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Ab ins Auslandssemester

Ab ins Auslandssemester
Ein Semester Ausland, oder zwei? Campusleben plus fremde Kultur? Mit anderen Lernmethoden, anderen Kommilitonen? Wer das während seines Studiums kennenlernen und Auslandsaufenthalt sammeln möchte, für den ist ein Auslandssemester genau das Richtige – Vorteile inbegriffen!
Bei einem Auslandssemester werden Studieninhalte eröffnet, die an der heimischen Uni wahrscheinlich nicht offenstehen. Neue Lehrmethoden und Inhalte können einen völlig neuen Blick auf das Fach geben und wertvolle Anregungen für Abschlussarbeiten liefern. Ein Auslandsaufenthalt, wie ihn ein Auslandssemester ermöglicht, wird von zukünftigen Arbeitgebern gern gesehen. Bei späteren Bewerbungen kann ein absolviertes Semester im Ausland Vorteile bedeuten. Denn viele Personalchefs bevorzugen Bewerber mit Auslandserfahrung. Schließlich beweisen diese Flexibilität, Selbständigkeit und Einsatzbereitschaft. Außerdem können sie mit guten Sprachkenntnissen, interkulturellen Kompetenzen und länderspezifischem Know-how überzeugen.
Auslandssemester
Gegen Ende der Schulzeit oder zu Beginn des Studiums fängt es bei vielen an, dass sie sich Gedanken machen, wie es wäre, im Ausland zu studieren. Grobe Vorstellungen, vielleicht ein Traum, der seit Jahren im Hinterkopf ist, rücken immer näher. Doch wie soll das eigentlich ablaufen? Kann einfach so im Ausland studiert werden? Was gilt zu beachten? Welche Anlaufstellen gibt es? Viele Fragen tauchen nun auf:

 

Wie funktioniert überhaupt ein Auslandssemester?

Am einfachsten ist ein Auslandssemester durch ein Austauschprogramm der heimischen Hochschule zu orgranisieren. Deutsche Hochschulen kooperieren oft mit ausländischen Universitäten, um die Finanzierung eines Auslandssemesters zu ermöglichen und die Anrechnung von Studienleistungen zu vereinfachen. In der Regel informiert das Akademische Auslandsamt der eigenen Hochschule über passende Partneruniversitäten im Ausland und erläutert die Formalitäten zur Bewerbung. Ein Auslandsaufenthalt ist in der Regel ab dem zweiten Semester möglich, also sobald ein wenig Fachwissen erworben wurde. Wenn ein Auslandssemester nicht fest in den Studienplan integriert ist, dann steht frei, wann der Start sein soll. Ob im dritten oder sechsten Semester, im Bachelor oder im Master, spielt keine Rolle.

Selbstverständlich lässt sich ein Auslandssemester auch eigenständig organisieren. In diesem Fall ist zudem die Finanzierung durch entsprechende Stipendien möglich. Zu bedenken gilt es, dass die selbständige Planung mit jeder Menge Aufwand verbunden ist. Ein Jahr Vorlauf ist keine Seltenheit. Wer an einer deutschen Universität eingeschrieben ist, muss sich zudem für die Zeit des Auslandsaufenthalts per Antrag beurlauben lassen, der ebenfalls rechtzeitig gestellt werden muss.

 

Wieviel kostet ein Auslandssemester?

Das hängt von einigen Faktoren ab: werden die Studiengebühren bezahlt? Gibt es Auslands-BAföG oder ein Stipendium? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten im Zielland? Eigene Wohnung oder WG (Wohngemeinschaft) beziehungsweise Studentenwohnheim? Werden Tickets für öffentliche Verkehrsmittel benötigt? Pauschal lässt sich hier also keine Zahl nennen. Wer jedoch von vorne herein weiß, dass er finanzielle Unterstützung benötigt, sollte sich bereits ein Jahr im Voraus um ein Stipendium bemühen oder zumindest schon einmal Informationen darüber sammeln, welche Stipendien in Frage kommen. Aufgrund hoher Bewerberzahlen setzen viele Stipendiengeber ihre Bewerbungsfristen immer früher. Für ein Vollstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) – einer der größten Stipendiengeber für Austauschstudenten, gilt die Bewerbung ein Jahr im Voraus, um überhaupt berücksichtigt zu werden. Diese frühen Fristen können bedeuten, dass noch kein sicherer Platz an der ausländischen Universität zur Verfügung steht. Selbst wenn das der Fall ist, gilt dennoch bewerben. Absagen geht später immer noch.

