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Das liebe WEIHNACHTSgeld

veröffentlicht am 1. Dezember 2020

Das liebe WEIHNACHTSgeld

Oft als grau, fad und zum Teil auch als deprimierend beschrieben, kann der Monat November doch auch bezaubernd sein. Nämlich dann, wenn das Konto freudig hüpft und die Mundwinkel des Kontoinhabers deutlich nach oben zeigen. Dann wurde im November zumeist das Weihnachtsgeld ausbezahlt.

 

Das Weihnachtsgeld

 

Laut Statistik erhalten über 50% der Arbeitnehmer ein Weihnachtsgeld. Im Jahr 2020 sind das durchschnittlich rund 2.600 Euro für jeden Begünstigten. Das hellt die Laune auf, motiviert und kurbelt die Wirtschaft an. Somit bringt das Weihnachtsgeld einen win-win-win-Effekt mit sich:

  • Ein „Win“ für den Arbeitnehmer, weil er mehr Geld auf dem Konto hat
  • Noch ein „Win“, dieses Mal für den Arbeitgeber, weil die Auszahlung des Weihnachtsgeldes eine leistungssteigernde Wirkung beim Arbeitnehmer hat
  • Und das dritte „Win“ für die Wirtschaft, weil ein Großteil des Weihnachtsgeldes vom Verbraucher wieder investiert wird
Das Weihnachtsgeld

 

Definition

Das Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung. Es wird als zusätzliches Entgelt für die erbrachte Leistung ausgezahlt; diese Auszahlung erfolgt normalerweise mit dem Novembergehalt. Teilweise wird das Weihnachtsgeld auch zweiteilig im November und Dezember ausbezahlt. Verschiedene Faktoren bestimmten dabei die Höhe dieser Sonderzahlung. Dazu gehören Tarifverträge und auch vom Unternehmen individuell gestaltete Arbeitsentgelte.

In früheren Zeiten betrug die Auszahlung des Weihnachtsgeldes an die Mitarbeiter noch 100% des monatlichen Gehalts. Heutzutage bezahlen die Arbeitgeber zwischen 45 und 90 Prozent des durchschnittlichen Monatsgehalts.

 

Anspruch auf Weihnachtsgeld

Grundsätzlich sind die Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet Weihnachtsgeld zu zahlen. Diverse rechtliche Grundlagen schaffen aber dennoch einen Anspruch der Mitarbeiter. Dazu zählen Tarifverträge, arbeitsvertragliche Vereinbarungen und Betriebsvereinbarungen. Auch aus einer „betrieblichen Übung“ kann ein Anspruch auf Weihnachtsgeld entstehen – vorausgesetzt, der „Vorbehalt der Freiwilligkeit“ ist nicht gegeben.

Beispiel für eine betriebliche Übung: Ein Unternehmen zahlt seinen Mitarbeitern regelmäßig Weihnachtsgeld, ohne dass diese Sonderzahlung vertraglich vereinbart wurde. Es geschieht also auf freiwilliger Basis. Wegen der Regelmäßigkeit der Zahlung, rechnet der Mitarbeiter dann jährlich damit und hat, ab dem vierten Jahr, dann auch einen rechtlichen Anspruch auf die Zahlung, weil es zur „betrieblichen“ Übung wurde.

Um die „betriebliche Übung“ zu verhindern, verwendet der Arbeitgeber einen „Vorbehalt der Freiwilligkeit“. Das heißt, er verweist ausdrücklich darauf, dass die Sonderzahlung – finanziell oder sachlich – freiwillig ist und damit kein rechtlicher Anspruch auf Wiederholung besteht. In unserem Beispiel verhindert der Arbeitgeber mit dem „Vorbehalt der Freiwilligkeit“ also, dass er regelmäßig Weihnachtsgeld bezahlen muss, weil sich daraus eine betriebliche Übung ergeben hat.

Das Weihnachtsgeld

 

Bekommt jeder in einem Unternehmen Weihnachtsgeld?

Das kommt darauf an. Grundsätzlich gilt primär der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz, was zum Beispiel bedeutet, dass ein Arbeitgeber Teilzeitkräfte nicht aus der Weihnachtsgeldzahlung ausschließen kann.

Dennoch besteht für ein Unternehmen die Möglichkeit bestimmte Gruppen auszuschließen, wenn es einen sachlichen Grund dafür gibt. So könnten beispielsweise Arbeitnehmer mit einer variablen, leistungsabhängigen Vergütung oder Mitarbeiter mit einem hohen Gehalt ausgeschlossen werden. Zulässig ist es auch, wenn der Arbeitgeber die Sonderzahlung an bestimmte Voraussetzungen knüpft – das könnte unter anderem die Dauer der Betriebszugehörigkeit sein.

