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Das ist Rekord! – Deutsche Unternehmen schütten aus

Veröffentlicht am 21. Februar 2019

Das ist Rekord! – Deutsche Unternehmen schütten aus

Die Hauptversammlungssaison 2019 hat begonnen. Und trotz gefallener Börsenkurse schütten Deutsche Unternehmen voraussichtlich 52,4 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus – die Unternehmensgewinne machen es möglich. Das ist Rekord!

 

Siemens machte den Anfang

Als erstes DAX-Unternehmen läutete Siemens am 30. Januar die Dividendensaison 2019 ein. Die DekaBank**** prognostiziert, dass deutschen Unternehmen in 2019 rund 52,4 Milliarden Euro an ihre Aktionäre ausschütten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine erstmalige Analyse der DekaBank. Grundlage sind die Dividendenprognosen für die 160 gelisteten Unternehmen im DAX, M-DAX und S-DAX.

Aktien im aktuellen Umfeld fair bewertet

Die Gewinnentwicklung deutscher Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren mit der insgesamt rasanten Kursentwicklung Schritt halten. Auch wenn die Kurse vieler Aktien im vergangenen Jahr deutlich gefallen sind, konnten sich die Unternehmensgewinne positiv entwickeln. „Die gestiegenen Dividendenzahlungen sind insofern durch die solide operative Geschäftsentwicklung fundamental gut unterfüttert“, weiß Joachim Schallmaye, Leiter Kapitalmärkte bei der DekaBank. Dementsprechend haben sich auch die Bewertungen der Aktiengesellschaften nicht ausgeweitet, sind fair bewertet und liegen auf dem Niveau der historischen Durchschnittswerte. Zudem stehen die Dividendenausschüttungen in einem gesunden Verhältnis zu den erwirtschafteten Gewinnen. „Gemessen an der aktuellen Dividendenrendite erweisen sich gerade Titel aus der ersten Reihe als besonders attraktiv“, erklärt der Aktienexperte.

 

Bayern ist „Dividendenmeister“

Die Auswertung auf regionaler Basis zeigt, dass Bayern mit Dividendenzahlungen von insgesamt 15,3 Milliarden Euro die ausschüttungsstärkste Region in Deutschland ist. Den zweiten Platz belegt Nordrhein-Westfalen mit Ausschüttungen in Höhe von 14,3 Milliarden Euro. Damit sind Bayern und NRW mit Abstand die dividendenstärksten Regionen in Deutschland. „Die Stärke der beiden Regionen ist zum einen hauptsächlich mit der Anzahl der börsennotierten Unternehmen in der Region begründet“, erklärt Schallmayer. 35 der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Bayern, 33 stammen aus NRW. Ein weiterer Grund ist, dass die in diesen Regionen ansässigen Unternehmen eine hohe Dividendenkontinuität aufweisen. Die DekaBank rechnet sogar damit, dass die Mehrzahl der Unternehmen in beiden Regionen auch im kommenden Jahr ihre Dividende steigern werden.

Der Reiz der Dividende

 

Jeder dritte Bundesbürger ist der Meinung, dass sich eine Geldanlage in Dividenden lohnt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung* der DekaBank. Das Statistische Bundesamt wiederum zeigt auf, dass nur etwas mehr als 6 Prozent der Bundesbürger (5 Millionen**) überhaupt Aktien besitzen. Genau dies ist aber die Voraussetzung, dass neben einem möglichen Kursgewinn bei Veräußerung, auch eine eventuelle Erfolgsbeteiligung in Form einer Dividende an den Aktienbesitzer fließt.

Aber was verbirgt sich eigentlich hinter einer Dividende? Der Begriff Dividende leitet sich aus dem lateinischen Wort „dividenda“ ab und bedeutet sinngemäß, dass es etwas zu verteilen gibt. Diese „Verteilung“ wird möglich, wenn eine Aktiengesellschaft (AG) einen sogenannten Bilanzgewinn erzielt hat. Um die Aktionäre an diesem Gewinn zu beteiligen, kann sie in Form einer Dividende auch einen Teil an ihre Aktionäre ausschütten. Denn die Aktionäre sind als Miteigentümer am wirtschaftlichen Erfolg aber auch am Misserfolg eines Unternehmens beteiligt.

 

Definitiv vorzeigbar

Als ein deutsches Vorzeigeunternehmen schüttet die Fresenius AG bereits seit 25 Jahren eine Dividende aus und diese wurde sogar jedes Jahr erhöht. In den USA gehört McDonald’s zu den Dividenden-Champions. Aber: Ein Aktionär hat keinen Anspruch auf eine regelmäßige Ausschüttung! Denn: Die Dividende richtet sich nach dem erwirtschafteten Unternehmensgewinn, der für die Zukunft leider nicht garantiert werden kann. Insofern kann es auch passieren, dass es einem Unternehmen schlechter geht und die Ausschüttung ausbleiben muss.

