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Immobilienbewertung – das sollten Sie wissen

veröffentlicht am 3. Februar 2020

Immobilienbewertung – das sollten Sie wissen

Die genaue Ermittlung des Immobilienwertes hängt von verschiedenen Kriterien ab …

 

Wichtigstes Kriterium zur Immobilienbewertung: die Lage

Großen Einfluss auf die Immobilienbewertung hat die Lage Ihrer Immobilie. Die Preise unterscheiden sich lokal enorm. Nehmen Sie Vergleiche daher immer nur mit Immobilien in der Nähe vor.

Auch der unmittelbare Standort spielt eine Rolle bei der Bewertung. Ausblick, Geräuschkulisse und Lichtverhältnisse beeinflussen zum Beispiel den Immobilienwert und damit den Preis.

Wenn Sie Baugrundstücke bewerten möchten, liefern die Bodenrichtwerte einen Anhaltspunkt. Sie geben an, wie viel ein Quadratmeter Fläche in einer bestimmten Lage durchschnittlich kostet. Weil dabei konkrete Eigenschaften des Grundstücks nicht berücksichtigt werden, können sie aber stark vom eigentlichen Wert abweichen.

Haus im Grünen
Weitere Kriterien zur Immobilienbewertung: Haustyp, Bauqualität, Ausstattung

Einfamilienhaus, Mehrparteienhaus, Reihenhaus, Villa, Fachwerkhaus oder anderes – der Haustyp spielt eine wesentliche Rolle bei der Immobilienbewertung. Auch Baupläne mit der Zahl und Aufteilung der Zimmer werden berücksichtigt.

Auf den Kaufpreis wirken sich außerdem die Bauqualität, Qualität und Zustand von Dach, Bad, Küche und Bodenbelägen aus. Eine besondere Ausstattung wie ein schön angelegter Garten, ein Swimmingpool oder ein Kamin beeinflussen ebenfalls die Preisermittlung.

Wenn Sie den Substanzwert Ihrer Immobilie ganz genau berechnen lassen wollen, können Sie ein Sachwertverfahren bei einem Experten anfordern. Dabei wird der Wert Ihrer Immobilie anhand des Bodenrichtwertes und der reinen Herstellungskosten berechnet. Die aktuelle Situation am Immobilienmarkt wird allerdings nicht berücksichtigt. Daher lässt das Ergebnis des Verfahrens allein keine exakten Rückschlüsse auf den Marktwert (Verkehrswert) Ihrer Immobilie zu. Präziser ist ein Vergleichswertverfahren. Statt des Sachwertes der Immobilie steht hierbei die Frage im Mittelpunkt, welche Verkaufspreise Eigentümer ähnlicher Immobilien in Ihrer Gegend erzielt haben. Je mehr Immobiliendaten der Gutachter hierzu vergleichen kann, desto besser.

Ebenfalls wichtig: die Energieeffizienz

Es ist Pflicht, Interessenten einen Energieausweis vorzulegen. Ein geringer Energiebedarf wirkt sich vorteilhaft auf die Immobilienbewertung aus. Denn die Käufer können damit später Energiekosten sparen – und eine hohe Energieeffizienz ist besser für die Umwelt!

Energieeffizienz
Rechnungen zu Renovierungen aufheben!

Aufwendige Renovierungen können den Wert Ihrer Immobilie erhöhen. Beziehen Sie zum Beispiel Kosten für Rechnungen von Handwerkern in die Immobilienbewertung mit ein. Am Besten Sie legen sich dazu alle Belege zurecht.

Grundbuchauszug vorlegen

Der Grundbuchauszug enthält alle Grundbucheinträge zu Ihrer Immobilie. Wichtig für die Bewertung ist, dass außer Ihnen als Verkäufer niemand anderes Rechte an der Immobilie hat. Als Eigentümer bekommen Sie den Auszug beim Grundbuchamt.

Mietverträge als Kriterium bei der Immobilienbewertung

Vermietete Immobilien erzielen in der Regel etwas geringere Verkaufserlöse als unvermietete. Ganz wesentlich für die Immobilienbewertung von vermieteten Immobilien sind die Mietverträge. Darüber können sich Interessenten ein Bild machen, ob sich durch den Kauf eine Rendite erzielen lässt. Neben der Höhe der monatlichen Miete ist es wichtig, wie lange die Mieter schon im Haus oder in der Wohnung leben. Sie können von Experten in einem Ertragswertverfahren ermitteln lassen, wie sehr sich die Vermietung der Immobilie lohnt. Wer eine Immobilie als Geldanlage kauft, wird den Ertragswert der Immobilie als wichtiger einschätzen als ihren Sachwert.

Den Immobilienwert professionell ermitteln

Lassen Sie Ihren Immobilienwert von erfahrenen Maklern ermitteln. Sie kennen die Preise in Ihrer Nähe. Außerdem umgehen Sie so zwei Extreme:

Eigentümer sind einerseits emotional an ihre Immobilie gebunden. Dadurch schätzen sie den Preis ihrer Immobilie zu hoch ein.

Andererseits stehen Eigentümer beim Verkauf ihrer Immobilie manchmal unter Zeitdruck. Weil sie das Haus oder die Wohnung schnell verkaufen wollen, setzen sie den Preis dann bei der Immobilienbewertung zu niedrig an.

Hier erhalten Sie schnell und kostenlos eine erste Einschätzung.

Lesen Sie demnächst:

  • wie Sie Ihre Immobilie aufwerten
  • wie Sie den Immobilienverkauf vorbereiten
  • Immobilie geerbt – was nun?

 

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Quelle: Deutscher Sparkassenverlag, sparkasse.de, pixabay

 

 

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