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Der Weltspartag – eine Zeitreise

Der Weltspartag – eine Zeitreise
Wie alles begann – die 1920er-Jahre.

Die Geschichte zum Weltspartag geht zurück auf den Oktober 1924. In Mailand beschlossen Vertreter auf dem ersten internationalen Sparkassenkongress (Weltvereinigung der Sparkassen), diesen Tag fortan jährlich zu feiern. An dieser Veranstaltung nahmen 354 Delegierte aus 28 Ländern teil. Einer der maßgeblich daran beteiligt war, ist Prof. Filippo Ravizza, der damalige Direktor des kurz zuvor gegründeten Weltsparkasseninstituts (World Savings Banks Institute).

Zu den Ländern, die an der Gründungsinitiative zum Weltspartag beteiligt waren, gehörten: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Japan, Jugoslawien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Ungarn, Uruguay und die USA. Unter anderem erhielten die Einladung zum Kongress Vertreter aus: Estland, Irland, Norwegen, Portugal, Zypern.

Jetzt ist der „Weltspartag“ offiziell.

Ein Jahr später, am 31. Oktober 1925, wurde der erste Weltspartag offiziell von den europäischen Sparkassen gefeiert. Sinn und Zweck war, der Bevölkerung, insbesondere den Kindern, das Sparen schmackhaft zu machen. Der Wert des Sparens soll auf der ganzen Welt verbreitet werden. Das war besonders in Deutschland bitter nötig. Die Währungsreform von 1923 hatte das Vertrauen der Menschen in den Wert des Geldes und vor allem der Geldwertstabilität stark erschüttert. Das Weltinstitut der Sparkassen verkündete 1928: „Sparen ist eine Tugend und eine Praktik, die für den Fortschritt eines jeden Einzelnen, einer jeden Nation, und der gesamten Menschheit, grundlegend ist!“

Fortan war der Weltspartag, eigentlich „Weltsparsamkeitstag“ (World Thrift Day), ein fester Jahrestag in den Kalendern der Sparkassen und zunehmend auch der anderen Geldinstitute. Menschen auf der ganzen Welt sollten davon überzeugt werden, ihr Geld in einer Bank anzulegen, anstatt Zuhause aufzubewahren. In den Jahren nach dem Kongress wurden Plakate und Broschüren gedruckt, Vorträge gehalten und Artikel veröffentlicht. An Schulen führte man Aktionen durch, um die Bekanntheit des Weltspartags zu steigern. Zwei italienische Musiker komponierten 1928 sogar eine eigene „Spar-Hymne“. Die Deutsche Sparkassen-Zeitung erschien am 31.10.1926 mit einer Festausgabe anlässlich des Weltspartags.

Warum ist Sparen so wichtig?

Das Ziel, am Weltspartag Sparsamkeit als eine allgemeine Tugend zu stärken, verlor aber im Laufe der Zeit an Bedeutung. Stattdessen wurde den Sparern vermittelt, dass Sparen notwendig ist, um sich große und kleine persönliche Wünsche zu erfüllen, sowie Ziele zu erreichen. Nur wenn genügend gespart wird, kann investiert werden. Für den Einzelnen ist Sparen wichtig, um sich eine finanzielle Grundlage aufzubauen, die später entweder als Sicherheitspolster, Altersvorsorge oder sogar als Einkommensquelle dienen kann. So bewarben die Sparkassen im Jahr 2005 den Weltspartag folgerichtig als „Wunschstarttag“. Auch die Eigentums- und Vermögensbildung wurde ein zunehmend wichtiges Thema. Seit 2001 nimmt die Sparkassen-Finanzgruppe den Weltspartag sogar zum Anlass, ein „Vermögensbarometer“ zu präsentieren. Dafür werden in einer repräsentativen Umfrage 2000 Bürger befragt, wie es um Ihre Vermögensbildung und finanzielle Vorsorge bestellt ist, aus welchen Motiven sie Geld anlegen und welche Sparformen sie favorisieren. 

So warb man damals für den Weltspartag. Die Galerie zeigt Werbeplakate der letzten Jahrzehnte zum Weltspartag:

Sparen gestern und heute.

