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Berufsunfähigkeit – jede(r) Vierte ist betroffen

Veröffentlicht am 4. März 2019

Berufsunfähigkeit – jede(r) Vierte ist betroffen

Schwere körperliche Arbeit ist es schon lange nicht mehr. Aber was ist eigentlich die Hauptursache für Berufsunfähigkeit? Wann gilt man als berufsunfähig? Und welche Folgen hat die Diagnose?

 

Was sind die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit?

Die Hauptursache, warum Menschen heutzutage berufsunfähig werden, hängt nicht unmittelbar mit dem Körper an sich zusammen, sondern vielmehr mit der Psyche. Der Rückgang von körperlich anstrengender Arbeit hin zu sitzender Bürotätigkeit hat daher keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf die Gesamtzahl der Berufsunfähigkeitsmeldungen. Laut einer aktuellen Erhebung der Ratingagentur Morgen & Morgen sind psychische Erkrankungen mit 31,52 % mit großem Abstand die Hauptursache. Auf den Plätzen dahinter folgen mit 21,02 % Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates und auf Platz drei mit 15,48 % Krebserkrankungen oder andere bösartige Geschwüre. Der Trend zu immer mehr Digitalisierung und immer schnellerem vernetzten Arbeiten führt zu immer mehr seelischer Belastung und Stress. Dieser kann langfristig gesehen dann eine psychische Erkrankung auslösen, die bis zur Berufsunfähigkeit führt.

Schaubild zu Ursachen für eine Berufsunfähigkeit
Welche Altersgruppe ist besonders gefährdet?

Egal welcher Altersgruppe Sie angehören – grundsätzlich ist jeder von seinem Einkommen abhängig. Berufsunfähigkeit lässt sich zudem nicht am Alter fest machen. Sie trifft sowohl Jüngere wie auch Ältere. 2016 waren Berufsunfähige im Schnitt 44 Jahre alt. Und durchschnittlich wird nach heutigen Erkenntnissen jeder Vierte berufsunfähig. Bedenkt man dann, dass jeder Arbeitnehmer im Schnitt 1,7 Millionen Euro im Laufe seines Erwerbslebens verdient, kann ein Verdienstausfall weitreichende Folgen haben. Denn mit Ihrem Einkommen finanzieren Sie nicht nur Ihre Grundbedürfnisse und die Ihrer Familie, sondern sichern sich vor allem Ihren aufgebauten Lebensstandard. Zudem ermöglichen Sie sich damit die Dinge des Lebens, die es erst lebenswert machen. Obendrein kommen neben dem Verlust des Einkommens meist noch zusätzliche finanzielle Belastungen hinzu, wie durch spezielle medizinische Betreuung und Pflege.

 

Nichts ist wertvoller als Ihre Arbeitskraft! Denn durchschnittlich wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens Millionär.

 

Ab wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine monatliche Rente erhalten diejenigen Versicherten, die aufgrund eines Unfalls, einer Krankheit oder in Folge einer Pflegebedürftigkeit ihren zuletzt ausgeübten Beruf für mindestens sechs Monate zu weniger als 50 Prozent ausüben können. Diese Diagnose muss selbstverständlich durch einen Facharzt gestellt werden. Im Einzelfall kann der Versicherer eine zusätzliche Überprüfung der Bescheinigung durch einen unabhängigen Arzt einfordern. Zudem muss die Berufsunfähigkeit schriftlich mitgeteilt werden. Der Anspruch auf eine monatliche Zahlung beginnt am Monatsende, in dem die Berufsunfähigkeit eingetreten ist und ist bis zu drei Jahre rückwirkend möglich.

 

Was ist der Unterschied zwischen erwerbs- und berufsunfähig?

Im Fall einer Berufsunfähigkeit sind Sie infolge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, in Ihrem zuletzt ausgeübten Beruf zu arbeiten. Ein Verweis auf einen anderen Beruf, den Sie noch ausüben könnten, erfolgt in diesem Fall nicht.

Im Fall einer Erwerbsunfähigkeit sind Sie dagegen infolge von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage, mehr als sechs Stunden am Tag in Ihrem derzeitigen oder in irgendeinem anderen Beruf zu arbeiten.

Dabei wird zwischen teilweiser oder voller Erwerbsminderungsrente unterschieden. Voll erwerbungsunfähig ist, wer weniger als 3 Stunden am Tag einer beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Wer dagegen zwischen drei und sechs Stunden am Tag arbeiten kann, ist teilweise erwerbsunfähig und erhält nur die halbe Rente. Für alle vor dem 2. Januar 1961 Geborenen gilt allerdings eine Sonderregelung. Sie erhalten bereits eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn Sie in Ihrem erlernten oder Ihrem zuletzt dauerhaft ausgeübten Beruf weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können. Die Erwerbsminderungsrente ist im Sozialgesetzbuch (§ 43 SGB 6) geregelt. Zuständig ist dafür die gesetzliche Rentenversicherung. Diese zahlt jedoch nur, wenn Sie in den letzten fünf Jahre mindestens drei Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

 

Welche Varianten zur Absicherung der eigenen Arbeitskraft gibt es?

Der Klassiker

Der richtige Schutz für alle Berufstätigen. Entscheiden Sie sich jetzt für eine abgesicherte Zukunft und genießen Sie bereits ab 50 Prozent Berufsunfähigkeit 100-prozentigen Schutz.

Für junge Leute

Der ideale Einstiegstarif für alle Auszubildende, Studenten und Berufsstarter. Genießen Sie vollen Versicherungsschutz zu besonders günstigen Beiträgen.

