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„Ei“niges rund um Ostern…

veröffentlicht am 1. April 2020

„Ei“niges rund um Ostern…

Jedes Jahr feiern Millionen Menschen Ostern. Dabei werden Eier bunt gefärbt, Schokoladenhasen für die Kinder versteckt, die Ostermesse besucht und mit der Familie gefeiert. Aber woher stammen die unterschiedlichen Ostertraditionen und wie feiert Deutschland heutzutage das Osterfest überhaupt?

 

Woher stammt das Wort „Ostern“?

In den meisten Sprachen ist der Ursprung des Namens relativ einfach zu klären. Er leitet sich vom jüdischen Wort „Pessach“ ab. Dementsprechend heißt das Osterfest im italienischen „Pasqua“, im niederländischen „Pasen“, im spanischen „Pascua“ oder im französischen „Pâques“. Denn Jesus feierte beim letzten Abendmahl mit seinen Jüngern das Pessachfest, brach mit ihnen das Brot und teilte den Wein.

Woher hingegen der deutsche Begriff „Ostern“ stammt, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Eine Theorie geht auf die Himmelsrichtung Osten zurück. Da die Sonne bekanntermaßen im Osten aufgeht und das leere Grab Jesu „früh am Morgen, als eben die Sonne aufging“ entdeckt wurde, scheint das durchaus möglich. Eine andere besagt, dass er sich vom gallo-fränkischen Begriff „Austro“ für „Morgenröte“ ableitet. Hintergrund dabei wäre entweder ebenfalls der Ostermorgen oder aber das heidnische Frühlingsfest. Nach der dritten Möglichkeit liegt der Ursprung im alten germanischen Begriff „austr“ für begießen, was sich auf die christlichen Tauffeiern in der Osternacht beziehen würde. Aber auch die heidnische Frühlingsgöttin Eostrae, die Göttin der Morgenröte und des zunehmenden Lichts, ist durchaus denkbar als Namensgeberin für das heutige Ostern.

 

Was feiern wir an Ostern?

Grundsätzlich gilt das Osterfest als das höchste und bedeutendste Fest der Christen. Dabei wird sowohl der Leidenszeit wie auch dem Tod Jesu Christi sowie seiner anschließenden Auferstehung gedacht. Denn die Auferstehung und damit der Sieg über den Tod sind der Ursprung für den Glauben an das ewige Leben. Eingeleitet werden die österlichen Feierlichkeiten mit dem Gründonnerstag. An diesem Tag wird dem letzten Abendmahl gedacht, das Jesus mit seinen Jüngern feierte. Am darauf folgenden Karfreitag wird dann an sein Leiden sowie seinen qualvollen Tod am Kreuz erinnert. Der Karsamstag ist dann der Tag der Grabesruhe, an dem keine Gottesdienste stattfinden und die Kirchen frei von allen Kerzen und Blumen sind.

Der Beginn der österlichen Festzeit ist dann die anschließende Osternacht. Während der Feier kehrt in die dunkle Kirche, sinnbildlich für den Tod Jesus, wieder Licht zurück. Denn das Entzünden der Kerzen symbolisiert die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Außerdem wird am Ostersonntag das Osterwasser geweiht, die Osterkerze entzündet und die Speisen der Gläubigen gesegnet. Auch der Ostermontag, an dem Jesus laut Evangelien seinen noch zweifelnden Jüngern erschienen ist, zählt noch zum österlichen Hochfest. Die gesamte anschließende Freudenzeit bis Pfingsten, immerhin 50 Tage, steht dann im Zeichen des auferstandenen Herrn.

 

Was hat der Osterhase mit Ostern zu tun?

Über den Ursprung des Osterhasen gibt es mehrere mögliche Theorien. Die wahrscheinlichste davon bezieht sich darauf, dass der Hase gemeinhin als Frühlingsbote gilt sowie als äußerst fruchtbares Tier und somit als Symbol für neues Leben. Das trifft auch beides auf das Osterfest zu, entsprechend wäre diese Theorie durchaus stimmig. Eine andere Möglichkeit geht zurück auf das Lamm als ursprüngliches Symboltier für das Osterfest. Die Weiterverbreitung eines misslungenen Ostergebäcks bzw. einer schlechten Zeichnung dieses Osterlamms könnte ebenfalls der Ursprung für den Osterhasen sein. Eine dritte Theorie geht auf die Feldhasen zurück. Früher, als viele noch keine schön angelegten Gärten hatten, versteckten die Eltern die Ostereier ganz einfach auf den Feldern. Bei ihrer Suche haben die Kinder dann oft einen Hasen gesehen und da lag natürlich der Gedanke nahe, der Hase hätte die Eier versteckt.

Woher der Brauch des Osterhasen auch immer kommt, heutzutage sind der Osterhase und seine Ostereier nicht mehr wegzudenken.

 

Warum färbt man zu Ostern die Eier bunt?