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not – das sagt ein altes deutsches Sprichwort. Das Symbol fürs Sparen ist das Sparschwein. Wofür und wodurch die Menschen sparten, veränderte sich im Lauf der Jahre. Heute diskutieren wir über Cloud und Kryptowährungen. Sehen Sie dazu folgendes Video:

Wie lernen Kinder sparen?

Der Weltspartag richtet sich nicht umsonst hauptsächlich an Kinder. In den ersten Jahren des Lebens formen sich viele Gewohnheiten, auch wirtschaftlich, die ein Leben lang erhalten bleiben – so ist es auch mit dem Umgang mit Geld. Eltern sollten daher auf jeden Fall Zeit und Mühe darauf verwenden, ihren Kindern den Wert des Geldes und des Sparens zu vermitteln. Dazu gehört zum Beispiel, das Kind von jedem Taschengeld einen Teil zurücklegen zu lassen – 90% ausgeben, 10% sparen ist beispielsweise ein gutes Verhältnis. Auch wenn Kinder lernen, wie lange und schwer man für Geld arbeiten muss, gehen sie sorgsamer mit dem verdienten Geld um. Gerade weil das Sparen in der heutigen Zeit nicht mehr lukrativ zu sein scheint, soll den Kindern vermittelt werden, dass Sparen eine große Bedeutung für ihre Lebensgestaltung hat. Vorrangig geht es nämlich nicht um den ersparten Betrag oder den Zinsertrag, sondern um das Verständnis dafür, sich große Wünsche nur durch Sparen erfüllen zu können. Einfach geht’s mit einer Taschengeld-App

Mit Knax macht sparen Spaß!

Spielerisch erklären das bereits seit 1974 die Bewohner der Insel Knax (offizielle Schreibweise: KNAX) im gleichnamigen Heft. Das Knax-Heft ist eines der meistgelesenen Comic-Magazine Deutschlands. Die Geschichten erzählen Konflikte zwischen den Knaxianer und den Fetzensteinern. Wobei die Knaxianer immer geschickte Lösungen finden. Mit der Verbindung von spannenden Bildern und leicht lesbaren Texten stellt es für 6 bis 10-jährige Kinder ein ideales Medium dar. Das breite Themenspektrum bietet Ablenkung und Unterhaltung, aber auch viel Wissenswertes, Rätsel, Witze, eine Bastelecke und eine Kontaktseite für Brieffreundschaften. Das Magazin erscheint alle zwei Monate und gibt es kostenlos in Sparkassen-Geschäftsstellen.

Die Galerie zeigt einen kleinen Auszug der KNAX-Heft-Cover im Laufe der Zeit:

Klicken Sie sich durch alle Hefte seit 1974

Die Sparkasse Freising knüpft auch dieses Jahr wieder mit einer Weltsparwoche in der Zeit von 29. Oktober bis 2. November 2018 an den Spargedanken an und lädt herzlich dazu ein! Fleißige Nachwuchssparer werden mit einem coolen Geschenk belohnt. Zudem gibt es 2018 ebenfalls die Malaktion „Kinder malen für Kinder“. Das Motto lautet diesmal: „Mats macht Urlaub“. Pro eingereichtes Bild geht 1 Euro Spende an das Kinderheim St. Klara in Freising. Teilnehmen können alle Kinder. Passend dazu gibt’s natürlich ein aktuelles Knax-Heft (Nummer 5/2018). Das Cover ziert den Protagonisten des diesjährigen Weltspartags – „Mats“, ein kleiner Eisbär. Noch viel mehr Interessantes rund um den Knax-Klub gibt’s hier.

 

Übrigens gibt es in Deutschland eine Besonderheit: Den Weltspartag begeht man hierzulande seit 1928 bereits am 30. Oktober, oder am letzten Werktag davor. Der Grund ist, dass am 31. Oktober in vielen Regionen des Beginns der Reformation durch Martin Luther gedacht wird.

 

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Quellen: Deutscher Sparkassenverlag, Stuttgart, DekaBank, Deutscher Sparkassen und Giroverband

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