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Ein Hund kommt ins Haus

veröffentlicht am 3. August 2020

Ein Hund kommt ins Haus

Hunde gelten nicht umsonst als bester Freund des Menschen. Er ist ein Partner auf 4 Pfoten und Familienmitglied. Damit Sie und Ihr Hund ein harmonisches Team bilden, will zudem einiges bedacht sein: gibt es Allergien in der Familie? Hündin oder Rüde? Mischling oder Rassehund? Klein oder groß? Haben Sie genug Platz in Ihrem Zuhause? Können Sie den Hund ausreichend beschäftigen und ihm genug Auslauf bieten? Haben Sie Kinder?

 

Vor der Anschaffung sollten durchaus ein paar Überlegungen im Mittelpunkt stehen:

Welcher Hund passt zu mir / uns?

Neben der Genetik spielen vor allem Erfahrungen aufgrund des Umfelds, in dem Ihr neuer Familienzuwachs aufgewachsen ist und in dem er als erwachsenes Tier lebt, eine Rolle. Lernen Sie daher vor der Wahl des Hundes seinen einzigartigen Charakter kennen. So klären Sie ab, ob dieser mit seinen Gewohnheiten gut in Ihr persönliches Umfeld passt.

Die Größe des Hundes sagt nichts über den Zeitaufwand in der Haltung aus. Ein großer Hund muss nicht mehr Bewegungsdrang haben als ein kleiner. Und ob großer oder kleiner Hund, im Mittelpunkt seines Lebens steht der Mensch als Partner. Ein langhaariger Hund mit feinem Haarkleid bedarf intensiverer Pflege als ein kurzhaariger Vierbeiner, der sich nach dem Schlammbad schüttelt und dann salonfähig ist.

Welches Wesen wünschen Sie sich von Ihrem Hund?

Genau wie Menschen haben auch Hunde Charaktereigenschaften bzw. Wesensmerkmale. Hütehunde haben einen starken Drang nach Beschäftigung und brauchen eine Aufgabe. Jagdhunde sind anhängliche und treue Begleiter, erfordern aber eine verständnisvolle und konsequente Erziehung.

Es gibt noch einige weitere Rasse-Gruppen wie „Apportier-, Stöber- und Wasserhunde oder sogenannte „Begleit- oder Gesellschaftshunde“ mit freundlichem Gemüt, die als besonders familienfreundlich und gelehrig gelten.

Ein Hund kommt ins Haus

 

Wie sieht es mit dem Zeitmanagement für das neue Familienmitglied aus?

Mit einem Hund verändert sich Ihr Alltag. Dessen sollten Sie sich bewusst sein. Wie viel Zeit beansprucht das Berufsleben? Und wie lange ist man dadurch außer Haus? Wäre der Hund in dieser Zeit alleine oder kann er mitgenommen werden? Müssen immer wieder mal ein paar Tage Abwesenheit durch Dienstreisen oder Auswärtstermine eingeplant werden, während deren der Hund von Herrchen, Frauchen, oder seiner Familie getrennt sein müsste? Insbesondere junge Hunde brauchen die Nähe zum Menschen und kein Hund sollte länger als fünf Stunden täglich alleine bleiben. Zeitmanagement ist hierbei ein sehr wichtiger Punkt.

Ein Hund kommt ins Haus

 

Hunde passen sich dem Lebensrhythmus ihrer Familie zwar weitgehend an, aber dennoch kosten sie Extrazeit. Wie hoch dieser Aufwand ist, hängt dennoch von vielen Faktoren ab. Ein kleiner Gesellschaftshund, der mit zwei Spaziergängen täglich auskommt, kostet weniger Zeit als ein hoch trainierter Agility-Sportler, der erst nach drei Stunden Auslastung zufrieden ist.

