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„Die Rente ist sicher!“ – Das war einmal…

Veröffentlicht am 1. August 2019

„Die Rente ist sicher!“ – Das war einmal…

„Die Rente ist sicher!“. Das versprach Norbert Blüm, damals Bundesarbeitsminister, am 10. Oktober 1987 allen Deutschen. Mittlerweile wissen wir, dieses Versprechen lässt sich nicht halten. Zusätzliche private Vorsorge wird daher immer wichtiger!

 

Altersvorsorge bei jungen Leuten

Wie wichtig private Altersvorsorge ist, ist allerdings noch nicht in allen Altersgruppen angekommen. Am erschreckendsten sind die Zahlen in der Gruppe der unter 30-Jährigen. Einer repräsentativen Studie zufolge sorgen 26 % der Befragten überhaupt nicht für später vor. Weitere 30 % legen maximal 50 Euro pro Monat für Ihre Altersvorsorge zurück. Das ist deutlich zu wenig! Über ein Drittel der Befragten setzt sich zudem überhaupt nicht mit dem Thema Altersvorsorge auseinander. Was verwunderlich ist, denn gleichzeitig haben 29 % der befragten Personen Angst davor, später unzureichend finanziell versorgt zu sein und unter Altersarmut zu leiden. Trotz aller Ängste vertagen sie dieses wichtige Thema aber lieber auf später. Diejenigen, die sich allerdings mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigen, stehen oft vor einem ganz anderen Problem. Denn sie sehen finanziell keine Möglichkeit zusätzlich privat vorzusorgen.

 Statistik: Für wie gut halten Sie sich über die Leistungen und Möglichkeiten der gesetzlichen und privaten Altersvorsorge informiert? | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Wissenswertes zum Rentenniveau

Das Rentenniveau definiert sich aus der Relation von Standardrente und Entgelt, wobei die Berechnung jeweils auf der Basis eines Durchschnittsverdieners erfolgt. Seit 2000 hat sich sowohl der Durchschnittsverdienst als auch die Standardrente kontinuierlich gesteigert, das Rentenniveau ist dabei jedoch stetig gesunken. Der Grund dafür: Beide Werte, Verdienst und Rente, sind zwar gestiegen, jedoch nicht im gleichen Verhältnis. Das Rentenniveau ist alleine in den letzten 16 Jahren um 4,8 %, von 52,9 auf 48,10 %, gefallen. Und Prognosen zufolge wird sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Bis zum Jahr 2030 wird es voraussichtlich auf 44,3 % sinken.

Doch warum verringert sich das Rentenniveau, wenn die Gehälter steigen? Das liegt am sogenannten Umlageverfahren. Es besagt, dass sich die Ausgaben zum größten Teil durch die laufenden Beiträge sowie einem Bundeszuschuss finanzieren. Die Anzahl der Rentenbezieher wird sich allerdings aller Voraussicht nach auch in Zukunft stärker steigern als die Anzahl der Beitragszahler. Aus diesem Grund wurden bereits verschiedene Reformen vorgenommen, um die Renten auch langfristig zu sichern. Die Formel zur jährlichen Anpassung der Renten wurde daher unter anderem um den Nachhaltigkeitsfaktor ergänzt. Dieser Faktor besagt, dass die Rentenanpassung geringer ausfällt, wenn die Zahl der Rentner stärker steigt als die Zahl der Beitragszahler. Genauso verhält es sich auch umgekehrt. Steigt die Zahl der Beitragszahler, steigt die Rentenanpassung ebenfalls.

 

Möglichkeiten, um die Rente aufzubessern

Betriebliche Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge unterscheidet man grundsätzlich zwei Varianten: Entweder spart Ihr Arbeitgeber für die Belegschaft oder Sie, als Arbeitnehmer, legen selbst einen Teil Ihres Bruttogehalts für die Altersvorsorge zurück. Sparen Sie selbst, bauen Sie Ihre private Vorsorge auf und sparen durch die Bruttolohnumwandlung zusätzlich auch noch Steuern und Sozialabgaben. Sprechen Sie am besten gleich mit Ihrem Arbeitgeber, welche Möglichkeit es in Ihrem Betrieb gibt. Denn Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, eine betriebliche Altersvorsorge anzubieten. Weitere Informationen zur betrieblichen Altersvorsorge finden Sie auch in unserem Beitrag zur Betriebsrente.

 

Riester-Rente

Wer sich für einen Riester-Sparvertrag als Altersvorsorge entscheidet, erhält staatliche Förderungen und kann zudem, je nach Einkommenssituation, von zusätzlichen Steuervorteilen profitieren. Damit Sie die vollen Zulagen erhalten, müssen Sie allerdings jährlich 4 % Ihres Bruttoeinkommens (maximal 2.100 Euro) mindestens jedoch 60 Euro auf Ihren Vertrag einzahlen. So ist eine Förderung von bis zu 51 Prozent möglich – in Einzelfällen sogar noch mehr. Zudem sind Riester-Verträge Hartz-IV-sicher und bleiben so auch im Fall einer Arbeitslosigkeit unberührt bestehen. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Arten von Riester-Verträgen wählen. Angefangen beim klassischen Riester-Sparplan über Riester-Versicherungen und fondsgebundene Riester-Sparpläne bis hin zum Wohn-Riester. Lassen Sie sich zum Thema Riester am besten umfassend beraten. So finden Sie heraus, welche Variante optimal zu Ihnen und Ihrem Lebensentwurf passt.

