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Achtung Wespen!

Veröffentlicht am 3. Juni 2019

Achtung Wespen!

Gerade zur Sommerzeit sind sie häufig Gast in Biergärten, Schwimmbädern, Eisdielen oder auf der heimischen Terrasse: die Wespen.

 

Allgemeine Informationen zu Wespen

Wespen gehören wie Bienen, Hummel und Ameisen zur Insektenordnung der Hautflügler. Diese haben zwei häutige Flügelpaare, daher leitet sich auch der Name der Gattung ab. Wissenschaftlich gesehen gehört das umgangssprachlich als Wespe bezeichnete Insekt zur Überfamilie der Vespoidea, die sich wiederum in acht Familien, unter anderem die Vespidae (Faltenwespe), unterteilen lassen. Insgesamt gibt es in Deutschland einige hundert Wespenarten. Eine vollentwickelte Wespe besteht aus drei wesentlichen Körperteilen, dem Kopf, der Brust sowie dem Hinterleib. Das Verbindungsstück zwischen Brust und Hinterleib bezeichnet man dabei als die berühmte Wespentaille. Am Hinterleib sitzt der gefürchtete Stachel mit einer Giftblase. Beides nutzt die Wespe sowohl zur Jagd als auch zur Selbstverteidigung.

 

Besonders geschützte Arten

Bestimmte Wespenarten gehören zu den geschützten Tierarten und stehen unter Naturschutz, wie die Kreiselwespe oder die Kopfhornwespe. Sie sind teilweise bereits vom aussterben bedroht! Daher wird das „Fangen, Verletzen oder Töten von Wespen sowie die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten“ mit einem Bußgeld von 5.000 bis zu 50.000 Euro bestraft. (Bußgeldkatalog für Tierschutz).

Zudem werden in der Regel nur zwei Arten von Wespen uns Menschen lästig. Es sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe, die sich an unseren Speisen und Getränken bedienen. Sie nutzen die zuckerhaltige Nahrung sowohl als Energiequelle für sich als auch für ihre Brut. Alle anderen Arten interessieren sich nicht für uns Menschen oder unsere Nahrung. Sie ernähren sich ausschließlich von Zuckersäften aus Blüten und Pflanzen oder kleinen Insekten und sind damit optimale, natürliche Schädlingsbekämpfer. Denn ein Wespenstaat vernichtet bis zu 2 kg Insekten pro Tag.

 

Wespe

 

So halten Sie Wespen fern

Das Allerwichtigste ist: Bewahren Sie Ruhe! Denn durch hektische Bewegungen, Erschütterungen oder auch durch Anpusten fühlen sich Wespen bedroht und verteidigen sich und Ihren Nachwuchs notfalls auch mit dem Stachel. Für ein entspanntest Miteinander von Mensch und Tier sollten Sie zudem folgendes berücksichtigen:

  • Im Freien sollten Sie offene Speisen stets abdecken und süße Getränke verschlossenen halten, denn der Geruch zieht die Tiere magisch an.
  • Laufen Sie möglichst nicht barfuß über den Rasen, denn er ist das bevorzugte Nahrungsgebiet von Wespen, Hummel und Bienen.
  • Entfernen Sie überreifes, herabgefallenes Obst aus dem Garten.
  • Stellen Sie Duftlampen mit ätherischen Ölen, wie Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Lavendel, auf oder setzen Sie in Ihren Garten oder an Ihrer Terasse diese Pflanzen ein.
  • Morsches Holz möglichst zeitnah aus dem Garten entfernen, denn dieses verwenden Wespen bevorzugt für ihren Nestbau
  • Gartenmöbel nicht mit Pflegemittel oder Politur behandeln, der Geruch zieht die Tiere an
  • Vermeiden Sie den Duft von Parfüm im Freien
  • Behandeln Sie mit Blattläusen betroffene Pflanzen, denn diese stoßen ein zuckerhaltiges Sekret aus, das Wespen anzieht

Nehmen die Wespen trotz aller Rücksicht einmal überhand, dann ergreifen Sie lieber die Flucht. Denn der Eisbecher schmeckt im Zweifelsfall drinnen – dafür in aller Ruhe und mit vollem Genuss – deutlich besser als im Sonnenschein – dafür in Mitten eines Wespenschwarms.

 

Risiken eines Wespenstichs

Der Stich einer Wespe ist in der Regel nicht lebensgefährlich. Um die Einstichstelle herum treten häufig Schwellungen, Rötungen und damit verbundener Juckreiz auf. Diese Reaktionen werden durch das beim Eindringen des Stachels in die Haut injizierte Gift und die darin enthaltenen Eiweiße ausgelöst. Die Symptome klingen im Normalfall jedoch innerhalb von 24 Stunden wieder ab.

Gefährlich wird es allerdings, wenn der Stich in den Hals oder Rachen erfolgt oder wenn der Stich eine allergische Reaktion auslöst. In solchen Fällen ist unbedingt und sofort ein Notarzt zu rufen um einen Atem- und Kreislaufstillstand zu verhindern. Ein Viertel aller Deutschen reagiert mittlerweile besonders schwer auf einen Insektenstich. Und an einer Insektengiftallergie leiden in Deutschland bereits über drei Prozent der Bevölkerung. Eine solche Allergie entwickelt sich jedoch erst nach einem Insektenstich und kann von Stich zu Stich schlimmer werden. Erste Anzeichen einer allergischen Reaktion können Rötungen und Juckreiz am ganzen Körper, Schwellungen in Mund und Rachen, Blutdruckabfall oder Herzrasen sein. Breitet sich die Reaktion auf den gesamten Körper aus, können Übelkeit, Kreislaufprobleme bis hin zu Atemnot und einem anaphylaktischen Schock auftreten.

Alle Allergiker sollten daher im Sommer immer ihr Notfallset griffbereit haben. Dieses wird im Fall einer Insektengiftallergie von einem Facharzt verschrieben und enthält mehrere Medikamente in Spritzen- oder Tropfenform. Sie lindern die allergische Reaktion nach einem Stich und stabilisieren den Blutdruck sowie den Kreislauf in Minutenschnelle.

Notfallset

 

Zur Entfernung eines Wespennestes ist nur ein fachlich ausgebildeter Insektenbekämpfer berechtigt. Laut Aussage der Feuerwehr Freising sind nur in Ausnahmesituationen Feuerwehren dafür zuständig, sofern unmittelbare Gefahr für Leben und Gesundheit der Anwohner besteht. Allerdings ist nicht nur der Einsatz eines Experten, sondern auch der, der Feuerwehr, in solchen Fällen meistens kostenpflichtig.

 

Wespenberatung im Landkreis Freising

Unter den Telefonnummern 08161 600-403 oder -427 hilft Ihnen das Landratsamt Freising in Sachen Wespen gerne weiter.

 

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist ein Wespenstich nicht ganz auszuschließen. Behandeln Sie einen Stich am Besten sofort mit Eis, der Schnittfläche einer halben Zwiebel oder Insektencremes. Zudem können Sie sich gegen eventuell auftretende Spätfolgen aufgrund einer Infektion oder einer allergischen Reaktion absichern. Denn gerade Natur und Tiere sind oft unberechenbar.

 

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Quellen: pixabay.de, www.gartenhaus-gmbh.de, www.nabu.de, netdoktor.de

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