Auch die Erziehung beansprucht Zeit. Vielleicht hatten Sie bereits einen Hund und kennen sich in Sachen Hundeerziehung aus? Denken Sie über Ihren ersten Hund nach, sollten Sie vielleicht mit einer leicht erziehbaren Rasse starten. Eine Hundeschule bietet hilfreiche Tipps, beansprucht aber ebenso Zeit, die aber mit Sicherheit gut investiert ist. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, einen älteren Hund zu sich zu holen, denn die sind meistens stubenrein und (mehr oder weniger) erzogen.

Wie verträgt sich der Hund mit Kindern?

Hunde haben auf Kinder allgemein eine positive Wirkung. Das bestätigen europaweit verschiedene Studien: Der umsichtige und sorgsame Umgang mit dem Tier fördert ihre sozialen Fähigkeiten wie Toleranz, Rücksichtnahme, Fürsorge oder Verantwortungsbewusstsein. Schnell lernen sie, wo Grenzen liegen und sie die Gefühle ihres Gegenübers respektieren müssen. Der vierbeinige Begleiter stärkt aber auch das Selbstwertgefühl der Kinder.

Ein Hund kommt ins Haus

 Zu beachten: Durch ihr lebhaftes Verhalten können Kinder den Hund oft unwissentlich überfordern. Weil das Kind die warnenden Signale wie zum Beispiel Knurren sehr oft nicht erkennen und verstehen kann. Eltern sollten ihre Kinder über den richtigen Umgang mit dem Hund aufklären und gewisse Regeln festlegen. So sollte der Hund beispielsweise beim Fressen nicht gestört werden. Zudem freut er sich über einen Platz, der ihm jederzeit eine Rückzugmöglichkeit bietet. 

Wie sieht es mit der Wohnsituation aus?

Ist genügend Platz da? Hunde sind Lauftiere, die – wenn es nach ihnen ginge – einen großen Teil des Tages in Bewegung wären. Genügend freier Auslauf und das Spiel mit anderen Hunden sind Grundbedürfnisse des Tieres. Selbst wen man einen großen Garten hat, kann dieser nie einen gemeinsamen Spaziergang von Hund und Mensch ersetzen.

Ein Hund kommt ins Haus

 

Es gibt bestimmte Hunderassen, die anfällig für Gelenkerkrankungen sind, also möglichst keine Treppen laufen sollten. Wohnen Sie in einem Reihenhaus, sollten Sie der Nachbarschaft zuliebe keine bellfreudige Hunderasse wählen. Grundsätzlich sollte der Hund einen „eigenen“ Platz haben, wo er seine Ruhe finden und sich zurückziehen kann.

Passen die Bedürfnisse des Hundes zu den Freizeitaktivitäten?

Was kann gemeinsam unternommen werden? Wie sehen die Urlaubsvorstellungen aus? Hunde wollen am liebsten zusammen mir ihrer Familie verreisen. Flugreisen oder bestimmte Länder sind aber für sie ungeeignet. Alleine spazieren gehen bedeutet für den Freund des Menschen nicht nur Auslauf, sondern auch gemeinsame Zeit mit Herrchen oder Frauchen. Er genießt dabei auch fremde, aufregende Gerüche sowie den sozialen Kontakt mit anderen Hunden.

Ein Hund kommt ins Haus
Rassehund vom Züchter, Mischling, oder ein „gutes Werk“?

Züchter ist nicht gleich Züchter. Von der Anschaffung eines Rassehundes aus einer Extremzucht sollten Sie sich vorab gründlich informieren. Jede Zucht, die auf eine starke Veränderung des natürlichen Aussehens oder Verhaltens eines Tieres abzielt, wirkt sich negativ auf dessen Gesamtbefinden aus. Mischlinge sind oftmals robuster. Dies zeigt sich auch bei deren Lebenserwartung. Oder, Sie tun ein gutes Werk und holen sich einen Hund aus dem Tierheim. Der Tierschutzverein nimmt eine Schutzgebühr in Höhe von 200 bis 400 Euro (Richtwert – variiert). Bei einem Züchter müssen Sie ungefähr mit rund 600 Euro* und aufwärts rechnen – es gibt natürlich auch Rassehunde mit Preisen über 1.500 Euro*.