Die Tradition des Eierfärbens geht in Deutschland zurück bis ins 13. Jahrhundert. Damals war das Essen von Eiern während der Fastenzeit verboten. Da die Hennen aber weiterhin Eier legten und diese durchaus wertvoll waren – sie wurden sogar als Zahlungsmittel eingesetzt – kochte man die Eier kurzerhand um sie länger haltbar zu machen. Um später zu unterscheiden, welche Eier bereits gekocht und welche noch roh waren, gab man Pflanzenteile zum Färben der Eier mit ins Kochwasser. Heutzutage färben und bemalen viele Eltern die Ostereier gemeinsam mit ihren Kindern. So entstehen die schönsten, kreativsten und unterschiedlichsten Arten von Ostereiern. Gläubige Christen lassen die Eier dann zusammen mit dem Schinken, dem Osterbrot, Salz, Butter sowie dem frisch gebackenen Osterlamm während der Ostermesse segnen. Diese geweihten Speisen werden dann gemeinsam als Festessen nach der vorangegangenen Fastenzeit verzehrt. Viele Landwirte streuen noch heute die gesegneten Eierschalen anschließend auf ihre Felder. Das soll Glück und eine gute Ernte bringen.

Wie feiert Deutschland Ostern heutzutage?

Laut einer gemeinsamen Umfrage von Statista und dem Meinungsforschungsinstitut YouGov, steht für die meisten Deutschen die Familienfeier an Ostern im Mittelpunkt. Aber auch das Verschenken von Schokolade oder Ostergeschenken ist zu einem beliebten Brauch geworden. Genauso wie das Färben von Ostereiern, der Osterbrunch oder das Basteln eines Osterkörbchens für viele fester Bestandteil des Osterfestes ist. Ein Besuch des Gottesdienstes gehört dagegen nur für elf Prozent aller Befragten zu Ostern dazu.

Infografik: So feiern die Deutschen Ostern | Statista

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

 

Was gilt es rund um Ostern noch zu wissen?
  • Die deutsche Süßwarenindustrie produzierte 2019 insgesamt 220 Millionen Schokoladenosterhasen. Schokoladennikoläuse und -weihnachtsmänner wurden dagegen nur 151 Millionen hergestellt. Damit gewinnt der Schokohase mit deutlichem Abstand gegen die weihnachtliche Konkurrenz.
  • Die größte Ostereiersuche fand am 1. April 2007 im Cypress Gardens Adventure Park in Winter Haven, Florida, USA statt. 9.753 Kinder haben mit ihren Eltern dort die insgesamt 501.000 Ostereiern gesucht.
  • Das nach heutigem Stand größte Schokoladenosterei der Welt wog 7.200 kg, hatte einen Umfang von 19.6 Meter und wurde von Tosca hergestellt.
  • Im Jahr 2018 wurden in Deutschland über 19,4 Milliarden Eier verbraucht. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 235 Eiern pro Jahr. Deutsche Hennen legten davon 13,6 Milliarden Eier, der Rest wird importiert, meist aus den Niederlanden.
  • Da Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt, ist der frühestmögliche Termin für den Ostersonntag der 22. März. Dieser trifft jedoch relativ selten zu, zuletzt 1818 und das nächste Mal 2285. Der späteste Termin ist der 25. April, der schon bald – nämlich 2038 – eintritt. Das häufigste Osterdatum ist übrigens der 19. April.

 

Spaß für Groß und KleinBastelideen für Ostern

Osterhasen aus Papier falten – das geht ganz einfach und sieht dazu noch wahnsinnig putzig aus.

Aus Wolle oder Garn lassen sich mit Hilfe von Luftballons auch ganz tolle Ostereier basteln.

 

Falls Sie lieber mit Filz basteln, probieren Sie sich doch einmal an diesen bunten Hühnern aus.

 

Oder benutzen Sie Ihre leeren Klopapierrollen als Grundlage für einen niedlichen Osterhasen.

 

Ostern steht vor der Tür

Der Ostersonntag fällt dieses Jahr auf den 12. April. Es bleibt also nicht mehr all zu viel Zeit, um die Osterkörbchen zu basteln, die Eier bunt zu färben und zu bemalen oder die Osterdekoration abzuschließen. Und auch die Speisen für das traditionelle Osterfrühstück sowie die schokoladigen Osterhasen und -eier wollen aus dem umfangreichen Sortiment der Supermärkte sorgfältig ausgesucht werden. Dabei sollten Sie jedoch darauf achten, den Kindern nicht all zu viel Süßigkeiten und Zucker zuzumuten. Denn das kann an den empfindlichen Kinderzähnen durchaus böse Folgen haben. Und falls sich doch einmal ein kleines Loch zeigt, ist es gut wenn Sie rechtzeitig vorgesorgt haben.

Wir wünschen Ihnen ganz viel Spaß am Osterfest gemütlich zu Hause, im Kreis der Familie und genießen Sie das Ende der Fastenzeit in vollen Zügen.

 

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Quelle: statista.com, guinnessworldrecords.de, www.ble.de, lexikon.astronomie.info, wissen.de, planet-wissen.de, helles-koepfchen.de, youtube.com, pixabay.de

 

 

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