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Ein tolles Weihnachtsgeschenk: Führerschein mit 17

Veröffentlicht am 2. Dezember 2019

Ein tolles Weihnachtsgeschenk: Führerschein mit 17

Erstmals getestet 2004 in Niedersachsen, wurde der „Führerschein mit 17“ 2005 in Bayern eingeführt und erfreut sich seitdem immer größerer Beliebtheit. Das „begleitete Fahren“ – auch BF17-Führerschein oder nur BF17 genannt – bietet die Möglichkeit, für ein Jahr, also bis zum 18. Geburtstag, Fahrpraxis zu sammeln; aber nur in Begleitung einer erfahrenen Person mit gültigem Führerschein und selbstverständlich mit vorheriger Eignungsprüfung.

 

Mit 16,5 Jahren kann man sich bereits in einer Fahrschule für den Führerschein mit 17 anmelden. Ab drei Monate vor dem 17. Geburtstag darf die theoretische Führerscheinprüfung abgelegt werden. Die praktische Prüfung kann dann ab einem Monat vor dem 17. Geburtstag in Angriff genommen werden.

Grundsätzlich scheint das begleitende Fahren mit 17 Jahre für jeden infrage zu kommen. Aber selbstverständlich müssen die Erziehungsberechtigten diesem Vorhaben auch schriftlich zustimmen. Und weil man für „begleitetes Fahren“ natürlich auch eine Begleitperson benötigt, sollte vor der Führerscheinausbildung unbedingt geklärt sein, ob denn auch eine solche für regelmäßige Fahrten zur Verfügung steht.

Lässt sich keine Begleitung finden, sollte man darüber nachzudenken, den Führerschein erst mit 18 Jahren zu machen.

 

Begleitetes Fahren

 

Auf die richtige Begleitung kommt es an!

Beim Fahren mit 17 Jahre sollen Jugendliche von der Erfahrung, Ruhe und Voraussicht einer Begleitperson profitieren. Durch deren Anwesenheit fühlen sich viele der Führerscheinneulinge im Straßenverkehr deutlich sicherer. Es kann eine oder mehrere Begleitpersonen geben.

Die Fahrerlaubnisbehörde prüft, ob sich jemand als Begleitperson eignet. Eine potenzielle Begleitperson muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie muss mindestens 30 Jahre alt sein
  • Die Person muss seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen einen Führerschein Klasse B (früher Klasse 3) besitzen und
  • Sie darf nicht mehr als einen Punkt im Fahreignungsregister (ab 01.05.2014), bzw. maximal drei Punkte im Verkehrszentralregister (bis 30.04.2014) haben

Während der Fahrt muss die Begleitperson weniger als 0,5 Promille Blutalkohol haben – am besten natürlich 0,0 Promille! – und darf selbstverständlich nicht unter dem Einfluss anderer Drogen oder von Medikamenten stehen.

 

Wie sieht es mit der Antragstellung aus?

Damit es mit dem Führerschein mit 17 klappt, muss natürlich einiges beantragt, geprüft und genehmigt werden. Die entsprechenden Formulare dazu erhält man in der Regel in der Fahrschule und bei der zuständigen Führerscheinstelle. Alternativ kann man die Anträge auch oftmals auf den Websiten von Städten und Landkreisen downloaden. Aber Obacht: die Vordrucke sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich; teilweise sogar innerhalb der Landkreise.

Zuerst muss man sich natürlich erst ein mal in einer Fahrschule für die Fahrausbildung anmelden. Auf dem Antrag zur Anmeldung, manchmal auch auf einem Zusatzformular, werden unter anderem auch die Begleitpersonen eingetragen. Diese müssen ihre künftigen, begleitenden Aktivitäten meist mit ihrer Unterschrift bestätigen. Außerdem müssen sie ihren Führerschein vorlegen beziehungsweise eine Kopie von diesem. Die gesetzlichen Vertreter müssen sowohl dem Antrag als auch den Begleitpersonen – selbstverständlich schriftlich – zustimmen.

Mit diesen Anträgen im Gepäck geht es dann zur Führerscheinstelle. Dort werden weitere Dokumente und Unterlagen benötigt:

  • Ein Personalausweis oder Reisepass – jeweils mit gültiger Meldebescheinigung
  • Ein biometrisches Passbild
  • Ein Sehtest – dieser darf nicht älter als zwei Jahre ein
  • Ein Nachweis über die Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Schulung – diese Kurse werden in der Regel in der Fahrschule angeboten

Bei der Antragstellung werden dann Gebühren fällig. Man bezahlt für den Antrag selbst, für die Ausfertigung der Prüfbescheinigung und für die Überprüfung der potenziellen Begleitperson(en). Diese Gebühren sind bundesweit unterschiedlich, eine genaue Auflistung aller nötigen Dokumente und Gebühren steht meist auf den Webseiten der für den Wohnort zuständigen Führerscheinstelle.

Sobald alle Dokumente geprüft wurden, werden sie von der Führerscheinstelle an die Fahrschule geschickt. Die Fahrschule informiert dann den Fahranfänger, sobald die Bescheinigungen eingetroffen sind.

 

Welche Kosten entstehen zusätzlich für das Begleitete Fahren?