Sie möchten sich vorab noch weiter informieren? In diesem Video finden Sie alles noch einmal kurz zusammengefasst.

 

Vermögenswirksame Leistungen

Zusätzlich zum Gehalt zahlen viele Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen (vL). Diese fließen allerdings nicht auf Ihr Gehaltskonto, sondern direkt auf einen dafür geeigneten Sparvertrag. Für welche Variante Sie sich als Sparer dabei entscheiden, steht Ihnen frei. Zur Auswahl stehen Banksparverträge, Fondssparpläne, Bausparverträge oder die betriebliche Altersvorsorge. Die Höhe der vermögenswirksamen Leistungen ist meist im Tarif- bzw. Arbeitsvertrag geregelt. Der Höchstbetrag liegt allerdings bei 40,00 Euro monatlich. Zahlt der Arbeitgeber weniger, können Sie den Sparbetrag bis zum Maximalbetrag selbst auffüllen. Das lohnt sich insbesondere dann, wenn Sie die Voraussetzungen für den Erhalt der Arbeitnehmersparzulage und/oder der Wohnungsbauprämie erfüllen. Die angesparten vermögenswirksamen Leistungen inklusive Förderungen werden allerdings frühestens nach sieben Jahren ausbezahlt. Dabei wird der Vertrag sechs Jahre bespart, das siebte Jahr ist dann ein sogenanntes Ruhejahr. Im Ruhejahr können die vL dann bereits auf einen neuen Vertrag fließen. Anders sieht es allerdings beim Bausparvertrag aus. Hier muss sieben Jahre angespart werden.

Sie möchten noch mehr zum Thema vermögenswirksame Leistungen wissen? In diesem Video finden Sie alles noch einmal kurz zusammengefasst.

 

Private Altersvorsorge

Neben den geförderten Altersvorsorgevarianten gibt es selbstverständlich auch ungeförderte. In diesen Fällen stammt jeder Euro, der in Ihre Altersvorsorge fliest, aus Ihrem eigenen Geldbeutel. Dafür sind diese Sparformen in den meisten Fällen an keine Mindestsparbeiträge, Einkommensgrenzen oder Auszahlungsbeschränkungen gebunden. Die Bekannteste unter den privaten Altersvorsorgeprodukten ist sicherlich die klassische Rentenversicherung. Der große Vorteil dieses Altersvorsorgeprodukts: Die eingezahlten Beiträge einschließlich aller Zinsen und Überschüsse sind zum Vertragsablauf garantiert. Zudem können Sie sich bis zu Ihrem Rentenbeginn entscheiden, ob Sie lieber eine Einmalauszahlung oder eine lebenslange monatliche Rente beziehen möchten.

 

Fondssparplan

Wer dagegen eine Altersvorsorge mit höheren Renditechancen anstrebt, der kann mit einem Fondssparplan fürs Alter vorsorgen. Damit verbunden ist jedoch auch ein höheres Risiko als bei den konservativen Anlageformen. Das Angebot an unterschiedlichen Fonds ist dabei nahezu unerschöpflich. Auch im Puncto Flexibilität hat der Fondssparplan durchaus Vorteile. So können Sie die Höhe Ihrer Sparrate frei wählen. Einzahlungen sind bereits ab 25 Euro monatlich möglich. Zudem besteht jederzeit die Möglichkeit die Rate zu ändern oder sogar auszusetzen. Und auch Auszahlungen sind während der Laufzeit möglich, allerdings zum aktuellen Kurswert. Während der gesamten Sparzeit wird das Depot von den Profis der DekaBank, dem Wertpapierhaus der Sparkasse Freising, aktiv gemanaged und das Fonds-Portfolio für Sie angepasst. Das passiert ganz automatisch. Sie müssen sich dabei um nichts kümmern.

Sie möchten noch weitere Informationen zum FondsSparplan? In diesem Video erfahren Sie mehr.

 

Fazit

Egal für welche Möglichkeit Sie sich entscheiden, wichtig ist möglichst früh damit zu starten. Denn je früher Sie mit dem Sparen beginnen, umso geringer ist der monatliche Beitrag, umso länger die Beitragszahlungsdauer und umso höher der eingezahlte Betrag. Und noch ein Tipp für alle, die Ihre Rente später in vollen Zügen – und mit vollen Taschen – genießen möchten: Die richtige Mischung macht´s.  Lassen Sie sich daher am besten gleich beraten und finden Sie den für Sie passenden Mix.

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