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Bezahlen in der Zukunft

veröffentlicht am 2. November 2020

Bezahlen in der Zukunft

Mobile Payment, Kwitt, kontaktloses Bezahlen oder Kryptowährungen: Vor wenigen Jahren waren das für die Meisten noch Fremdwörter. Heute hingegen gehören sie schon fast zu unserem Alltag. Aber wohin geht die Reise in Sachen Bezahlen? Welchen Verfahren gehört die Zukunft und wie wird sich unser Leben dadurch verändern?

 

Ein mögliches Zukunftsszenario

Wir schreiben das Jahr 2035. Jede Lebensmittelverpackung, jedes Kleidungsstück und sogar jeder Körper ist mittlerweile mit Sensoren,Chips, Kameras und Mikrofonen ausgestattet. Und alles ist untereinander vernetzt und kommuniziert miteinander. Technik und künstliche Intelligenz bestimmen unser Leben. Unser Zuhause lässt sich einfach und unkompliziert mit Gesten oder Sprachbefehlen steuern und die Haushaltsgeräte, Maschinen und die dazugehörigen Apps kommunizieren selbständig miteinander. Sie kontrollieren unseren Gesundheitszustand, bestellen vorausschauend Lebensmittel im Online-Supermarkt und erledigen die Hausarbeit komplett eigenständig.

Realistisch betrachtet ist das ein durchaus denkbares Szenario in nicht allzu ferner Zukunft. Denn technisch ist all das möglich. Bislang jedoch noch ungeklärt ist die Frage, auf welche Weise wir in einer derart innovativen und mobilen Welt in Zukunft bezahlen werden? Beim Metzger oder Bäcker mit Bargeld zu bezahlen fällt dabei wohl eher aus…

 

Bezahlsysteme der Zukunft

Schnell und kontaktlos Bezahlen

Die ganze Welt ist im Umbruch. So auch der Zahlungsverkehr. Zwar nicht schlagartig, aber langsam und beständig. Mit Hilfe der neuen Technik wird Bezahlen in Zukunft noch einfacher, schneller und komfortabler werden. Und Bargeld zählen bald schon der Vergangenheit angehören. Denn was im Internet bereits ganz normal ist, rückt auch beim Einkauf vor Ort immer mehr in den Vordergrund. Online-Bestellungen bezahlen wir bereits ganz selbstverständlich digital, zum Beispiel mit paydirekt oder einem der anderen Online-Bezahlverfahren. Und auch im privaten Bereich hat das kontaktlose Bezahlen bereits Einzug gehalten. So nutzen viele zum splitten einer privaten Gesamtrechnung einfach Kwitt, eine Funktion der S-App, oder überweisen das Geld ganz einfach und in Echtzeit direkt per S-App. Das funktioniert bereits ganz bequem von Handy zu Handy.

Auch der Einkauf im Einzelhandel ist bereits komfortabler geworden und wird es künftig noch mehr werden. Denn mittlerweile besitzt fast jeder eine Debitkarte oder Kreditkarte mit Kontaktlos-Funktion. Damit zahlen wir, dank Near Field Communication (NFC), selbst kleinste Beträge im Handumdrehen durch bloses Vorhalten der Karte am Händlerterminal.

   Mobiles Bezahlen mit dem Handy
Mit dem Handy bezahlen

Das Smartphone ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Es ist Terminkalender, Adressbuch, Fotoapparat, Kommunikationsmittel und mittlerweile sogar bereits Ersatz für die Geldbörse. Dabei bedient sich das Handy ebenfalls der NFC-Technologie. Statt der original Debit- oder Kreditkarte wird einfach per digitalisierter Karte bezahlt. Dafür muss der Nutzer seine Karten nur bei Apple Pay oder der App Mobiles Bezahlen hinzufügen und auswählen. Die Autorisierung erfolgt dann entsprechend den Voreinstellungen des Handys entweder per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder dem Gerätecode. Dementsprechend ist das Bezahlen per Handy genauso komfortabel und sicher wie das Bezahlen mit der Karte. Und in Sachen mobiles Endgerät wird das Handy vermutlich in Zukunft noch deutlich mehr Funktionen als bisher bereits bekannt übernehmen.

