Skating-Stil im Langlaufen

Langlaufen richtig lernen

Langlaufen sieht – richtig ausgeführt – relativ leicht aus. In Wahrheit ist die Technik aber durchaus anspruchsvoll. Dementsprechend sollte jeder, der neu mit dem Langlaufen beginnt, einen Anfängerkurs bei einem ausgebildeten Trainer oder Skilehrer besuchen. Sich das Laufen in der Loipe hingegen selbst beizubringen ist keine allzu gute Idee. Denn einmal falsch gelernt, ist es später sogar mit fachkundiger Anleitung schwierig die Bewegungsabläufe wieder zu korrigieren.

Das Wichtigste beim Langlaufen ist dementsprechend die richtige Technik. Entscheidend ist dabei ein möglichst explosiver Beinabstoß verbunden mit einem beherzten Stockeinsatz. Nur durch das richtige Zusammenspiel aus Arm- und Beinbewegungen entsteht später der gewünschte Effekt des eleganten und anmutigen Dahingleitens. Zudem ist die richtige Technik beim Abfahren, Bremsen oder im Fall eines Notsturzes essenziell, um das Risiko von schweren Verletzungen möglichst gering zu halten.

Langlaufen kann außerdem durchaus anstrengend sein, gerade für Anfänger. Denn anders als bei vielen anderen Sportarten ist beim Skilanglauf nahezu jeder Muskel im Körper gefordert. Langlaufen stärkt also nicht nur die Arme und Beine, sondern auch die komplette Rumpfmuskulatur. Denn sie ist maßgeblich dafür verantwortlich, den Körper in der Bewegung zu stabilisieren. Langlaufen ist dementsprechend nicht nur gut für die Ausdauer, sondern auch für die Kraft und Koordination des Sportlers. Gerade Anfänger sollten sich allerdings auf keinen Fall zu sehr fordern und ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen. Auch wenn die Loipe verhältnismäßig einfach aussieht und die Technik vielleicht schnell gelernt ist. Denn im Sport kann falscher Ehrgeiz durchaus Folgen haben. Im günstigsten Fall winkt am nächsten Tag nur ein ordentlicher Muskelkater. Im schlimmsten Fall kann jedoch gerade bei älteren Menschen auch eine Herzkreislaufstörung oder eine Herzattacke die Folge sein. Darum gilt, lieber langsam anfangen und sich allmählich steigern.

 

Die passende Ausrüstung

Gerade für die ersten Versuche empfiehlt es sich die benötigten Langlaufski, -schuhe und -stöcke erst einmal auszuleihen und die Sportart zu testen. Wer sich dann dafür entscheidet, sich öfter auf die Langlaufski zu stellen, sollte sich in einem Sportfachgeschäft entsprechend beraten lassen. Denn Skiart, Stocklänge und Schuhgröße müssen individuell an die Größe, das Gewicht und den Laufstil des einzelnen angepasst werden. Und gerade beim Schuh ist die Passform und der Sitz entscheidend, um Blasen oder Druckstellen möglichst zu vermeiden. 

Die passende Kleidung haben hingegen viele Freizeitsportler bereits zu Hause im Schrank hängen. Denn obwohl Langlaufen ein Wintersport ist, kann man sich bei der Auswahl der Klamotten getrost aus den bereits vorhandenen Lauf- oder Radsachen bedienen. Da die Belastungsintensität in etwa vergleichbar ist, sollte man sich nicht zu warm anziehen. Empfehlenswert ist atmungsaktive und feuchtigkeitsregulierende Kleidung, eine Mütze oder ein Stirnband und gut sitzende Handschuhe. Mehr braucht es meist für eine erfolgreiche Runde in der Loipe nicht.

Langlaufen im klassischen Stil
Das Verhalten in der Loipe

Für ein friedliches und harmonisches Miteinander in der Loipe hat die FIS offizielle Verhaltensregeln für Langläufer entwickelt. Ähnlich wie beim Skifahren auf der Piste heißen die wichtigsten Grundsätze auch beim Langlaufen:

  • Rücksicht aufeinander nehmen
  • Markierungen und Hinweisschilder beachten
  • bei einem Unfall Hilfe leisten

 

Fünf gute Gründe, mit dem Langlaufen zu beginnen

Egal welcher Altersgruppe und welchen Fitnesslevels – Skilanglauf kann nahezu jeder lernen. Dabei spielt es auch keine Rolle ob im klassischen oder doch lieber im Skatingstil. Diese Sportart hat das Zeug zur neuen Lieblingswintersportart für jedermann und -frau zu werden, denn Langlaufen ist…

… nicht sehr kosten- und zeitintensiv.

… auch ohne Vorkenntnisse relativ einfach zu lernen.

… umweltschonend.

… entspannend und regenerativ.

… ein echtes Winterfitnesstraining.

 

Auf die Ski, fertig, los!

Haben Sie Lust aufs Langlaufen bekommen? Dann nichts wie rauf auf die Ski und rein in die Loipe! Denn Langlaufen ist der ideale Sport für all diejenigen, denen es wichtig ist, entspannt in der Natur unterwegs zu sein, Zeit allein oder mit Freunden zu verbringen, sich im Winter fit zu halten und dabei noch etwas für das eigene Wohlbefinden und die Umwelt zu tun.

Und wer noch auf der Suche nach der passenden Loipe ist, der kann sich auf der Seite des Loipenportals umfassend informieren. Hier haben diverse Kommunen und Vereine aus unterschiedlichen Regionen eine große Auswahl an Loipen zusammengetragen. Perfekt also für all diejenigen, die noch auf der Suche nach einer neuen Strecke oder dem perfekten Ort für einen Langlauf-Winterurlaub mit der ganzen Familie sind.

 

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Quellen: bergzeit.de, planet-wissen.de, stock.adobe.com

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