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Rückt die Berufswahl näher und fällt das Stichwort

veröffentlicht am 1. April 2019

Rückt die Berufswahl näher und fällt das Stichwort "Bewerbung", wird unweigerlich auch an Anschreiben, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch gedacht. Was dahinter steckt und auf was es ankommt lesen Sie hier.

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Mit dem Ausbildungsstart beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Mit Hilfe unserer Checkliste organisieren Sie alles Wichtige schon im Vorfeld und starten perfekt vorbereitet ins Berufsleben.

veröffentlicht am 2. Juli 2018

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Duales Studium - die ideale Kombination von Studium und Berufstätigkeit für ehrgeizige Karriereziele. Die Teilnehmer absolvieren einen Bachelor-Studiengang im Bereich

veröffentlicht am 1. Februar 2019

Duales Studium - die ideale Kombination von Studium und Berufstätigkeit für ehrgeizige Karriereziele. Die Teilnehmer absolvieren einen Bachelor-Studiengang im Bereich "Banking and Sales" und durchlaufen gleichzeitig eine Ausbildung zur Bankkauffrau/zum Bankkaufmann. Eine optimale Voraussetzung für spätere Top-Jobs!

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Assessment-Center

veröffentlicht am 1. August 2019

Assessment-Center
Was ist eigentlich ein Assessment-Center?

Der Begriff Assessment-Center (AC) kommt vom englischen Verb to assess = beurteilen / einschätzen. Zu verstehen ist darunter eine besondere Art des Personalauswahlverfahrens, bei dem die Bewerberinnen und Bewerber anhand einer Reihe von unterschiedlichen Aufgaben getestet werden.  Kurz und salopp formuliert: Eine bunte Mischung aus Rollenspiel und Diskussion, Selbstpräsentation und psychologischen Tests in Form von Gruppen-, Paar- oder Einzelarbeit. Durch die unterschiedlichen Aufgaben und Übungen wird die Kompetenz und das Verhalten der Bewerberinnen und Bewerber analysiert. Ziel ist es, verschiedene Kernkompetenzen zu erfassen, die als grundlegende berufsbezogene Fähigkeiten vorausgesetzt werden. Gerade bei der Vergabe von Ausbildungsplätzen greifen Unternehmen immer häufiger auf ein Assessment-Center zurück. Bereits seit den 80er Jahren werden sie in Deutschland angewandt.

Also: Eine Art Prüfung, die Ihnen unter anderem Namen bereits aus Grimms Märchen bekannt ist, in denen angehende Helden oder Freier von Königstöchtern nicht ohne das Bewältigen größerer Mutproben und besonderer Aufgaben zum Ziel gelangen konnten. Lesen Sie einen Bericht …

 

Auf zum Assessment-Center …

Ich bin 18 Jahre alt und im nächsten Jahr steht das Abitur an. Zeit also zu entscheiden, was ich nach der Schule machen will. Nachdem ich mich über viele verschiedene Möglichkeiten informiert habe, entschied ich mich für ein betriebswirtschaftliches Studium kombiniert mit einer Ausbildung in einem Unternehmen (duales System). Etwa 20 Bewerbungen schickte ich dafür ab und eines Tages kam ein Brief eines Kreditinstituts. Darin stand, dass ich in die engere Wahl käme und zu einem Assessment-Center eingeladen würde. Bis zu diesem Termin waren es noch einige Wochen, in denen ich mich darauf vorbereiten konnte. Allerdings hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Ahnung, was dort auf mich zukommt. Im Einladungsschreiben stand nur der Hinweis, dass ich einen Taschenrechner mitbringen und den ganzen Tag frei nehmen soll.

 

Ab in die Bücherei
Zum Thema Assessment-Center, Vorstellungsgespräch und Testtraining gibt es viele nützliche Bücher. Das hilft bei der Vorbereitung.

Als dann der große Tag kam, fühlte ich mich doch ganz schön nervös. Ich war überpünktlich und als ich die Eingangshalle betrat, standen schon einige Mitbewerberinnen und Mitbewerber da. Alle waren sehr schick gekleidet und sahen ebenso wie ich ziemlich verunsichert aus. Ich unterhielt mich mit zwei der anderen Bewerber, was uns drei schon etwas die Angst nahm. Meine Gesprächspartner hatten, im Gegensatz zu mir, bereits ein paar Bewerberrunden mehr hinter sich und wussten ungefähr was uns erwartet.