Gut zu wissen: Promos fördert zum Beispiel Auslandsaufenthalte von Studierenden durch Teilstipendien, Reisekostenpauschalen, Zuschüsse zu den Aufenthaltskosten sowie Pauschalen für die Studiengebühren. Stipendien gibt es für verschiedenste Studienrichtungen und Auslandsaufenthalte. Auf der Internet-Seite des DAAD gibt es passende Stipendien. Selbst wer in Deutschland kein BAföG bekommt, kann ein Auslands-BAföG beantragen. Im Gegensatz zum „normalen“ BAföG ist das Auslands-BAföG kein Darlehen und muss nicht zurückgezahlt werden. Der Bildungskredit ist zinsgünstig und berechnet sich unabhängig vom eigenen Einkommen und des Vermögens der Eltern. Er bietet Studierenden eine flexible und individuelle finanzielle Unterstützung.

 

An welchen Universitäten sind Auslandssemester möglich?

Prinzipiell kann sich an allen Unis beworben werden. Üblich ist jedoch über die Partneruni der Hochschule auf der studiert wird, ins Ausland zu gehen. Was wiederum Vorteile bietet: Studiengebühren fallen weg oder reduzieren sich. Die erbrachte Leistung wird in Deutschland anerkannt und nicht selten wird ein Stipendium zugesichert. Das „international Office“ übernimmt zudem die erste Kontaktaufnahme mit der Partneruni und übermittelt meist die Bewerbungsunterlagen. Diese Pluspunkte entfallen, wenn die Wahl auf eine beliebige Uni fällt. Studiengebühren zum Beispiel sind in den USA oder Kanada um einiges teurer.

 

Welche Unterlagen sind für die Bewerbung notwendig?

Egal wie letztendlich das Auslandssemester organisiert wird, gibt es einige Unterlagen, die eingereicht werden müssen. Ein Motivationsschreiben, in dem der Wunsch ins Ausland zu gehen erklärt wird sollte dazugehören. Zudem wird in vielen Fällen ein Empfehlungsschreiben verlangt. Dies verfasst in der Regel ein Dozent, der einen gut kennt. Erforderlich sind weiterhin:

  • Bewerbungsformular / Antrag auf Zulassung zum Studium
  • Nachweis der Hochschulberechtigung
  • Nachweise bisher erreichter Studienleistungen wie Scheine und Zwischenprüfungen auf Deutsch und Englisch

 

Wie ist es mit den Fremdsprachkenntnissen?

Natürlich ist es absolut von Vorteil, wenn für das Auslandssemester in nicht deutschsprachigen Ländern über ausreichende Fremdsprachkenntnisse verfügt wird. Manchmal reichen dabei gute Englischkenntnisse aus, ansonsten gilt es die jeweilige Landessprache zu beherrschen. Zudem wird oftmals bei der Bewerbung ein Test oder Gutachten zu den Fremdsprachenkenntnissen abgefragt. Bei französischen Hochschulen legt man das „Diplome d’Etudes en Langue Francaise (Delf)“ ab, während für die Bewerbung an einer englischsprachigen Hochschule ein „Cambridge-Zertifikat“ oder der „TOEFL-Test“ notwendig sind.

 

 Wird ein Visum benötigt?

Geht das Auslandssemester zum Beispiel über die Grenzen Europas hinaus, wird sowieso meist ein Visum benötigt. Informationen hierzu gibt es über Studentenvisa. Das Visum wird in der Regel bei der Botschaft des Ziellandes im Heimatland beantragt. Dort gibt es auch alle wichtigen Informationen. Es empfiehlt sich beim Ausfüllen möglichst viel anzugeben. Das erhöht die Chancen. Natürlich gehört dazu auch die Gültigkeit des Reisepasses zu prüfen. Empfehlenswert ist auf alle Fälle rechtzeitig mit der Beantragung zu beginnen. Denn die Bearbeitung eines Antrags kann einige Monate dauern.

 

Sind gesundheitliche Maßnahmen zu treffen?

Gesundheitsfragen sind ein wichtiger Punkt, der bei längeren Auslandsaufenthaltet beachtet werden muss. Der Versicherungsschutz in Form einer speziellen Auslandsreisekrankenversicherung sollte auf alle Fälle Priorität haben. Gibt es gesundheitliche Beschwerden, aufgrund derer regelmäßig Medikamente eingenommen werden müssen? Es empfiehlt sich vorab zu klären, wo im Ausland diese Medikamente zu beziehen sind. Für Frauen gilt diese Frage auch für die Pille. Gibt es Impfvorschriften für das ausgewählte Land? Hier gilt zu beachten, dass einige Impfungen bis zu einem halben Jahr vor Abreise durchzuführen sind. Es ist ratsam sich vorab zu informieren. Ein Arzt oder auch die Botschaft geben Auskunft.

 

Wie sieht es mit einer Unterkunft aus?

