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Achtung Wild

Achtung Wild

Der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer. Die Blätter verfärben sich. Nebel steht auf Feldern und Wiesen. Jetzt ist die Zeit des Bücherlesens, der Kinobesuche, der Mützen und Schals, des Teetrinkens, der Suppenküche, der Duftkerzen am Badewannenrand und die Zeit, den Holzofen wieder anzuheizen. Es ist aber auch die Zeit der Wildunfälle. Wir erklären, wie Sie das Risiko von Wildunfällen reduzieren können und wie Sie sich nach einem Zusammenstoß richtig verhalten.

Schockierende Zahlen  

Insgesamt 48.349 Verkehrsunfälle verzeichnete das Polizeipräsidium Oberbayern Nord* im Jahr 2017. Durch Wild wurden davon 10.247 verursacht. Das entspricht einem Anteil von 21 % und einer Steigerung um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr. Bei 55 dieser Unfälle wurden Personen verletzt, jedoch niemand getötet. Bundesweit wurden sogar 228.490 Wildunfälle gemeldet. Auch hier ist ein Anstieg von 5 % zu verzeichnen. Genauer betrachtet stimmen die Zahlen der jährlich getöteten Wildtiere durchaus betroffen.

Statistik der Wildunfälle 2017

Ursachen für Wildwechsel

Wildtiere sind Wandertiere. Gerade im Frühjahr und im Herbst treibt sie die Suche nach Nahrung, neuem Lebensraum oder Paarungspartnern an. Häufig benutzen sie dafür bereits lange Jahre vertraute Wege. Diese werden jedoch immer häufiger durch neue Straßen und Bahnwege durchkreuzt. Nutzen die Wildtiere den gewohnten Weg aber weiterhin kommt es zwangsläufig an diesen Stellen zu erhöhtem Aufkommen von Wildwechsel. Gerade in der Tageszeit des höchsten Verkehrsaufkommens sind auch viele Tiere, wie das Reh besonders aktiv. Gerade die Morgen- oder Abenddämmerung bietet ihnen einen gewissen Schutz – nicht jedoch vor den Berufspendlern.

 

So vermeiden Sie Wildunfälle

Die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen um einen Wildunfall bereits im Vorfeld zu vermeiden:

  • Das Wichtigste ist: Fuß vom Gas und bremsbereit sein. Bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit von 100 auf 80 km/h kann außer Orts einen Unfall verhindern.

Schaubild Zusammenhang Geschwindigkeit - Wildunfallgefahr

  • Vorausschauend und umsichtig fahren – vor allem während der Morgen- und Abenddämmerung.
  • Besondere Vorsicht ist im Wald und an Feldrändern geboten. Hier empfiehlt es sich, die Straßenränder besonders aufmerksam zu beobachten.
  • Immer mit Fernlicht fahren, um reflektierende Tieraugen frühzeitig zu erkennen.
  • Steht Wild am Straßenrand oder auf der Fahrbahn, sofort bremsen, abblenden und hupen.
  • Immer mit Nachzüglern rechnen, denn Wildtiere leben meist in Herden. Einem vereinzelten Tier folgen oft noch weitere, durchaus auch in gewissem Abstand.
  • Ist ein Zusammenstoß unvermeidbar: Nicht ausweichen, sondern den Aufprall durch möglichst starkes Bremsen so gut es geht abmildern.

 

Richtiges Verhalten nach einem Wildunfall

Um Ihre eigene Sicherheit, die Ihrer Insassen und die der anderen Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden ist an Folgendes zu denken:

  • Warnblinkanlage einschalten, kontrolliert anhalten und Ruhe bewahren
  • Warnweste anlegen und Unfallstelle mit Warndreieck absichern
  • Erste Hilfe bei Verletzten leisten.
  • Polizei oder Rettungswagen unter der Rufnummer 110 verständigen
  • Verletzte Tiere nicht berühren und auf keinen Fall mitnehmen, das wäre Wilderei!
  • Tote Tiere nach Möglichkeit von der Fahrbahn entfernen (Handschuhe gegen mögliche Infektionen tragen!)
  • Am Unfallort auf Polizei und / oder Förster warten
  • Fotos von Unfallstelle und Fahrzeug machen.
  • Wildschadenbescheinigung von Förster oder Polizei ausstellen lassen

 

Das Video des ADAC fasst alles Wichtige nochmal kurz zusammen:

Schadensregulierung

Durch einen Wildunfall entstandene Schäden am Fahrzeug reguliert Ihre Teilkaskoversicherung. Sie bezahlt alle Schäden durch Haarwild wie Wildschwein, Reh, Hirsch, Fuchs oder Hase. Schäden, die durch ein Ausweichmanöver entstanden sind, werden nur in den seltensten Fällen von der Teilkaskoversicherung übernommen. Bei manchen Versicherungen sind Schäden durch Haus- und Nutztiere wie Hunde, Katzen oder Kühe nicht abgedeckt.

Sie möchten lieber auf Nummer sichergehen und sich gegen Schäden beim Zusammenprall mit Tieren aller Art, also auch Nutztieren, absichern? Hier finden Sie die passende Rundumabsicherung.

TIPP

Jetzt noch bis 30.11.** die alte Versicherung kündigen und künftig den besten Schutz für Ihr Fahrzeug genießen.

 

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* Der Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord umfasst die Landkreise Erding, Freising, Ebersberg, Dachau, Starnberg, Landsberg a. Lech, Fürstenfeldbruck, Eichstätt, Pfaffenhofen a. d. Ilm, Neuburg-Schrobenhausen und die Stadt Ingolstadt.

** Kündigung: ein Monat vor Ablauf der Versicherung; individuelle Daten möglich)

 

Quellen: www.jagdverband.de, adac.de, youtube.de, fotolia

 

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