Bezahlen mit Wearables

Bezahlvorgänge sind immer öfter auch mit Fitnessarmbändern, Smartwatches, Datenbrillen oder anderer tragbarer Elektronik möglich. Das Ganze nennt sich dann Wearable Payment (etwa Bezahlen per tragbarem Gerät). Bei Zahlungen im Einzelhandel nutzt es, wie das kontaktlose und das mobile Bezahlen, die NFC-Technologie. Diese Zahlungen sind mit dem Wearable meist sogar ohne zusätzliche Authentifizierung ganz schnell und bequem möglich.

Und beim Thema Online-Shopping könnten uns VR-Brillen künftig ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Derzeit ist das zwar noch eine Vision, in nicht all zu ferner Zukunft könnte sie jedoch auch ganz schnell zur Realität werden. Dann würden wir mithilfe dieser Brillen ganz bequem vom heimischen Sofa aus durch virtuelle Läden bummeln und dabei nach Herzenslust shoppen. Der abschließende Kauf würde sich dann ganz einfach per einfachem Augenzwinkern bestätigen lassen und die Zahlung per Netzhaut-Scan verifizieren.

Bezahlen per Wearable
Bezahlen per Sprachassistent

Digitale Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Google Home haben längst in vielen Haushalten Einzug gehalten. Denn die praktischen Helfer können uns das Wetter vorhersagen, unsere Lieblings-Playlist abspielen oder Suchanfragen innerhalb von Sekunden beantworten. Zudem ermöglichen einige von Ihnen bereits Voice-Banking und können Einkäufe tätigen. Selbstverständlich jedoch nur auf direkten Sprachbefehl. Der dazugehörige Bezahlvorgang läuft anschließend völlig unsichtbar und vollautomatisch im Hintergrund ab. Sprachassistenten gibt es aber nicht nur für das eigene Zuhause oder auf dem Smartphone sondern mittlerweile sogar bereits in einigen Fahrzeugen verschiedener Automobilhersteller. Damit kann der Fahrer bequem von unterwegs Bestellungen tätigen, Hotelbuchungen durchführen oder alle Lebensmittel für das geplante Abendessen im Online-Supermarkt einkaufen.

In Zukunft sollen diese Sprachassistenten jedoch nicht nur auf direkten Befehl handeln, sondern sich fehlende Informationen erschließen und selbstständig dazulernen. So sollen sie Ihren Nutzer und seine Angewohnheiten so gut kennen wie ein anderer Mensch und nicht wie eine einfache Maschine. Beratungen zu Produkten oder konkrete Empfehlungen sollen dem Nutzer so bereits vorgeschlagen werden, bevor er oder sie überhaupt konkret nach etwas fragt.

Bezahlen via App und QR-Code

Was in den USA und in Asien mit WeChat Pay bereits überaus erfolgreich läuft, ist hierzulande noch eher wenig verbreitet. Ursprünglich wurde WeChat als ein simpler Chat-Dienst für Smartphones entwickelt. Mittlerweile vereint die sogenannte Super-App jedoch bereits umfangreicher Funktionen bis hin zur Bezahlung über Barcodes. Der gleichen Technik bedient sich die weltweit erfolgreiche E-Commerce-App AliPay. Der Kunde generiert beim Einkauf einen QR-Code auf dem eigenen Handy, dieser wird vom Händler gescannt und schon erfolgt die Zahlung. Inzwischen werden über die Apps Wechat und AliPay jährlich mehrere Billionen Dollar hin und her transferiert.

Benutzt können diese elektronischen Zahlungsmittel dabei für nahezu jedes Handels- und Dienstleistungsangebot. Ob Essensbestellungen, Ticketkäufe aller Art, die Bezahlung von Streamingdiensten oder der Einkauf beim kleinen Straßenhändler an der Ecke, all das ist mit den Apps möglich. In China funktioniert mittlerweile sogar das Betteln an der Straße über den QR-Code am Handy des Bettlers.

Wie sich der Bereich rund um Apps und den damit verbundenen Bezahllösungen in Deutschland weiterentwickeln wird ist derzeit jedoch noch offen. Überlegungen dazu gibt es aber durchaus bereits. So verfügt Facebook beispielsweise über Banklizenzen in mehreren europäischen Ländern und testet bereits Bezahlsysteme, die sich in den Facebook Messenger oder in WhatsApp integrieren lassen.

Bezahlen via Kryptowährung

Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. wurden ursprünglich für die Zahlung im Internet entwickelt. Mittlerweile sind sie eine echte Alternative zum klassischen Zahlungsverkehrssystem und zulässiges Zahlungsmittel. Mittlerweile wird das Kryptogeld auch in diversen Geschäften, Restaurants und Cafés vor Ort akzeptiert. Das System dahinter nennt sich Blockchain. Es sichert die digitale Währung kryptografisch ab und erfasst und verschlüsselt alle Transaktionen.