 

Hier wird es entschieden

Bei Aktiengesellschaften entscheidet am Ende die Hauptversammlung (HV), also die Mitgliederversammlung der Firma, auf Anraten des Vorstands und des Aufsichtsrats, wie hoch eine Dividende ausfallen soll oder ob es gar keine Zahlung an die Aktionäre gibt. Die Gesellschaft kann beispielsweise beschließen, den Gewinn oder einen Teil davon als Rücklage im Unternehmen zu belassen. Die Rücklagen stärken dann das Unternehmen beispielsweise für zukünftige Investitionen. Kommt es zu einer Ausschütten, wird der festgelegte Ausschüttungsbetrag auf die einzelnen Aktien runtergerechnet – also durch die Anzahl der Aktien geteilt. Je nach Anzahl seiner Aktien, erhält der Aktionär seine Gewinnbeteiligung auf das Konto überwiesen. Dies erfolgt am Tag nach der Hauptversammlung.

Die Ausschüttung wirkt sich dann allerdings auf den Aktienkurs aus. Es findet eine Kursbereinigung in Höhe der Dividende statt. Notiert die Aktie am Tag der HV bei 50 Euro und die Dividende beträgt 2 Euro je Anteilsschein, reduziert sich der Aktienkurs rechnerisch auf 48 Euro.

In diesem Zusammenhang taucht oft auch der Begriff Dividendenrendite auf. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die Höhe der Verzinsung des angelegten Kapitals. Bei der Berechnung wird die Dividende in Relation zum Kurs der Aktie gesetzt. Notiert die Aktie bei 50 Euro und wird eine Dividende von 2 Euro gezahlt, beträgt die Dividendenrendite 4 Prozent (2 Euro*100/50 Euro).

 

Steigende Dividenden auch im Jahr 2020

 

Die Basis für wachsende Dividenden bilden höhere Unternehmensgewinne. Im zurückliegenden Geschäftsjahr konnten Unternehmen aus Deutschland ihre Gewinne gegenüber dem Vorjahr nochmals steigern. Diese Resultate werden in Form der Dividende jetzt an die Aktionäre weitergegeben. Trotz eines sich abzeichnenden schwierigen Geschäftsjahrs 2019 rechnet die DekaBank auch für das kommende Jahr mit Ausschüttungen auf leicht steigendem Niveau. Sie begründet dies damit, dass deutsche Unternehmen auch international hervorragend aufgestellt und oft sogar Marktführer sind.

Die enttäuschende Konjunkturentwicklung in Europa oder China ist kein Hindernis für eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Prognose Schallmayer: „Solange es keine ausgewachsene Rezession gibt, werden die Unternehmen ihre Dividenden weiterzahlen. Die Dividendenrendite des DAX-Index von derzeit 3,3 Prozent dürfte weiter ansteigen“. Damit nimmt die Dividende auch künftig einen hohen Stellenwert hinsichtlich des Gesamtertrags eines Aktienengagements ein.

 

Fazit

Dividenden können vor allem in Niedrigzinszeiten eine interessante Anlagemöglichkeit sein. Allerdings ist die Suche nach dividendenstarken Aktien aufwendig und kompliziert. Viele Anleger investieren daher in spezielle Dividendenfonds. Das Angebot reicht von Fondsmanagern verwalteten Fonds bis zu passiv gesteuerten Fonds, die einen Index abbilden (ETF).

 

Wie auch Sie vom Dividenden-Regen deutscher Unternehmen profitieren können, lesen Sie hier

 

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* Quelle: Deka-Anlegermonitor (12/2018). Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 14.11. und dem 23.11.2018 nahmen 3.064 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18-75).

** Quelle: Statistisches Bundesamt, 2019.

*** Quelle: DekaBank, Stand 24. Januar 2019.

**** Die DekaBank ist das Wertpapierhaus der Sparkassen, gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften bildet sie die Deka-Gruppe. Mit Total Assets in Höhe von rund 288 Mrd. Euro (per 30.09.2018) sowie rund 4,6 Millionen betreuten Depots ist sie einer der größten Wertpapierdienstleister und Immobilien-Asset Manager in Deutschland. Sie eröffnet privaten und institutionellen Anlegern Zugang zu einer breiten Palette an Anlageprodukten und Dienstleistungen. Die DekaBank ist fest verankert in der Sparkassen-Finanzgruppe und richtet ihr Angebotsportfolio ganz nach den Anforderungen ihrer Eigentümer und Vertriebspartner im Wertpapiergeschäft

Quelle Bilder: DekaBank, pixabay.com

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