Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Droht in Freising bald eine Immobilienblase?

Die Kaufpreise für Immobilien steigen und steigen – und das bereits seit Jahren. Und auch die Mieten werden immer teurer. Wie lange hält dieser Trend noch an? Und gibt es in Freising vielleicht bald eine Immobilienblase?

 

Nach unzähligen Anrufen, zahllosen Besichtigungen und hunderten zurückgelegten Kilometern ist es endlich so weit: Eine neue Bleibe ist gefunden! Hurra! So, oder so ähnlich geht es derzeit vielen Immobilieninteressenten im Landkreis Freising. Und dabei sind die Wohnungen und Häuser keinesfalls Schnäppchen. Trotz der derzeitigen Niedrigzinsphase muss diese Investition mehr denn je gut überlegt sein. Denn die Immobilienpreise steigen seit Jahren. Viele fragen sich: Wie soll das noch weiter gehen? Und was passiert, wenn die Zinsen doch wieder steigen? Ob es tatsächlich zum Super-GAU wie vor gut zehn Jahren in den USA kommt, weiß allerdings niemand …

 

Eine kurze Einschätzung zu den derzeitigen sowie künftigen Immobilienpreisen in und um Freising gibt Uwe Förster, Leiter des ImmobilienCenters der Sparkasse Freising.

Warum ist gerade die Region in und um Freising so beliebt?

Der Landkreis Freising nimmt eine exponierte Lage in Oberbayern ein. Das hat sich bereits herumgesprochen. Beste Verkehrsanbindung, die Universitätslandschaft, die Nähe zum Flughafen und zur Landeshauptstadt, zahlreiche mittelständische Betriebe – um nur ein paar Vorzüge zu nennen – machen den Landkreis für Immobiliensuchende nachhaltig attraktiv. Das Bauland ist knapp und die Infrastruktur mit Ärzten, Kindergärten und Schulen bestens ausgebaut. Dies führt fast zwangsweise zu einer sehr hohen Nachfrage.

 
Was ist der Hauptgrund für die immer weiter steigenden Preise?

Es gibt mehr als nur einen Grund. Die Hauptgründe sind: die anhaltend gute wirtschaftliche Verfassung der Region, die niedrige Arbeitslosigkeit, der hohe Zuzug – auch aus dem Ausland –, die niedrigen Bauzinsen und die immer weiter steigenden Mieten.

 

Gibt es in Freising überhaupt noch bezahlbare Immobilien?

Bezahlbare Immobilien gibt es nach wie vor, sie haben aber mittlerweile durchaus Seltenheitswert. Oft entscheiden sich Käufer daher dafür eine ältere Immobilie zu renovieren und zu sanieren, statt neu zu bauen. Wer allerdings schon einmal eine Wohnimmobilie aus den 50er Jahren im Originalzustand gesehen hat und anschließend einen Neubau besichtigt, wird sofort den Unterschied merken. Die Qualität der beiden Bauten liegt meist weit auseinander. Die Vorschriften sowie die Ansprüche der Kunden sind im Bereich Wohnen enorm gestiegen. Auf Komfort, niedrige Unterhaltskosten und Nachhaltigkeit wird mittlerweile viel Wert gelegt. Außerdem werden die energetischen Vorgaben der EU laufend verschärft und baurechtlich ständig nachjustiert. Auch die Grundstückspreise sowie die Bau- und Kaufnebenkosten steigen stetig weiter. Daraus resultierend sind die Baukosten in den letzten Jahren förmlich explodiert. Ob es allerdings weiter so rasant nach oben geht, kann heute seriös noch niemand vorhersagen.

 

Wer legt die Immobilienpreise fest und wer kann einschätzen, ob dieser Wert realistisch ist?

Die Immobilienpreise werden letztlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Bei vielen Interessenten steigt der verhandelte Endpreis und umgekehrt. Wir als Sparkassen Immobilienmakler kennen den örtlichen Markt. Wir können das Interessentenpotenzial einschätzen und einen entsprechend realistischen Marktwert der Immobilie für den Verkäufer festsetzen. Im weiteren Verkaufsverlauf stellt sich durch verschiedene Kaufgebote dann der tatsächliche Marktpreis der Immobilie heraus. In der Regel wird der Verkäufer dann dem Höchstbietenden den Zuschlag erteilen. Wir begleiten Verkäufer und Käufer über den gesamten Prozess hinweg. Für beide Seiten ist der Kauf oder Verkauf einer Immobilie kein alltäglicher Vorgang. Daher ist es sinnvoll, sich dabei auf den Rat von Experten zu verlassen.