Wer mit Bitcoin bezahlen möchte, benötigt allerdings eine spezielle App, die Bitcoin-Wallet. Sie ist die digitale Geldbörse, in der die Kryptowährung gespeichert ist. Der Shop, der den Bitcoin akzeptiert, hat eine individuelle Bezahladresse. An diesen sogenannten öffentlichen Schlüssel wird die Zahlung dann weitergeleistet. Entweder durch einfaches Abtippen der Bitcoin-Adresse oder über einen QR-Code. Wer mit Kryptowährung bezahlen möchte, sollte sich allerdings vorab genau und ausführlich darüber informieren.

Kryptowährungen
Bezahlen ohne Kasse

In einen Laden gehen, die gewünschte Ware aus dem Regal nehmen und anschließend das Geschäft einfach wieder verlassen ohne direkt vor Ort zu bezahlen? Das ist in amerikanischen „Amazon Go“ Stores längst Realität. Denn dort läuft die Bezahlung bereits vollautomatisch im Hintergrund ab. Und auch in anderen Bereichen des stationären Handels gibt es dazu Pilotversuche. Das funktioniert allerdings nur mit Hilfe des Prinzips der totalen Überwachung. Sobald ein Kunde den Laden betritt meldet er sich über die entsprechende App im Geschäft an. Sensoren und Kameras erfassen anschließend jeden seiner Schritte. Sie registrieren Dinge, die aus dem Regal genommen werden, und füge sie automatisch der Einkaufsliste hinzu. Werden sie hingegen zurückgestellt, löscht das System die Artikel wieder selbstständig. Die Gesamtabrechnung des Einkaufs erfolgt dann beim Verlassen des Geschäfts automatisch über die App, in der vorab die Zahlungsmethode hinterlegt wurde.

Da in Europa strengere Datenschutzbedingungen herrschen, ist man hierzulande jedoch noch nicht ganz so weit. Die Vorstufe der automatischen Bezahlung, der Self-Checkout, wird aber auch in Deutschland immer mehr eingesetzt.  Er ermöglicht es dem Kunden, die Ware selbst zu scannen, anschließend am Terminal zu bezahlen und so lange Kassenschlangen zu vermeiden.

Zahlen per Fingerabdruck, Venenmuster oder Gesicht

Was wir vom Entsperren des Handys oder der Zwei-Faktor-Autorisierung kennen, könnte früher oder später auch im Bezahlbereich eingesetzt werden. Denn Fingerabdrücke, Venenmuster oder die Iris eines Menschen ist einzigartig und deshalb bestens für die Authentifizierung von Zahlungen geeignet. In den USA können Kunden beispielsweise bereits mit dem Fingerabdruck an der Kasse bezahlen. Und auch in einem Supermarkt in Nordrhein-Westfalen funktioniert das bereits. Ein spezieller Scanner am Kassenterminal liest den Fingerabdruck dort ein und verknüpft ihn dann mit den entsprechenden Bankdaten. Noch sicherer als ein einzelner Fingerabdruck ist jedoch das Venenmuster im Inneren der Hand. Denn bei der Authentifizierung an der Kasse spielt dabei neben dem Muster auch die Zirkulation des Blutes eine Rolle. Auch die Bezahlung via Irisscan ist durchaus eine zukunftsträchtige Variante. In China wird beispielsweise bereits mit biometrischen Merkmalen wie dem Gesicht und der Minik bezahlt. Bei AliPay reicht zum Beispiel ein Lächeln zum Bezahlen.

Bezahlen mit Face-ID

 

Ausblick in die Zukunft

Welche Variante sich letztendlich als Zahlungssystem durchsetzen wird, weiß derzeit noch niemand genau. Eins ist aber bereits heute ziemlich sicher – dass es in Zukunft auch ohne Bargeld oder Karte möglich sein wird, online und im Einzelhandel zu bezahlen. Welche Variante sich schlussendlich durchsetzt, darauf hat jeder Verbraucher aber zumindest bedingt Einfluss. Denn am Ende werden sich nur die Bezahlsysteme und Authentifizierungsverfahren am Markt durchsetzen, die auch von vielen Kunden genutzt werden.

 

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Quellen: sparkasse.de, stock.adobe.com

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