Der 2-in-1 Tarif

Die Vorsorge mit voller Berufsunfähigkeitsabsicherung und gleichzeitigem Sparschwein. Dabei werden die Überschüsse kapitalmarktorientiert angelegt. So bauen Sie zusätzliches Kapital auf, das nach Versicherungsablauf einkommenssteuerfrei ausgezahlt wird.

Tipp: Ergänzen Sie Ihre gewählte Absicherung mit dem Plus-Baustein. Dieser bietet Ihnen zahlreiche Zusatzleistungen, wie zwölf Monatsraten, sollte Ihr Kind sehr schwer erkranken, eine Rentenzahlung bei fortlaufender Krankschreibung ab sechs Monaten – rückwirkend ab Beginn der Krankschreibung, sowie eine Anfangs- und Wiedereingliederungshilfe.

Der Basisschutz

Die günstige Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Ihnen einen sicheren und leistungsstarken Schutz im Fall einer Erwerbsunfähigkeit.

 

Ereignisse aus dem täglichen Leben
  • Ein junger Mann verunglückte bei einem Ausflug mit seinem Motorrad. Durch den schweren Unfall konnte er seinem bisher ausgeübten Beruf nicht mehr nachgehen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung unterstützte ihn in dieser schwierigen Zeit der Rehamaßnahmen, in der er das Laufen wieder erlernte, mit einer monatlichen Rente. So musste er sich neben seiner gesundheitlichen Situation nicht auch noch um seine Finanzen sorgen und konnte sich ganz auf seine Genesung konzentrieren. Heute ist er wieder voll arbeitsfähig und nach über einem Jahr in seinen Beruf als Elektriker zurückgekehrt.
  • Als Berufsanfängerin konnte sich eine junge Frau den Beitrag für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung nicht leisten. Als Auszubildende reichte das Gehalt gerade mal für die kleine Wohnung und die Bedürfnisse des täglichen Lebens. Ihren Eltern war die Absicherung jedoch so wichtig, dass sie ihr die Versicherung für die ersten drei Jahre bezahlten. Denn eine gesetzliche Absicherung greift ja erst später.
  • Durch den ständigen Stress und die Dauerbelastung von wöchentlich 60 Arbeitsstunden bemerkte ein Manager die Symptome des Burn-out erst viel zu spät. Von einem Tag auf den anderen konnte er seinem Beruf nicht mehr nachgehen. Dank vieler Monate intensiver Therapie und Behandlungen kann er mittlerweile wieder arbeiten. Während der gesamten Zeit seiner Berufsunfähigkeit half ihm und seiner Familie die monatliche Rente, das gemietete Haus, das Auto sowie die lieb gewonnenen Hobbys der Kinder zu finanzieren.

 

Gibt es wertvolle Tipps zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

1. Möglichst früh eine Versicherung abschließen

Die Höhe der Beiträge richtet sich unter anderem nach dem Alter des Versicherten. Je früher Sie einsteigen, umso günstiger sind die Beiträge, denn in jüngeren Jahren ist das Risiko einer Vorerkrankung noch geringer. Wer sich erst später für eine Versicherung entscheidet, muss mit teuren Zuschlägen oder teilweise sogar Ausschlüssen von Körperteilen rechnen.

2. Gesundheitsfragen korrekt beantworten

Vor Versicherungsbeginn müssen Sie einige Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand, zu Ihrem Beruf, gefährlichen Hobbys oder Vorerkrankungen machen. Antworten Sie dabei nicht wahrheitsgemäß, sei es vorsätzlich oder grob fahrlässig, riskieren Sie Ihren Versicherungsschutz.

3. 75 bis 80 Prozent des Nettoverdienstes absichern

Die Höhe Ihrer Berufsunfähigkeitsrente können Sie individuell wählen. Sinnvoll ist es dabei, sich an Ihrem letzten Nettoeinkommen zu orientieren. Damit stellen Sie sicher, dass Sie im Leistungsfall Ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und Ihren gewohnten Lebensstandard halten können.

4. Versicherungssumme bei Bedarf anpassen

Weil sich nicht nur Ihr Gehalt, sondern auch Ihre familiäre Situation während der Vertragslaufzeit durchaus verändern, bietet Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung die Möglichkeit, Ihre Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung anzupassen. Sie können natürlich auch von Anfang an eine Dynamisierung einbauen. Damit erhöht sich Ihr Beitrag und damit verbunden Ihre Leistungen automatisch einmal im Jahr.

 

Sonderfall Künstler: Ist eine Absicherung auch hier möglich?

Künstlerische Berufe reichen von Bildhauern über Artisten, Maler bis hin zu Musikern und Tänzern. So viele unterschiedliche Arten von Künstlern es gibt, so unterschiedlich ist auch die Möglichkeit zur Absicherung. Teilweise ist eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit möglich, in anderen Fällen kann nur das Risiko der Erwerbsminderung versichert werden und im dritten Fall ist eine Absicherung aufgrund des hohen Berufsrisikos gänzlich ausgeschlossen. Daher ist für diese Berufsgruppe jeder Einzelfall individuell zu prüfen.

 

Und zum Schluss: Etwas Kurioses aus der Welt der Stars und Sternchen

Anders als normale Leute, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, versichern Promis ihre für sie wichtigsten Körperteile. Von den Beinen über den Po bis hin zum unverwechselbaren Lächeln, der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt…

Infografik: Die teuersten Promi-Versicherungen | Statista

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Quelle: statista.com, pixabay.com

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