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Wichtiger Schutz für alle Bauherren

veröffentlicht am 1. September 2020

Wichtiger Schutz für alle Bauherren

Der Bauplan ist genehmigt. Jetzt steht dem Start des Bauvorhabens nichts mehr im Weg und der Traum vom Eigenheim wird Wirklichkeit. Doch bevor die ersten Handwerker, Baumaschinen und Materiallieferungen eintreffen, sollten sich Bauherren unbedingt auch zum Thema Sicherheit und Absicherung Gedanken machen.

Ein Haus zu bauen oder umzubauen ist immer eine wunderschöne, spannende Zeit. Als Bauherr kann man seine eigenen Ideen realisieren und sich so den Traum vom eigenen Zuhause erfüllen. Ein Bauvorhaben zu realisieren ist aber auch durchaus anstrengend und meist mit der Investition von viel Zeit und Geld verbunden. Noch dazu ist während der Bauphase leider oft schnell etwas passiert. Und ein solcher Schaden ist dann häufig mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden. Umso wichtiger ist es deshalb, sich rechtzeitig um die entsprechende Absicherung zu kümmern.

 

Feuer-Rohbauversicherung

Sie haftet für Schäden, die durch Brand, Blitzschlag oder Explosion am Rohbau entstehen. Unabhängig davon, ob der Rohbau dabei komplett oder teilweise zerstört wird. Neben dem Gebäude sind auch sämtliche Baustoffe und Bauteile, die für die Errichtung des Rohbaus notwendig sind, mitversichert. Genauso wie durch das Feuer entstandene Folgeschäden, beispielsweise durch Rauchentwicklung oder Löschwasser. Selbst bei einem Komplettabriss und Wiederaufbau übernimmt die Versicherung die Kosten. Wichtig ist jedoch, sich bereits vor Baubeginn um die entsprechende Absicherung zu kümmern. Das ist häufig sogar kostenlos möglich. Viele Versicherer bieten Feuer-Rohbauversicherungen für bis zu 24 Monate als beitragsfreien Baustein zur Wohngebäudeversicherung an. Oder alternativ bieten einige Versicherer auch eine Paketlösung zusammen mit einer Bauleistungsversicherung an. Überschreitet die Bauphase jedoch 24 Monate, muss in jedem Fall eine Meldung an den Versicherer erfolgen. Nur so verlängert sich der entsprechende Schutz. Das Gleiche gilt bei Bezug des Gebäudes. Denn ab diesem Zeitpunkt greift die reguläre Wohngebäudeversicherung.

Beispiel: Durch einen Blitzschlag brennt der fast fertige Dachstuhl komplett aus. Das Löschwasser der Feuerwehr dringt zudem in die Wände und Decken ein. Durch den entstandenen Schaden muss das Gebäude komplett abgerissen und neu aufgebaut werden.

 

Bauleistungsversicherung

Trotz sorgfältiger Planung und Ausführung kann es durchaus auch bereits während der Bauphase zu Schäden am Neubau kommen. Damit das nicht zu einem finanziellen Rückschlag oder sogar zum Stillstand der Baustelle führt, wurde die Bauleistungsversicherung entwickelt. Denn sie übernimmt die Kosten im Fall einer Beschädigung oder Zerstörung des Neubaus durch höhere Gewalt oder unabwendbare Umstände. Dazu zählen unter anderem außergewöhnliche Witterungseinflüsse, Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler, der Diebstahl eingebauter Materialien oder die fahrlässige bzw. mutwillige Beschädigung durch einen Dritten. Sogar damit verbundene Mietmehrkosten sind mit abgesichert. Zudem sichert sie nicht nur den Bauherren selbst, sondern auch alle beteiligten Bauunternehmer und Handwerker mit ab.

Beispiel:  Ein ungewöhnlich starker Sturm bringt Teile des Mauerwerks zum Einsturz. Die Überreste müssen anschließend komplett entsorgt und die Wände neu aufgestellt werden.

Durch eine fehlerhafte Verbindung an der Wasserleitung wird das gesamte Haus unter Wasser gesetzt. Durch die Überflutung entsteht ein massiver Schaden an Wänden, Decken und Leitungen.

Unbekannte zerstören über Nacht Fenster und Türen am Haus und besprühen die Wände mit Graffiti. Dadurch ist ein Komplettaustausch sowie ein neuer Anstrich notwendig.

 

Bauherren-Haftpflicht

Grundsätzlich hat jeder Bauherr die Verantwortung für seine Baustelle. Das gilt auch, wenn er nicht selbst die Bauarbeiten durchführt, sondern dafür eine Firma beauftragt. Denn er hat nicht nur die Verkehrssicherungs- sowie die Überwachungspflicht für die Baustelle und die Zufahrten, sondern auch die Auswahlpflicht, was Architekten und Handwerker betrifft. Dementsprechend haftet der Bauherr, wenn ein Dritter während der Bauphase zu Schaden kommt. Um sich für einen solchen Fall finanziell abzusichern, gibt es die Bauherren-Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt die Kosten bei Personen-, Sach- oder Vermögensschäden. Zudem überprüfen Spezialisten im Schadensfall die Rechtslage und wehren gegebenenfalls nicht berechtigte Ansprüche ab, notfalls auch vor Gericht. Der Schutz gilt im Allgemeinen für drei Jahre und endet automatisch mit dem Abschluss der Bauarbeiten.