 

Tipp

Um seinen Teamgeist und seine Aufgeschlossenheit zu zeigen: Am besten offen auf die „Konkurrenten“ zugehen und sich unterhalten. Denn selbst die Dame am Empfang kann eine Beobachterin sein, die schon mal das erste Verhalten der Bewerberinnen und Bewerber begutachtet.

 

Ablauf

Kurz nach 8.30 Uhr holten uns dann drei junge Leute ab – sie stellten sich uns als Azubis vor – und führten uns in eine Art Konferenzsaal. Wir folgten aufmerksam. Dort angekommen stand auf einem großen Tisch vor jedem Platz ein Namensschild. Somit war die Sitzordnung vorgegeben. Insgesamt waren wir zu viert – zwei Bewerberinnen und zwei Bewerber. Zuerst stellte sich das Auswahlteam vor (man nennt sie Assessoren oder Beobachter), die uns durch den Tag führten: der Personalchef, eine Ausbildungsreferentin, der Personalratsvorsitzende und drei junge Auszubildende. Anschließend sollten wir Bewerber uns kurz vorstellen: Alter, Hobbys, wo wir herkommen und was wir aktuell planen und vorhaben. Das war schon mal die erste Hürde. Ich war froh, mich nicht als Erste vorstellen zu müssen, denn ich wollte nichts Falsches sagen und ganz nüchtern und steiff sollte es ja auch nicht sein. Dann bekamen wir noch die weitere Agenda und schon ging es los.

 

Aufgaben

Zuerst absolvierten wir einen schriftlichen Test. Deutsch (Rechtschreibung und Grammatik) und Allgemeinwissen (Geschichte, Politik, Wirtschaft, Literatur, Kunst, Musik, Sport und bedeutende Persönlichkeiten) wurden abgefragt. Die Prüfer verließen den Raum. Warum, weiß ich allerdings nicht. Unser Verdacht: Vielleicht, um zu überprüfen, ob wir so alleingelassen zu schummeln beginnen würden.

 

Sprachkenntnisse sind von Vorteil

Nach einer kurzen Pause ging es mit der Abfrage unserer Englischkenntnisse weiter. Mehrere Sätze vom Englischen ins Deutsche und andersherum galt es zu übersetzen. Als weitere Aufgabe stand nun ein Englisch-Aufsatz unter Zeitvorgabe an. Durch den Druck kam ich leicht ins Schwitzen, konnte aber auch diese Aufgabe gut lösen.

 

Konzentration ist gefragt

Den Abschluss der Testreihe bildete ein Konzentrationstest. Wir bekamen ein Blatt, auf dem viele Zeilen mit den Buchstaben d, p und q standen. Immer wieder waren über und unter den Buchstabenreihen Striche. Pro Zeile bekamen wir zehn Sekunden Zeit, um alle p, die zwei Striche aufwiesen (egal ob oben oder unten) zu markieren. Klingt einfach, ist es aber nicht. Nach 20 Minuten flimmerte es mir leicht vor den Augen!

 

Gruppenarbeit

Nach einer kurzen Erholungspause, in der wir uns auch mit den Auszubildenden rege unterhielten, wurde uns dann als Gruppe folgende Aufgabe gestellt: Wie gut bereitet die Schule auf die Ausbildungs- und Arbeitswelt vor? Dazu mussten wir eine Diskussion führen. Der Anfang dazu gestaltete sich alles andere als einfach. Keiner wollte so richtig etwas dazu sagen. Genau in dem Moment, als ich loslegen wollte, drängelte sich dann doch ein Mutiger vor. Als schlug vor, dass sich jeder erstmal eine Mindmap anfertigen sollte, die die eigenen Gedanken visualisiert. Somit lässt es sich anschließend leichter und vor allem geordneter diskutieren. An dieser Gesprächsrunde beteiligte ich mich rege und brachte meinen Standpunkt ein. Zum Ende sollte jeder nochmal kurz, aber präzise seine Meinung zum Thema äußern. Mir fiel auf, wie wichtig es ist, bei der Diskussion die anderen aussprechen zu lassen und auch Blickkontakt zu halten. Die Diskussion dauerte etwa eine halbe Stunde. Obwohl ich erst dachte, ich kann überhaupt nichts dazu beitragen, bildete ich mir nach und nach meine Meinung, die ich dann auch geschickt vertrat. Es machte mir sogar richtig Spaß, mit meinen Mitstreitern zu diskutieren. Es trug auf alle Fälle dazu bei, dass wir einen großen Teil unserer Nervosität ablegten.