 

Wenn der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt

Wenn ein Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt, hat er anteilige Ansprüche auf nicht verbrauchte Urlaubstage und vereinbarte Sonderzahlungen. In der Regel gilt dies ausschließlich für Sonderzahlungen mit reinem Entgeltcharakter. Daraus ergeben sich für das Weihnachtsgeld drei unterschiedliche Situationen:

Das Weihnachtsgeld wird im Unternehmen als zusätzliche Vergütung für die Arbeitsleistung gezahlt. Somit hat es einen reinen Entgeltcharakter und der ausscheidende Mitarbeiter bekommt das Weihnachtsgeld anteilig ausgezahlt. Verlässt der Arbeitnehmer also beispielsweise am 31. März das Unternehmen, bekommt er ein Viertel des festgelegten Weihnachtsgeldes.

Im Vertrag steht, dass mit dem Weihnachtsgeld sowohl Leistung als auch Betriebstreue belohnt wird. Somit hat das Weihnachtsgeld “Mischcharakter”. In diesem Fall hat der Mitarbeiter ebenfalls einen Anspruch auf das anteilige Weihnachtsgeld, wenn er das Unternehmen unterjährig verlässt.

Häufig wird auch die Stichtagsregelung in Arbeitsverträgen verwendet. Diese bestimmt, dass ein Mitarbeiter nur dann Weihnachtsgeld bekommt, wenn er sich bis zu einem bestimmten Stichtag in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis befindet. Diese Regelung gilt aber nur, wenn das Weihnachtsgeld nur wegen der Betriebstreue gezahlt wird. Wenn der Arbeitgeber hingegen das Weihnachtsgeld sowohl für die Leistung als auch für die Betriebstreue zahlt, gilt diese Regelung nicht. Auch dann nicht, wenn sie im Arbeitsvertrag steht. Dann nämlich hat der Arbeitnehmer immer noch Anspruch auf ein anteiliges Weihnachtsgeld.

Das Weihnachtsgeld

 

Auch das Finanzamt schreit hier

Grundsätzlich unterliegen sämtliche Zahlungen eines Arbeitgebers der Einkommensteuer – also auch Weihnachtsgeld, Bonuszahlungen und Gewinnbeteiligungen. Aufgrund des gegebenen progressiven Steuertarifs kann es somit bei vielen Arbeitnehmern zur Erhöhung des Steuersatzes kommen. Dies gilt zwar nur für die jeweilige Gehaltszahlung mit höherem Bruttoeinkommen; dennoch lohnt es sich gerade deswegen eine Steuererklärung abzugeben.

 

Sachleistungen sind eine Alternative

Die Steuerpflicht und die Sozialabgaben können Gründe dafür sein, dass ein Arbeitgeber keine Sonderzahlungen, zum Beispiel Weihnachtsgeld, leisten möchte. Auch zur privaten Nutzung überlassene Smartphones oder Notebooks könnten dann Abhilfe schaffen, denn diese zur Verfügung gestellte Leistung ist beiderseits steuerfrei.

Das Weihnachtsgeld

 

Was tun mit dem Zaster?

Eine Onlineumfrage mit 400 Nutzern von Gehalt.de hat ergeben: Mehr als 50 Prozent der Deutschen gibt das Geld sofort wieder – meist für Geschenke – aus. Für die Gewerbetreibenden und Selbstständigen und deren Weihnachtsgeschäft ist die Zahlung des Weihnachtsgeldes also von erheblicher Bedeutung; vor allem in Zeiten wie diesen.

Rund 25 Prozent der Weihnachtsgeldempfänger tilgen mit der Sonderzahlung Ihre Schulden oder machen Urlaub. Nur elf Prozent nutzen den Geldsegen für ihre Altersvorsorge oder eine Geldanlage. Immerhin fünf Prozent verwenden den Bonus oder einen Teil davon um Gutes zu tun.

Und dann gibt es noch diejenigen, die ihr Weihnachtsgeld am liebsten komplett eintauschen würden – gegen Freizeit nämlich. Denn einem Viertel der Befragten wäre freie Zeit viel wichtiger als zusätzliches Geld.

Das Weihnachtsgeld

Gehören Sie zu den glücklichen Empfängern von Weihnachtsgeld? Dann machen Sie das für Sie Richtige daraus. Besonders clever erscheint es, das Geld aufzuteilen und auf verschiedene Art und Weise zu verwenden.

Einen Tipp für die Teilverwendung einer solchen Aufteilung lesen Sie hier.

 

 

Die sieben Schreiberlinge – nicht Zwerge – wünschen Ihnen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Familie und Liebsten. Lassen Sie alle Sorgen hinter sich, genießen Sie die Momente und schöpfen Sie Kraft für alles, was da noch so kommen möge.

Anschließend rutschen Sie gekonnt ins neue Jahr. Dort lesen wir uns wieder.

Bitte bleiben Sie uns gewogen.

 

Ihr

Redaktionsteam

 

 

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Quellen: arag.de, hensche.de, handelsblatt.com, arbeitgeber.careerbuilder.de, personio.de, finanztipp.de

Bilder: pixabay.com

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