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Organspende rettet Leben

Veröffentlicht am 4. März 2019

Organspende rettet Leben

Mehr als 10.000 schwer kranke Menschen hoffen derzeit in Deutschland auf die Transplantation eines Organs, davon rund 1.400 in Bayern. Für sie ist es die einzige Möglichkeit zu überleben oder ihre Lebensqualität erheblich zu verbessern. Möglich ist das aber nur dann, wenn es Menschen gibt, die bereit sind ihre Organe zu spenden.

Es fehlen Spender

 

Ein Herz, die Lunge oder auch die Bauchspeicheldrüse können nur von toten Organspendern transplantiert werden. Anders ist dies bei der Niere oder Teilen der Leber, diese können auch Lebenden entnommen und dritten transplantiert werden. Leider gibt es aber bei uns nicht genügend Organspender. Darum sterben jeden Tag mindestens drei Menschen, die auf der Warteliste für ein Organ stehen, so die Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO).

Nach Zahlen der DSO gab es im Jahr 2018 bundesweit 955 postmortale Organspender. In Bayern waren es 128. Das sind 15 weniger als 2017. Deutschland und somit auch Bayern, haben also noch Potential nach oben.

 

Organspender in Deutschland seit 2012
Bundesregierung will für mehr Organspender sorgen

In vielen europäischen Ländern ist die Widerspruchslösung gängige Praxis. Sie sorgt dafür, dass ausreichend Spenderorgane zur Verfügung stehen. Bei dieser Vorgehensweise ist automatisch jeder Organspender – möchte er das nicht sein, muss er schriftlich widersprechen.

In Deutschland ist es aktuell genau umgekehrt: Derzeit muss ein Organspender, oder dessen Angehörige, der Spende aktiv zustimmen. Das regelt seit 1997 das Transplantationsgesetz (TPG). Bei dieser sogenannten Entscheidungslösung erhält jeder, der einer Organtransplantation zustimmt, einen Organspendenausweis.

Weil es aber in Deutschland zu wenig Spenderorgane gibt, sollen die bisherigen Regeln geändert werden.

Dazu erarbeiten Bundestagsabgeordnete parteiübergreifend einen neuen Vorschlag. Konkret soll dieser so aussehen, dass bei der Beantragung eines Ausweises oder Reisepasses umfassend und individuell über die Organspende informiert und beraten wird. Bei der Abholung der Dokumente folgt dann die Entscheidung, ob der Organspende zugestimmt wird.

Bei einer Zustimmung, oder wenn die Angehörigen darüber entscheiden sollen, werden die Daten an das zentrale Organspenderegister übermittelt. Anschließend wird dem Betreffenden eine persönliche PIN-Nummer ausgehändigt, mit dieser kann er dann seine Entscheidung jederzeit kundtun und ändern. Die Zugangsdaten sind bis zur nächsten Ausweisbeantragung gültig, also zehn Jahre lang.

 

Krankenhäuser haben Schlüsselrolle

Laut dem Gesetzentwurf, haben Krankenhäuser eine Schlüsselrolle bei der Erhöhung der Organspenden. Um potenzielle Organspender möglichst frühzeitig zu erkennen, sind gut funktionierende Abläufe, genügend Zeit für eine umfangreiche Aufklärung sowie eine entsprechende Finanzierung notwendig.

Der Gesetzentwurf wurde vom Bundeskabinett am 31. Oktober 2018 verabschiedet und am 14. Februar 2019 in zweiter und dritter Lesung vom Deutschen Bundestag abschließend beraten. Nach dem zweiten Durchgang im Bundesrat, kann das nicht zustimmungspflichtige Gesetz Anfang April 2019 in Kraft treten.

 

Diese Vorteile bringt das neue Organspendegesetz
  • Transplantationsbeauftragte haben mehr Zeit und Befugnisse
  • Krankenhäuser bekommen eine angemessene Vergütung
  • Empfänger können Angehörigen des Spenders in einem anonymisierten Schreiben danken

 

Widerspruchslösung

Alternativ wird auch die Widerspruchslösung debattiert. Wenn diese umgesetzt werden soll, ist eine besonders umfangreiche Aufklärung, Beratung und große Transparenz notwendig.

Aber wer kommt als Organ- und Gewebespender eigentlich in Frage? Wann ist ein Mensch tot? Und wie verläuft eine Lebendspende?

Das sind nur drei von vielen wichtigen Fragen rund um das Thema Organ- und Gewebespende. Gedanken dazu sind nicht selbstverständlich, denn dieses Thema bedeutet auch, sich mit dem Tod und der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Dennoch bleibt es wichtig eine Entscheidung zu treffen – denn die Entscheidung für eine Organ- und Gewebespende kann Leben retten.

Haben Sie sich schon einmal mit dem Gedanken auseinandergesetzt? Einen umfangreichen Überblick zu Organspenden und Transplantationen verschaffen Sie sich mit dem Leitfaden für Organspende der Deutschen Stiftung zur Organtransplantation.

 

Regeln Sie Wichtiges rechtzeitig und schriftlich. Unterstützende und nützliche Informationen zum Thema „Generationenmanagement“ können dabei helfen:

Betreuungsverfügung

Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht

Testament

Vorsorge für den Trauerfall

 

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Quellen: Deutsche Stiftung für Organtransplantation (DSO), Bundesministerium für Gesundheit, Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz, pixabay.com, DSV, adobestock.com, shutterstock.com

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