 

Assessment-Center
Das Rollenspiel

Dann sollten wir an einem Rollenspiel teilnehmen. Einer der Beobachter wechselte in die Rolle eines potenziellen Kunden. Ich sollte ihn davon überzeugen, eine Versicherung abzuschließen. Natürlich war er erst einmal stur und wollte nichts abschließen. „Brauch‘ ich nicht, hab‘ schon einige, kostet so viel.“ Er wollte sich nicht überzeugen lassen. Aber dann gelang es mir doch noch. Mir „fiel ein Stein vom Herzen“.

Pause

Im Anschluss an das Rollenspiel wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Auch bei diesem Teil des Tages hatten wir das Gefühl, uns in einer Art Prüfung zu befinden. Ich glaube, es war sehr hilfreich und nützlich, sich mit den anderen zu unterhalten, denn unsere Prüfer saßen mit am Tisch. Nach dem Essen bekamen wir noch eine kleine Führung durch das Unternehmen. Einblicke in verschiedene Bereiche gaben uns einen kurzen Überblick. Denn dort findet später auch die Ausbildung statt.

Uns interessierte natürlich brennend, nach welchen Kriterien die Bewerber für das AC ausgewählt wurden. So haben wir erfahren, dass die Bewerbungsunterlagen eine große Rolle spielen; ebenso die Noten, aber nicht primär. Von Bedeutung seien auch besondere Kenntnisse, Interessen oder Erfahrungen, wie zum Beispiel Auslandsaufenthalte oder Praktika.

Einzelgespräch

Zum Schluss wurde jeder Bewerber zu einem etwa 30-minütigen Einzelgespräch gebeten. Vor diesem Interview war ich ganz besonders nervös. Aber zum Glück verlief das Gespräch eigentlich sehr locker. Außer mir waren noch vier Personen im Raum, die mich alle sehr genau beobachteten. Wieder mit dabei das Prüferteam, das uns durch den ganzen Tag führte. Zunächst bekam ich die Ergebnisse des Einstellungstests, auch im Vergleich zum Gesamtdurchschnitt der Gruppe. Einzelgespräch Assessment-Center

Die anschließenden Fragen bezogen sich hauptsächlich auf meinen Lebenslauf. Was meinen Gegenüber abschließend noch brennend interessierte: Warum ich meine, die richtige Kandidatin für diese Ausbildung zu sein. Zur Kritik am AC aufgefordert hatte ich nicht viel zu sagen, denn ich war eher angenehm überrascht von den Leuten und der gesamten Bewerbungssituation. AC geschafft!

Die Zeit verging wie im Flug, und nun das Beste: Nach einer Woche erhielt ich telefonisch die Zusage! Tja, so kann ein Assessment-Center ablaufen …

 

Kurz zusammengefasst:

Worauf ist bei einem Assessment-Center besonders zu achten?

Machen Sie sich als Bewerber bewusst, welches Bild Sie von sich abgeben wollen. Das bedeutet nicht, dass in erster Linie Ihre schauspielerischen Fähigkeiten gefragt sind, aber ein bisschen eben doch. Zeigen Sie, dass Sie für den Ausbildungsplatz die / der Richtige sind: hoch motiviert, insbesondere aber recht sympathisch und aufgeschlossen. Überlegen Sie sich vorher gut, was der Ausbilder erwartet und was Sie von sich zeigen wollen. Für Sie kann es jedoch nicht darum gehen, sich selbst zu verbiegen, in der Hoffnung, als ein ganz anderer Mensch wahrgenommen zu werden.

 

Hier bekommen Sie auf alle Fälle gute Ausbildungs- und Karrierechancen. Erfahren Sie auch interessantes rund um das Einstellungsgespräch.

 

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Quelle: 123RTF, sparkassen-schulservice.de, Deutscher Sparkassenverlag, shutterstock.com

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