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Verheerende Brände – in vielerlei Hinsicht

veröffentlicht am 30. April 2020

Verheerende Brände – in vielerlei Hinsicht

Klimaveränderung und globale Erwärmung sind längst keine Fremdwörter mehr. Denn die Auswirkungen sind weltweit deutlich spürbar. Orkanartige Stürme, Platzregen, Dürreperioden und Brände sind die Folgen.

Die Nachrichten berichten regelmäßig über den wärmsten Tag oder Monat seit Wetteraufzeichnung. Oft herrschen wochen- oder gar monatelange Regenpausen verbunden mit einem verheerenden Brand. Eine vermeintliche Abkühlung verspricht in solchen Zeiten meist nur ein aufziehendes Gewitter. Statt der dringend benötigten Regenschauer zieht es aber immer öfter mit hohen Windgeschwindigkeiten, örtlichem Starkregen, Blitz und Donner über das Land und richtet so mehr Schaden als Nutzen an. Wie Zahnstocher umgeknickte Bäume, überschwemmte Straßen und Felder oder abgedeckte Hausdächer sind dann zu sehen.

Schäden im Millionen- bzw. Milliardenbereich

In den Jahren 2017 und 2018 sind alleine in Deutschland jährlich über 2 Millionen Schäden an Wohngebäuden gemeldet worden. Und die Tendenz ist bereits seit Jahren steigend. Laut einer Statistik des GDV wurden von den deutschen Versicherern Schäden im Gesamtwert von über 5 Milliarden Euro bezahlt. Und auch diese Zahl steigt in den letzten Jahren kontinuierlich an.

Statistik zu Schäden im Bereich der Wohngebäudeversicherung

Quelle: GDV (www.gdv.de/de/zahlen-und-fakten/versicherungsbereiche/wohngebaeude-24080)

Leitungswasser teuerste Schadenursache

Gefragt nach der häufigsten Ursache für einen Schadensfall am Haus würden die Meisten von uns sicherlich auf Sturm oder Überschwemmungen tippen. Denn gerade in der letzten Zeit sind uns die schweren Stürme, mit Namen „Friederike“, „Mortimer“ oder „Sabine“, besonders im Gedächtnis geblieben. Und für 2018 trifft das tatsächlich zu. Denn in diesem Jahr wurden erstmals mehr Schäden durch Sturm und Hagel gemeldet als in jedem anderen Bereich. In der Regel sind aber die häufigsten und teuersten Schäden die durch Leitungswasser. Alleine im Jahr 2018 zahlten die deutschen Gebäudeversicherer über 2,9 Milliarden Euro für mehr als 1 Million Schäden an bzw. für Ihre Kunden. Zwar sind die Schäden mit durchschnittlich 2.704 Euro nicht unbedingt die teuersten, multipliziert mit der großen Anzahl machen Sie dennoch den größten Kostenpunkt für die Versicherer aus.

 

Feuer – häufig unterschätzte Gefahr

An dritter Stelle folgen dann die Brandschäden. Zwar ist die Anzahl der Schäden mit durchschnittlich 200.000 während der letzten Jahre auf nahezu identischem Niveau geblieben, was jedoch kontinuierlich steigt, sind die Kosten im Bereich Feuer. Denn die Schäden, die Brände an Wohngebäuden verursachen, sind mit durchschnittlich knapp 6.000 Euro pro Schadensfall die mit Abstand teuersten. Zudem sind Brände nicht nur eine Gefahr für die Gebäude, sondern vor allem auch für deren Bewohner. Denn alle zwei bis drei Minuten brennt es in Deutschland in einem Haus oder einer Wohnung. Viele unterschätzen dabei die Gefahr, die von einem solchen Brand ausgeht. So sterben jedes Jahr rund 400 Personen bei Wohnungsbränden.

 

Die häufigsten Brandursachen

In deutschen Häusern und Wohnung ist die Hauptbrandursache Elektrizität. Dabei spielen vor allem überlastete Mehrfachsteckdosen, der unsachgemäße Gebrauch der Elektrogeräte und veraltete bzw. defekte Geräte eine tragende Rolle. Denn was die Meisten nicht wissen, auch Mehrfachsteckdosen haben eine Leistungsgrenze. Wird diese überschritten, können sie sich schnell überhitzen und sich dadurch selbst entzünden. Ähnlich verhält es sich, wenn Elektrogeräte nicht ihrem ursprünglichen Gebrauch gemäß verwendet werden. Auch Alterserscheinungen oder Defekte, wie eine brüchige Kabelisolierung, sind potenzielle Brandursachen. So kann sich die Hitze stauen und Kurzschlüsse verursachen die letztendlich einen Brand verursachen. Besonders häufig entstehen Brände aber auch durch menschliches Fehlverhalten. Hierzu zählt sowohl die Zigarette im Bett, wie auch die nicht ausgeschaltete Herdplatte in der Küche, die abgebrannte Adventskerze oder das heiße Bügeleisen, das auf einem Kleidungsstück abgestellt und vergessen wird.

Infografik: Die häufigsten Brandursachen in Deutschland | Statista

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Bei einem Brand gut abgesichert

In früheren Jahren war die Feuerversicherung eine Pflichtversicherung. Heutzutage ist Feuer ein möglicher Bestandteil der Wohngebäudeversicherung. Entsprechend lässt sich dieser Baustein neben Leitungswasser, Sturm/Hagel und Elementarschäden entweder ein- oder ausschließen. Entscheidet sich der Hausbesitzer dafür, Feuer mit aufzunehmen, haftet die Versicherung künftig für alle Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion oder Implosion. Und dabei ist in den meisten Fällen sogar nicht nur das Haus selbst, sondern auch die Garage oder der Carport mitversichert. Das Gleiche gilt für alles, was innen fest mit dem Gebäude verbunden ist, wie beispielsweise die Einbauküche, Bodenbeläge oder die Heizungsanlage. Teilweise sind sogar alle außen am Gebäude fest angebrachten Objekte wie Außenrollos, Markisen oder Satellitenschüsseln und Antennen mitversichert. Oder sie lassen sich alternativ gegen einen kleinen Zusatzbeitrag mit aufnehmen.

 

Die Ursache liegt oft beim Menschen

Aber nicht nur für viele Brände ist der Mensch mitverantwortlich, sondern vielleicht auch für viele Naturkatastrophen. Wenn sich sein Umgang mit der Natur, den Tieren und der Umwelt nachhaltig verändern würde, hätte das auch einen entsprechend positiven Einfluss auf das Klima. Das zeigt sich gerade im Zuge der momentanen Corona-Krise. Denn durch den kompletten Shutdown ganzer Nationen verbessert sich nicht nur die Luftqualität drastisch, es erobern auch immer mehr Tiere und Pflanzen ihren ursprünglichen Lebensraum zurück. Auch das erklärte Klimaziel, 40 Prozent weniger CO² auszustoßen als 1990, wird Deutschland laut einer Studie von Agora Energiewende in diesem Jahr nun doch erreichen. Das ist allerdings in keiner Weise ein Trost dafür, dass momentan tausende Menschen sterben, noch dass der aktuelle Zustand so bleiben soll. Die aktuelle Situation zeigt allerdings, dass sich das globale Gleichgewicht wahrscheinlich innerhalb weniger Jahrzehnte wieder weitgehend erholen würde, wenn der Mensch die Erde weniger belastet und beeinflusst.

 

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Quelle: br.de, statista.com, gdv.de, vkb.de, zeit.de

 

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