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„In Ihrem Sinne“

veröffentlicht am 1. April 2019

„In Ihrem Sinne“
Leider ist im Leben nichts so sicher wie sein Ende. Das ist eine der Wahrheiten, die viele Menschen gerne überlesen und ausblenden. Wenn der Tod das Ende ist, dann sollt doch auch die Schlussveranstaltung des Lebens, also die Trauerfeier und Bestattung, dazu passen. Sie sollte etwas vom Leben widerspiegeln und daran erinnern – herzlich, persönlich und authentisch.

 

Den Hinterbliebenen helfen

Eine schwere Krankheit und der Tod eines geliebten Menschen gehen den unmittelbar Betroffenen oftmals sehr an die Substanz. Stehen diese dann auch noch ohne jede Vorsorgeregelung da, kann der Sterbeprozess und Tod zusätzlich unglaublich viel Kraft rauben. Doch viele schieben das leidige, aber unausweichliche Gespräch über die Themen Krankheit und Tod oftmals jahrzehntelang vor sich her – bis es zu spät ist. Dabei ist eine gute Vorsorge für den Todesfall immens wichtig. Denn nur so wird bei Hinterbliebenen aus emotionaler Trauer nicht auch noch ein bürokratisches Horrorszenario.

Zu Lebzeiten handeln

Die Sorge, dass ein Gespräch über das Unvermeidliche unpassend sein könnte, ist meist unbegründet. Und dabei kann eine Menge besprochen und festgelegt werden. So sollte es zum Beispiel für den Krankheitsfall eine Betreuungsverfügung geben. Die greift, wenn der eigene Wille nicht mehr geäußert werden kann. Wenn es an anderer Stelle um zum Beispiel lebenserhaltende Maßnahmen geht, kommt die Patientenverfügung auf den Plan. Diese regelt unter anderem, ob im entsprechenden Fall Maschinen abgeschaltet werden, weil keine Aussicht auf Verbesserung der Leidenssituation besteht oder ob eine Reanimation eingeleitet wird.

Die Erteilung einer Generalvollmacht als Vorsorgevollmacht über den Tod hinaus kann zudem sinnvoll sein, denn die Handlungsfähigkeit im Krankheitsfall, auch ohne gerichtlich bestellten Betreuer, ist hier gegeben. Alle wichtigen rechtlichen Angelegenheiten lassen sich dadurch auch im Todesfall vor der Testamentseröffnung regeln. Dies setzt allerdings sehr viel Vertrauen voraus.

Eltern mit noch nicht volljährigen Kindern ist sehr zu empfehlen, eine Verfügung über das Sorgerecht festzulegen. Dadurch wird festgelegt, wer sich nach dem Tod beider Eltern um die Kinder kümmert.

 

Die Bestattung klären

Es empfiehlt sich eine sogenannte Bestattungsverfügung. Dann ist klar, wie der geliebte Mensch später bestattet werden möchte. Auf Wunsch kann auch gleich eine Vereinbarung mit einem Bestatter abgeschlossen werden, die dann den Ablauf, Umfang und die persönlichen Wünsche für die Bestattung festlegt.

Die Kosten für eine Beerdigung sind nicht unerheblich. Im Schnitt fallen rund 4.500 Euro an für zum Beispiel:

  • Totenschein
  • Sarg / Urne – bei Feuerbestattung
  • Überführungen
  • hygienische Versorgung
  • Erledigung von Formalitäten
  • Sterbeurkunden
  • Krematorium
  • Friedhofsgebühren
  • Trauerfeier
  • Grabstein
  • Grabpflege

Welche Kosten im individuellen Fall anfallen, hängt unter anderem von der gewählten Bestattungsart ab. Zudem können Angehörige einige der Erledigungen, wie zum Beispiel Formalitäten, selbst übernehmen, um so Kosten zu sparen.

 

Vorsorge rechtzeitig treffen

Wer der Familie, den Kindern, oder Angehörigen finanziell nicht zur Last fallen möchte, kann eine Sterbegeldversicherung abschließen. Sie sorgt dafür, dass genug Geld für eine würdevolle Beerdigung je nach Wunsch zur Verfügung steht. Es empfiehlt sich, die finanziellen Fragen rund um die eigene Beerdigung rechtzeitig zu klären. Und darum gilt: Wenn nur wenig Vermögen zur Verfügung steht, ist es mit 60+ definitiv zu spät an die Finanzierung der eigenen Bestattung zu denken.

 

Dieser Artikel soll die frühlingshafte Lebensfreude nicht trüben – ganz und gar nicht! Er ist viel mehr eine Art Einladung, auch über das Ende nachzudenken und diesem Moment eine persönliche Prägung zu geben. Und wenn das dann getan ist, mit einer Sorge weniger zu leben.

 

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Quellen: Gesellschaft für Bestattungen und Vorsorge mbH, pixabay.com, pexels.com, VKB, Caritas

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