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Elementarschäden – unterschätzte Gefahr mit verheerenden Folgen

veröffentlicht am 2. Mai 2019

Elementarschäden – unterschätzte Gefahr mit verheerenden Folgen

Elvira, Friederike und Rasmund – Deutschlands schlimmste Übeltäter. Sie zeichnen sich verantwortlich für Schäden in Millionenhöhe, Tausende Obdachlose, zahlreiche Verletzte und leider sogar einige Todesopfer. Die Rede ist von drei Tiefdruckgebieten, die in den letzten Jahren eine regelrechte Schneise der Verwüstung durch Deutschland gezogen haben. Auch der Landkreis Freising war mit Überflutungen stark davon betroffen. Das Schlimmste dabei: Laut Experten werden diese Naturkatastrophen durch den Klimawandel in den nächsten Jahren eher zu- als abnehmen. Höchste Zeit also sich über Elementarschäden zu informieren und sein Hab und Gut abzusichern.

 

Staatliche Soforthilfe nur noch in Härtefällen

Schwere Unwetter nehmen in den letzten Jahren immer mehr zu. Durch die entstandenen Schäden stehen Hausbesitzer meist vor einer großen finanziellen Herausforderung. Und auch für den Freistaat Bayern stellen die daraus resultierenden Soforthilfen ein immer höheres finanzielles Risiko dar. Zumal die Länder in den nächsten Jahren hohe zusätzliche Ausgaben für den Hochwasserschutz, wie dem Ausbau von Deichen, Dämmen und Überflutungsflächen, stemmen müssen. Daher hat die bayerische Staatsregierung im März 2017 beschlossen Hausbesitzern ab 1. Juli 2019 keine finanzielle Unterstützung mehr zu gewähren. „Staatliche Hilfen dürfen und können kein Ersatz für einen eigenen Versicherungsschutz sein“, begründet die bayerische Landesregierung ihre Entscheidung. Staatliche Soforthilfe wird somit nur noch in Härtefällen bezahlt. Darunter fallen all diejenigen, die sich erfolglos um eine Versicherung bemüht haben oder ausschließlich Angebote zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen erhalten. Alle anderen Hausbesitzer sollten sich spätestens jetzt um die eigene Absicherung ihrer Immobilie gegen Elementarschäden kümmern!

 

Elementarschäden nicht automatisch versichert

Blitzschlag, Brand, Sturm-, Hagel- oder Leistungswasserschäden sind meist über die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Anders sieht es allerdings bei den sogenannten Elementarschäden, auch Naturgefahren genannt, aus.

Elementarschadenversicherung im Überblick

Diese Gefahren müssen in den meisten Fällen in der Wohngebäudeversicherung zusätzlich eingeschlossen werden. Genauso wie bei der Hausratversicherung. Denn auch die „inneren Werte“ Ihres Hauses, wie Möbel, Lampen, Kleidung oder Haushaltsgeräte, sind nicht automatisch gegen Elementargefahren versichert.

 

Absicherung nahezu überall möglich

Die größte Gefahr für eine Immobilie stellen schon lange nicht mehr – wie früher – über die Ufer tretende Flüsse oder Stauseen dar. Vielmehr sind die Risiken in den letzten Jahren deutlich vielfältiger und damit noch größer geworden. Und laut Klimaforscher werden solch extreme Unwetter in Bayern weiter zunehmen. Gerade Tornados, Gewitter oder Starkregen treten immer häufiger auf und können jeden treffen. Oft mit verheerenden Folgen. Umso wichtiger ist ein entsprechender Schutz. Denn für über 99 % aller Gebäude ist ein Elementarschutz problemlos möglich. Durch eine verbesserte Risikoanalyse und deutlich mehr Hochwasserschutz sind mittlerweile nahezu alle Häuser versicherbar. Auch solche, für die eine Absicherung früher nicht möglich war.

 

Günstige Absicherung für viel Vermögen

Die eigene Immobilie ist für viele die größte Investition ihres Lebens. Gerade deshalb sollten beim Schutz des Eigenheims keine Abstriche gemacht werden. Denn mit dem Verlust der Immobilie kann durchaus die eigene Existenz bedroht sein. Zumal die Absicherung gegen Elementarschäden oftmals weniger kostet als die Vollkaskoversicherung fürs Auto. Eine Selbstbeteiligung kann Ihren Beitrag zudem noch einmal deutlich reduzieren.

 

Erschreckende Zahlen

Schätzungen zufolge sind rund 10 Millionen Häuser in Deutschland nicht ausreichend gegen Elementarschäden versichert. Nur rund 41 % aller Gebäude haben einen zusätzlichen Schutz. In Bayern sind sogar nur 27 % aller Wohngebäude ausreichend abgesichert. Alleine diese Zahlen zeigen, die Gefahr von Elementarschäden ist in Bayern noch nicht wirklich angekommen.

 

Entscheiden Sie sich deshalb lieber jetzt für den Schutz Ihres Eigenheims. Ein prüfender Blick auf Ihre Wohngebäude- und Hausratversicherung kann dabei Gold wert sein. Denn auf staatliche Soforthilfe bei Elementarschäden können Sie nur noch in Ausnahmefällen hoffen.

 

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Quellen: vkb.de, gdv.de

Bildquellen: gdv.de, Titelbild: Feuerwehr Freising

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