Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Das richtige Verhalten nach einem Einbruch

Das richtige Verhalten nach einem Einbruch

Was Sie nach einem Einbruch tun sollten, um die Arbeit der Polizei nicht zu behindern und Ihre Versicherung bei der Schadenregulierung zu unterstützen, erfahren Sie hier.

 

Bemerken Sie beim nach Hause kommen einen Einbruch ist der erste Schock groß. In dieser Situation ist es allerdings besonders wichtig, nicht in Panik zu geraten und einen kühlen Kopf zu bewahren. Fangen Sie auf keinen Fall an, nach fehlenden oder gestohlenen Gegenständen zu suchen oder das vorherrschende Chaos zu beseitigen. Sie könnten damit verwertbare Spuren zerstören, die Arbeit der Polizei erheblich behindern und unter Umständen sogar riskieren, dass Ihre Versicherung die Leistungen kürzt. Ein Einbruch ist meist schnell passiert. Die Täter verschaffen sich innerhalb von zehn bis 15 Sekunden Zutritt und benötigen anschließend vier bis zehn Minuten, um eine Wohnung oder ein zweistöckiges Haus nach Diebesgut zu durchsuchen.

 

Gleich zu Beginn: Ein paar erfreuliche Zahlen aus der Region.

Im Jahr 2017 ging der Beuteschaden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord* mit drei Millionen Euro deutlich zurück. 21,2 % der Wohnungseinbrüche konnten aufgeklärt werden und dabei 114 Tatverdächtige festgenommen werden. Das ist der beste Wert seit Bestehen des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Freising gehört nicht unbedingt zum Risikogebiet, wurde aber bei Ihnen eingebrochen, ist es vor allem wichtig, dass Sie wissen wie Sie sich richtig verhalten:

Bringen Sie sich in Sicherheit.

Versuchen Sie nicht, die Täter zu stellen. Damit geraten Sie nur unnötig selbst in Gefahr. Sind die Einbrecher noch vor Ort, bringen Sie sich schnellstmöglich in Sicherheit. Klingeln Sie bei einem Nachbarn oder gehen Sie in ein nahe gelegenes Geschäft.

 

Notruf mit dem HandyRufen Sie die Polizei.

Wählen Sie die Notfallnummer 110 und melden den Einbruch. Schildern Sie die Situation möglichst genau und warten auf die Polizei, bis Sie sich Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung wieder nähern.

 

Unterstützen Sie die Polizei bei den Ermittlungen.

Geben Sie den Polizisten alle notwendigen Hinweise, die bei der Ergreifung des Täters wichtig sind. Mögliche Fragen könnten sein: Wann wurde das Haus verlassen? Wann sind Sie wiedergekommen? Waren Ihre Türen und Fenster abgeschlossen? Haben Sie die Täter gesehen? Was fehlt alles auf den ersten Blick?

 

Fotografieren Sie die Beweise.

Hat die Polizei oder die Spurensicherung alle Beweise aufgenommen und den Zutritt freigegeben machen Sie möglichst detaillierte Fotos von allem. Gibt es Schäden an Fenstern oder Türen, wurden Schränke durchwühlt oder Schubladen herausgerissen. Die Dokumentation sollte möglichst genau sein. Ihre Versicherung könnte zur Schadenregulierung später Beweisbilder anfordern.

 

Stehlgut-ListeÜberprüfen Sie, was gestohlen wurde.

Notieren Sie auf einer Liste, welche Gegenstände mit welchem Wert gestohlen wurden (Stehlgut-Liste). Legen Sie wenn möglich Bilder des jeweiligen Diebesguts bei. Diese erleichtern der Polizei die Suche nach den jeweiligen Dingen und geben der Versicherung ein umfassendes Bild des entstandenen Schadens. Tragen gestohlene Uhren oder Armbänder Widmungen oder andere Gravuren können diese entscheidende Hinweise für die Ermittlungen sein.