Mit welchen weiteren Kosten ist bei einem Hund zu rechnen?

Neben dem Kauf des Tieres ist eine Erstausstattung wie Futternapf, Leine und Halsband etc. notwendig.  Zu den regelmäßig wiederkehrenden Kosten wie zum Beispiel die Hundesteuer zählen auch die Haftpflichtversicherung . Ein weiterer Posten sind Tierarztkosten: Impfungen und eine regelmäßige Entwurmung sind absolut wichtig, wird der Hund krank oder verletzt er sich, kommen schnell weitere Kosten hinzu.

Kosten für Hundefutter können – je nach Fütterungsart und Marke – höher sein als gedacht. Ja nachdem, ob Sie Ihrem Hund Trocken- oder Nassnahrung füttern oder Sie sich für die Rohfleischfütterung (BARF = Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung) entscheiden, variieren die Kosten für die jeweiligen Futtermittel sehr stark. Zur groben Orientierung dienen die folgenden durchschnittlichen Werte für Nass- und Trockenfutter für einen:

  • sehr kleinen Hund (5 kg) 30 Euro*
  • kleinen Hund (10 kg) 50 Euro*
  • mittleren Hund (20 kg) 70 Euro*
  • großen Hund (40 kg) 100 Euro* und
  • einen sehr großen Hund (60 kg) 120 Euro*

Ihr tierisches Familienmitglied sollte regelmäßig zum Gesundheits-Check. Unabdingbar ist ebenfalls eine Hundehaftpflichtversicherung, falls Ihr Hund einem Dritten einen Schaden zufügt – zum Beispiel, weil er einem Radfahrer vor die Füße gelaufen ist und sich dieser verletzt. Dementsprechend kommen jährlich die folgenden durchschnittlichen Kosten wieder:

  • Haftpflichtversicherung (variiert nach Rasse): ca. 60 Euro*
  • Entwurmung: rund 30 Euro*
  • Impfungen beim Tierarzt: ca. 60 – 80 Euro*
  • Hundesteuer (variiert ebenfalls nach Rasse und Wohnort) ab 40 – 100 Euro*
Zu beachten gilt außerdem:

Kosten für außergewöhnliche tierärztliche Behandlungen sind vorab nicht kalkulierbar, die insbesondere im Alter und bei einigen Rassen vorkommen. Hier kann der Abschluss einer Hunde-Krankenversicherung sinnvoll sein. Sich frühzeitig zu informieren ist auf alle Fälle ratsam – nicht jeder Versicherer akzeptiert zum Beispiel ältere Hunde. Bestimmte Rassen sind sogar komplett ausgeschlossen.

Der Verantwortung bewusst sein!

Die Lebenserwartung eines Hundes kann 15 und mehr Jahre sein. Die Familie nimmt für einen langen Zeitraum eine entscheidende Rolle im Leben des Tieres ein. Deshalb sollte ein Hund nicht leichtfertig aufgenommen werden. Er ist glücklich, wenn er seine gesamte Lebenszeit bei seiner Familie verbringen darf.

Ein Hund kommt ins Haus

 

Haben Sie alle oben aufgeführten Punkte bedacht und sich bewusst für Ihren Wunschhund entschieden, dann wird Ihr neues Familienmitglied ihr Leben ganz ohne Frage bereichern. Somit steht einem tierisch schönen Zusammenleben mit Ihrem neuen Familienmitglied nichts mehr im Weg – viel Spaß und Freude dabei!

 

Wie Sie, Ihre Familie und Ihr vierbeiniger Freund bestens abgesichert sind, erfahren Sie hier.

 

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* Richtwerte, sind von Bundesland zu Bundesland, vom Züchter, Tierarzt und Futtermittel unterschiedlich.

Quellen: VDH (Verband für das deutsche Hundewesen), Deutscher Sparkassenverlag, pixabay.de

 

 

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