Wer den Führerschein mit 17 Jahren machen möchte, sollte grundsätzlich mit Kosten eines „normalen Führerscheins“ der Klasse B rechnen. Zusätzlich entstehen dann geringe Mehrkosten für das Eintragen lassen der Begleitperson(en). Eine exakte Berechnung der Gesamtkosten lässt sich vorab schlecht abschätzen, weil jede Fahrschule eigene Tarife anbietet und jeder Fahrschüler einen unterschiedlichen Übungsbedarf hat, was sich entsprechend auf die Kosten auswirkt.

Die ungefähren Kosten können sich wie folgt zusammensetzen:

  • Anmeldegebühr: häufig bis zu 200 Euro
  • Fahrstunden: je nach Bedarf bis zu 1.500 Euro
  • Prüfungsgebühren: meist bis zu 200 Euro
  • Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis: rund 50 Euro

Weitere Kosten entstehen meist für den Erste-Hilfe-Kurs, Passbilder, Sehtest und Lernmaterial. Eine zweite Prüfung, weil die erste nicht bestanden wurde – theoretisch wie praktisch mehrmals möglich – bringt natürlich ebenfalls weitere Zusatzkosten mit sich.

Grundsätzlich kann der Führerschein mit 17 Jahre aber auch finanzielle Vorteile bringen, denn viele KFZ-Versicherungen honorieren dies in der Versicherungsprämie.

Tipp zum Kostensparen: auf einem Verkehrsübungsplatz kann man zur Prüfungsvorbereitung privat üben.

Führerschein mit 17

 

Gut zu wissen

 

Nach bestandener praktischer Prüfung erhält der Fahrneuling eine Prüfungsbescheinigung. Sie gilt als Führerschein. In der Prüfungsbescheinigung stehen dann unter anderem auch die Begleitpersonen drin.

Der „Führerschein“ – also die Prüfbescheinigung für begleitendes Fahren – läuft drei Monate nach dem 18. Geburtstag ab. Die Prüfungsbescheinigung muss spätestens dann bei der Führerscheinstelle gegen einen Führerschein der Klasse B umgetauscht werden. Beide Klassen folgen also aufeinander.

 

Welche Fahrerlaubnisklassen sind eingeschlossen?

Neben dem Erwerb der Klasse B und BE sind die Klassen AM und L integriert. Für die Klassen AM und L dürfen die Fahrzeuge ohne Begleitung geführt werden. Die Prüfungsbescheinigung und ein amtliches Ausweisdokument sind selbstverständlich auch hier mitzuführen. Auf Antrag wird für diese Klassen auch ein Kartenführerschein ausgestellt.

 

Begleitpersonen sollten unbedingt an die Versicherung denken!

Natürlich ist auch die Versicherung ein großes Thema in puncto BF 17. Die meisten Fahranfänger sind mit dem Auto ihrer Eltern oder dem andere Verwandter unterwegs, bis sie mit ihrem eigenen Auto fahren dürfen. Teilen Sie deshalb rechtzeitig der Versicherung die Teilnahme an der Ausbildung von begleitendem Fahren mit. In dem Fall wir die Police geändert, um bei einem Schadensfall richtig zu haften. Kommt es zu einem Unfall, kann die Versicherung erhebliche Probleme in diesem Fall verursachen. Deshalb ist es ratsam, die Teilnahme am BF 17 der Versicherung rechtzeitig mitzuteilen. In vielen Fällen berechnet die Versicherung auch keinen höheren Beitrag.

 

Was passiert, wenn ein 17-jähriger gültiger Fahrerlaubnis ohne Begleitung Auto fährt?

Seine Fahrerlaubnis wird widerrufen, da es sich um einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung innerhalb der Probezeit handelt. Da sich der Verstoß innerhalb der Probezeit ereignet, wird nicht nur ein Bußgeld erteilt, sondern auch die Probezeit verlängert. Zudem muss der Fahranfänger vor Neuerteilung der Fahrerlaubnis ein kostenpflichtiges Aufbauseminar (Nachschulung) nach § 2a Abs. 2 StVG absolvieren.

 

Ein sinnvolles Weihnachtsgeschenk

Die Ausbildung in der Fahrschule legt den Grundstein für sicheres Autofahren. Immer wieder passiert es allerdings, das Fahranfänger innerhalb des ersten Jahres verunglücken. Der Führerschein mit 17 bietet somit die Möglichkeit zwölf Monate in Begleitung eines erfahrenen Erwachsenen zu üben „bevor es ernst wird“. Und die Wissenschaft belegt: Wer mit 17 Jahre das begleitende Fahren beginnt, hat im Anschluss – also mit 18 Jahren – ein deutlich niedrigeres Unfallrisiko. Sie sehen, es lohnt sich durchaus über das Weihnachtsgeschenk „Führerschein mit 17“ nachzudenken.

Weil aber dennoch immer wieder etwas Ungewolltes geschehen kann, sollten Sie im Fall der Fälle abgesichert sein. Die passenden Informationen dazu finden Sie hier

Die Redakteure vom Blog wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit und viel Freude beim Stellen Ihres Christbaums. Dazu ein besinnliches Weihnachten im Kreise Ihrer Lieben, stressfreie und erholsame Feiertage sowie einen „guten Rutsch“ in 2020. Wir lesen uns im nächsten Jahr.

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Quellen: Freistaat Bayern, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, ADAC, bussgeldkatalog.de, DSV, pexels.com, 123rf.com, pixabay.com

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