 

Melden Sie den Schaden bei Ihrer Versicherung.

Rufen Sie bei Ihrer Hausratversicherung an und melden Sie den entstandenen Schaden. Notieren Sie dabei am Besten immer den Namen des Ansprechpartners sowie Ihre Schadennummer. Oder geben Sie alternativ die Schadenmeldung online weiter. Schildern Sie in beiden Fällen den genauen Tathergang sowie die daraus entstandenen Schäden. Senden Sie der Versicherung eine Kopie der Stehlgutliste und Bilder des Einbruchs sowie der gestohlenen Gegenstände. Sind durch den Einbruch Schäden an Ihrem Gebäude entstanden, können diese ebenfalls Ihrer Hausratversicherung meldet werden.

 

Verschiedene KartenSperren Sie entwendete Karten.

Wurden beim Einbruch Karten gestohlen, lassen Sie diese sofort unter der Notrufnummer 116 116 sperren. Zu den wichtigsten zählen EC-Karten, Kreditkarten, Mobilfunkkarten oder Ihre Krankenkassenkarte.

 

Sprechen Sie darüber.

Ein Einbruch ist für die Opfer oft eine hohe psychische Belastung. Sie fühlen sich in der eigenen Wohnung oder im Haus nicht mehr sicher und leiden unter Schlafstörungen. Gerade in diesen Fällen ist es wichtig, darüber zu sprechen. Vertrauen Sie sich Freunden, Nachbarn oder der Familie an oder suchen Sie alternativ professionelle Hilfe auf. Gerade darüber zu sprechen ist in diesen Fällen besonders wichtig und kann viel bewirken.

 

Diverse KaufbelegeDas sollten Sie bereits im Vorfeld erledigen.

Bewahren Sie Kaufbelege von teuren Gegenständen sicher auf und fotografieren Sie Ihren Hausrat. Beides kann nach einem Einbruch als Beweismittel dienen. Notieren Sie sich außerdem die IMEI-Nummer Ihres Mobiltelefons. Mit dieser 15-stelligen Seriennummer lässt sich Ihr Handy zweifelsfrei identifizieren. Bei sofortiger Meldung des Diebstahls an Ihren Mobilfunkanbieter kann dieser das Handy im besten Fall sogar orten und sperren.

 

 

 

Lesen Sie zu diesem Thema auch die Beiträge „Smarter Einbruchschutz“ und „ Verblüffende Fakten zum Thema Einbruch“.

 

Gleich zum Themendienst anmelden und künftig keinen Beitrag verpassen.

Schauen Sie auch in die Rubriken: GeldBerufFreizeitFamilie

 

* Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord ist für die zehn Landkreise Pfaffenhofen an der Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt, Ebersberg, Erding, Freising, Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg, Starnberg, einschließlich der kreisfreien Stadt Ingolstadt zuständig.

Quelle: Deutscher Sparkassenverlag, polizei.bayern.de

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Die Zahl der Einbrüche ist zwar etwas gesunken, bewegt sich aber immer noch auf recht hohem Niveau. Dabei könnten rund 40 % der Einbrüche verhindert werden. Alles zum Thema Einbruch und Einbruchschutz erfahren Sie hier.

Die Zahl der Einbrüche ist zwar etwas gesunken, bewegt sich aber immer noch auf recht hohem Niveau. Dabei könnten rund 40 % der Einbrüche verhindert werden. Alles zum Thema Einbruch und Einbruchschutz erfahren Sie hier.

Mehr lesen

Früher hat der Wachhund Alarm geschlagen - heute übernehmen das Sensoren, Kameras und Alarmanlagen. Denn auch der Einbruchschutz wird immer smarter.

Früher hat der Wachhund Alarm geschlagen - heute übernehmen das Sensoren, Kameras und Alarmanlagen. Denn auch der Einbruchschutz wird immer smarter.

Mehr lesen