Beispiel: Während der Bauarbeiten fällt einem Handwerker der Hammer vom Gerüst und trifft einen vorbeigehenden Passanten am Kopf. Dieser erleidet eine Platzwunde sowie eine Gehirnerschütterung und fordert dafür Schmerzensgeld.

Während der Baustellenbesichtigung fällt ein Freund von der noch nicht fertiggestellten Treppe und bricht sich dabei Schien- und Wadenbein.

Ein Arbeiter entsorgt den angefallenen Bauschutt mit dem Schubkarren und beschädigt damit das Auto des Nachbarn. Dabei entstehen am Scheinwerfer sowie am Lack des Fahrzeugs erhebliche Kratzer und Dellen.

Tipp: Bei einigen Versicherern ist eine Bauherren-Haftpflichtversicherung nicht zusätzlich notwendig. Dort besteht der Schutz beispielsweise bis 500.000 Euro bereits über die Privat-Haftpflichtversicherung. Informieren Sie sich also am besten vorab bei Ihrem Versicherungsspezialisten.

Frau auf der Baustelle

 

Bauherren-Rechtsschutz

Durch einen Planungsfehler des Architekten oder einen Irrtum des Bauträgers können die Kosten eines Bauvorhabens rasant in die Höhe schnellen. Denn gerade während der Bauphase kann ein Rechtsstreit viel Zeit und somit viel Geld kosten. Gut, wenn man in solchen Fällen dank der Bauherren-Rechtsschutzversicherung das Recht auf seiner Seite hat. Denn gerade in solchen Fällen kann der Rat eines Anwalts bares Geld wert sein und vieles vereinfachen. Die Experten unterstützen den Bauherren nicht nur vor Gericht, sondern stehen ihm bei Fragen bereits im Vorfeld mit Rat und Tat zur Seite. Und das sowohl für den Bau, Umbau, Kauf sowie für die Sanierung von privat genutzten Objekten in Deutschland. Egal ob es sich dabei um ein Einfamilienhaus, ein Ferienhaus, eine Ferienwohnung oder um ein Mehrfamilienhaus mit bis zu vier Wohneinheiten handelt.

Beispiel: Der Architekt übersieht, dass die Bodenbeschaffenheit nicht für das gebaute Gebäude geeignet ist. Dementsprechend weist das Haus nach Fertigstellung erhebliche Mängel auf und kann nicht bezogen werden. Der Architekt jedoch weist jede Schuld von sich.

Nach Bezug der Eigentumswohnung stellt sich heraus, dass Wände und Decke wegen fehlerhafter Bauausführung bereits Risse aufweisen. Die Baufirma fühlt sich dafür jedoch nicht verantwortlich und möchte die Kosten für die Reparaturen nicht übernehmen.

 

Bauhelfer-Unfall

Mit den eigenen Händen etwas am Eigenheim beizutragen, das gehört für die meisten Bauherren dazu. Aber nicht nur der Bauherr selbst, sondern auch Familie, Freunde und Bekannte packen auf vielen Baustellen tatkräftig mit an. Diese freiwilligen Helfer können auf einer Baustelle aber auch schnell einmal ausrutschen, stürzen oder sich mit einem Werkzeug oder einer Maschine verletzen. Zumal es sich dabei oft eher um Hobbyhandwerker als um echte Profis handelt. Daher sollte jeder Bauherr seine Helfer mit einer Bauhelfer-Unfallversicherung zusätzlich absichern. Denn sie zahlt unabhängig von den Leistungen der Bau-Berufsgenossenschaft und ergänzt so im Ernstfall die Rentenleistung des Bauhelfers.

Beispiel: Ein Bauhelfer stürzt beim Dachdecken ab und bricht sich beide Beine. An einem Bein bleiben lebenslange Bewegungseinschränkungen zurück, die einen entsprechenden Umbau der Wohnung notwendig machen.

Helfer auf der Baustelle

 

Die eigenen Wünsche und Vorstellungen zu realisieren und das eigene Haus jeden Tag ein kleines Stückchen wachsen zu sehen sollten Sie in jedem Fall genießen. Zumal dieses Ereignis im Leben der meisten Bauherren einmalig ist. Und mit der richtigen Absicherung können Sie das Vorhaben Eigenheim immerhin ein kleines Stück sorgenfreier angehen.

 

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Quelle: vkb.de, Deutscher Sparkassenverlag

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