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Mit Baukindergeld ins Eigenheim

Mit Baukindergeld ins Eigenheim
Träumen Sie auch von einem Leben mit Ihrer Familie in den eigenen vier Wänden? Um diesem Traum näher zu kommen, hat die Bundesregierung ein Baukindergeld als staatliche Förderung beim Wohnungsbau eingeführt. Der Staat möchte damit den Mietwohnungsmarkt entlasten und vor allem Familien den Bau oder Kauf des Eigenheims erleichtern.
Was wird gefördert?

Der Erwerb oder Bau von Wohneigentum für die eigene Familie. Ob Neubau, Bestandsbau, Wohnung oder Haus, ist dabei ganz egal. Die Wohnfläche ist für die Förderung nicht relevant.

Wie viel Baukindergeld gibt es?

Für jedes Kind unter 18 Jahren gibt es einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 1.200 Euro über einen Zeitraum von 10 Jahren. So können Sie insgesamt 12.000 Euro für jedes Kind erhalten, wenn Sie Ihr Eigenheim ununterbrochen 10 Jahre lang selbst für Wohnzwecke nutzen. Das heißt, je mehr Kinder in der Familie leben, desto höher ist die Förderung zum Bau oder Kauf der Immobilie.

Wer bekommt Baukindergeld?

Anspruch hat jede Familie, die in Deutschland zum ersten Mal eine Immobilie neu baut oder erwirbt. Eine Familie ist dabei immer ein Haushalt, in dem Kinder leben. Auch Alleinerziehende können den Zuschuss beantragen. Voraussetzung für die Förderung ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen unter folgender Grenze liegt: die Einkommensgrenze bei einem Kind liegt bei 90.000 Euro zu versteuerndes Haushaltseinkommen. Für jedes weitere Kind erhöht sie sich um 15.000 Euro. Jedoch gilt: für Kinder, die nach Antragseingang geboren oder in den Haushalt aufgenommen werden, können Sie kein Baukindergeld beantragen.

Wie berechnet sich das Einkommen?

Maß für die Berechnung des Einkommens ist nicht das Bruttogehalt, sondern das sogenannte zu versteuernde Einkommen. Davon können von den Einkünften noch Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen, Kinderfreibeträge – falls sich diese für die Steuerpflichtigen günstiger auswirken als die Kindergeldzahlung – sowie je nach persönlicher Konstellation noch weitere Freibeträge abgezogen werden. Maßgeblich ist das zu versteuernde Haushaltseinkommen im Durchschnitt des vorletzten und vorvorletzenden Jahres.

Beispiel: Ein Paar mit zwei Kindern verdient zusammen 80.000 Euro (Brutto) pro Jahr. Da innerhalb bestimmter Grenzen die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung sowie weitere Versicherungsausgaben als Sonderausgaben abzugsfähig sind, kann das zu versteuernde Einkommen bei rund 65.000 Euro liegen. Wichtig auch: Wenn die Antragstellung in 2019 erfolgt, müssen die Einkommensteuerbescheide für 2016 und 2017 eingereicht werden (das zweite und dritte Kalenderjahr vor Antragstellung).

Wo wird das Baukindergeld beantragt?

Das Verfahren für das Baukindergeld wird online über das Zuschussportal der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt.  Der Antrag ist spätestens 3 Monate nach Einzug zu stellen. Das Datum der Meldebestätigung gilt. Wer bereits genutztes Wohneigentum kauft, zum Beispiel seine gemietete Wohnung, muss den Antrag spätestens 3 Monate nach Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages stellen. Die Zuschussraten werden jährlich von der KfW auf das Konto des Antragsstellers ausbezahlt.

Gibt es bei der Förderung eine zeitliche Begrenzung?

Das Baukindergeld ist auf drei Jahre begrenzt: Der Zuschuss kann für Baugenehmigungen und Kaufverträge zwischen dem 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 beantragt werden.

Sofern Sie Ihren Kaufvertrag zwischen dem 01.01.2018 und 31.12.2020 abgeschlossen haben, beziehungsweise im genannten Zeitraum eine Baugenehmigung erhalten haben, können Sie bis spätestens zum 31. Dezember 2023 einen Antrag auf Baukindergeld stellen. Maßgeblich ist, dass die Antragsstellung innerhalb von 3 Monaten nach dem Einzug erfolgt.

Was passiert, wenn sich die Lebenssituation ändert?

Baukindergeld wird nur so lange ausgezahlt, wie Sie auch tatsächlich in der Immobilie wohnen. Ziehen Sie aus und vermieten Sie Haus oder Wohnung, oder verkaufen sogar, dann wird die Zahlung eingestellt und läuft nicht über die gesamten zehn Jahre durch. Bei einer Scheidung/Trennung könnte es ebenfalls schwierig werden. Auch hierzu fehlt noch der konkrete Gesetzestext, es ist aber wahrscheinlich, dass zumindest der Elternteil mit den Kindern in der Immobilie wohnen bleiben müsste.

Wer in Bayern lebt, profitiert noch mehr.

Das Baukindergeld an sich bekommen Sie in jedem Bundesland. Der Freistaat Bayern zahlt allerdings noch einmal drauf: Wer hier wohnt, bekommt zusätzliche 300 Euro pro Kind über zehn Jahre, sowie einmal 10.000 Euro Eigenheimzulage. Die Förderung ist ohne Rechtsanspruch im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Paare oder Alleinerziehende, die Baukindergeld des Bundes erhalten, sind zuwendungsberechtigt und können den Förderantrag auf das Bayerische Baukindergeld Plus bei der BayernLabo stellen. Die Eigenheimzulage wird ebenfalls bei der BayernLabo beantragt. Sie ist innerhalb von 6 Monaten nach Bezug des Wohnraums zu stellen.

 

Die gesamte Förderung im Überblick:

Und hier stellen Sie Ihre Anträge zum Baukindergeld, Baukindergeld Plus und zur Eigenheimzulage

 

Ist das Baukindergeld mit anderen Förderprogrammen kombinierbar?

Neben dem Baukindergeld können Familien auch weitere Vorteile aus anderen Förderprogrammen schöpfen. Eine Kombination kommt etwa mit dem Förderprogramm zum energieeffizienten Bauen und Sanieren, dem Wohneigentumsprogramm, altersgerechtes Umbauen und Einbruchschutz im Bestand sowie mit Länderprogrammen in Betracht.

Eine ausführliche Beratung und Unterstützung, wie Sie die staatlichen Förderungen für sich nutzen und Ihr Eigenheim finanzieren können, erfahren Sie hier.

 

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Quelle: KfW, BayernLabo, DSV, pixabay.com, LBS, Bundesministerium für Justiz und Heimat

 

 

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