Die Suche nach einer passenden Wohnung ist ein wichtiger Schritt bei den Vorbereitungen. Es ist nicht einfach, auf eine große Distanz eine Wohnung zu finden und es sollte rechtzeitig mit der Suche begonnen werden. In der Regel wird sich darum selbst gekümmert, nur im Einzelfall wird von der Partneruni ein Platz im Studentenwohnheim zugesichert. Zur Auswahl stehen zum Beispiel:

  • das Wohnheim: wer gerne mit anderen Studenten zusammenwohnt, Partys und gemeinsame Aktivitäten mag, ist in einem Studentenwohnheim richtig. Viele Universitäten haben Wohnheime auf ihrem Campus. Hier wird sich direkt bei der Uni um einen Platz beworben.Auslandssemester
  • die Wohngemeinschaft: bietet die Universität keine Wohnheime an, oder sind diese zu teuer, kann auch nach einer Wohngemeinschaft gesucht werden. Vorteil: Leute lassen sich schnell kennenlernen und alle Kosten werden geteilt. Facebook-Gruppen sind bei der Suche oftmals hilfreich, oder auch spezielle Portale zur Wohnungssuche, wie hier zum Beispiel.
  • eine eigene Wohnung: wer seine Ruhe braucht, einen eigenen Ort um sich auszubreiten und wohlzufühlen, dann sind hektische Wohnheime und ein enges Gemeinschaftsleben in einer WG nicht empfehlenswert. Online Wohnungsbörsen oder lokale Zeitungen helfen bei der Suche nach einer eigenen Wohnung oder einem Appartement.
  • oder die Gastfamilie: manche Universitäten und Austauschprogramme bieten die Möglichkeit, bei einer Gastfamilie zu leben, was diverse Vorteile hat. Es wird oft weniger gezahlt und ermöglicht das direkte eintauchen in die Kultur des Landes – Einsamkeit ausgeschlossen.

 

Gibt es bei An- und Abreise was zu beachten?

Je früher gebucht wird, umso günstiger ist es meistens. Selbstverständlich gibt es manchmal Ausnahmen. Es empfiehlt sich in keinster Weise auf das Last Minute Angebot zu warten, nur um Geld zu sparen. Wer vorab schon weiß, zu einem bestimmten Termin nach Hause zu kommen, oder seinen Rückreisetermin grob einschätzen kann, versucht am Besten einen Flug mit gekoppeltem Rückflug zu buchen. Das macht den Preis pro Flug um einiges günstiger als bei einem One-Way Ticket. Es ist ratsam sich zu informieren, ob es Flughäfen in der Umgebung der Gastuniversität gibt, für die günstigere Flüge angeboten werden. Wenn es die Möglichkeit gibt, mit Bus oder Zug zum Zielort zu kommen, lässt sich eventuell so Geld sparen. 

 

Darf neben dem Studium im Ausland gejobbt werden?

Auch das ist von Land zu Land und Visum zu Visum unterschiedlich. In den USA, in Kanada oder Hong Kong geht das zum Beispiel nicht. Ausnahmen sind jedoch Jobs auf dem Campus, wie in einem Bistro, Café oder als studentische Hilfskraft. Also, wenn die Uni Arbeitgeber ist. In Australien hingegen sind bis zu 20 Stunden pro Woche neben dem Studium erlaubt.

 

Wird das Auslandssemester angerechnet?

Wer zum Beispiel mit Erasmus+ an eine europäische Partneruni geht, dem wird ein Stipendium und alle im Ausland erbrachten Leistungen zugesichert. Von daher geht kaum Zeit verloren. Doch selbst wenn dadurch ein Semester länger studiert wird, gleicht sich das mit all den Auslandserfahrungen wieder aus und macht sich mit Sicherheit in jedem Lebenslauf gut. Wird mittlerweile sogar oft vorausgesetzt. Viele wichtige Erfahrungen – persönlich wir auch beruflich, werden gesammelt. Infos dazu gibt es ebenfalls im International Office an der studierenden Uni.

Eine große Hilfe und das Geheimnis des Erfolgs bei der Organisation des Auslandsaufenthaltes ist ganz klar ein genauer Plan, wann was zu tun ist. Unzählige Informationen gilt es zu strukturieren und viele Dinge müssen vorab erledigt werden. Die Mühe ist es definitiv wert. Und um nichts dem Zufall zu überlassen sorgt zudem ein perfekt geschnürtes Auslandspaketfür einen reibungslosen Ablauf. Weitere nützliche Informationen gibt es auch über das Europäische Jugendportal.

 

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Quelle: DSV, pixabay.com, DAAD, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundesverwaltungsamt, Europäisches Jugendportal

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