 

Gibt es aus Ihrer Sicht Hinweise auf eine Immobilienblase im Kreis Freising?

Bei einer Immobilienblase treiben niedrige Zinsen die Nachfrage nach Immobilien stark nach oben. Fangen die Zinsen durch eine veränderte Zinspolitik der Zentralbanken wieder an zu steigen, verteuern sich die Kredite. Damit können sich weniger Immobilieninteressenten einen Kauf leisten. Die Nachfrage sinkt und setzt damit die Preise unter Druck. Andererseits wird durch den Zinsanstieg auch zwangsläufig irgendwann die Kreditrate höher. Kommt es dann zum Zwangsverkauf lässt sich am Immobilienmarkt oft nur noch ein weitaus geringerer Preis erzielen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass das Platzen einer Immobilienblase das gesamte Finanzsystem massiv belasten kann. Müssen Banken die Sicherheiten für die Kreditvergabe abschreiben, wenn es zu massiven Kreditausfällen kommt, kann das – wie in den USA – sogar eine weltweite Finanzkrise auslösen. Da die Grundstücks- und Immobilienpreise in Freising zwar stetig steigen, die Nachfrage aber weiter ungebrochen ist, sehe ich diese Gefahr aus heutiger Sicht nicht. Zudem wird das Zinsniveau voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht so deutlich steigen, als dass Immobilienerwerber ihre Kreditrate nicht mehr bezahlen können. Gerade wir Sparkassen achten darauf, im Interesse unserer Kunden zu handeln und diese bestmöglich beim Kauf ihrer Wunschimmobilie und der damit verbundenen Finanzierung zu beraten.

 

Welche Gegenmaßnahmen gibt es Ihrer Meinung nach zum andauernden Anstieg der Immobilienpreise?

Die Preise steigen, weil zu wenig Wohnraum vorhanden ist. Aus meiner Sicht kann nur die Ausweitung der Bautätigkeit einen weiteren Preisanstieg nachhaltig entgegen wirken. Das Problem dabei ist und bleibt aber die Baulandknappheit. Daher sehe ich eher die Stärkung des Umlands als Lösung. Dort fehlt es aber oft an den entsprechenden Arbeitsplätzen. Lange Arbeitswege, ständiges Pendeln und damit verbunden ein hohes Verkehrsaufkommen sind oft die Folgen. Jede Region hat ihre spezifischen Rahmenbedingungen und Probleme, einfache Lösungen dafür gibt es aber meist nicht.

 

Was ist in der derzeitigen Lage sinnvoller? Bauen oder fertig kaufen?

Das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Da kann ich keinen Rat geben. Beides hat Vor- und Nachteile.

 

Baukindergeld – was ist das und wer kann es in Anspruch nehmen?

Der Gesetzgeber plant ein Baukindergeld von jährlich 1.200 Euro über zehn Jahre einzuführen. Damit sollen insbesondere Familien mit Kindern gezielt gefördert werden. Das Land Bayern plant zudem, 300 Euro je Kind zusätzlich zu zahlen. Details zum Baukindergeld werden in den zuständigen Gremien derzeit verhandelt. Entscheidungen gibt es frühestens im Herbst. Ich rate deshalb Käufern mit Kindern, die entsprechenden Presseveröffentlichungen zu verfolgen.

 

Sie möchten eine Immobilie kaufen oder verkaufen? Dann vertrauen Sie dabei auf den Rat von Experten.

 

Gleich zum Themendienst anmelden und künftig keinen Beitrag verpassen.

Schauen Sie auch in die Rubriken: GeldBerufFreizeitFamilie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Für die meisten Menschen ist das kaum denkbar. Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Das geht gar nicht!  Aber woher kommt diese Tradition eigentlich?
Weihnachten ohne Weihnachtsbaum?

Für die meisten Menschen ist das kaum denkbar. Weihnachten ohne Weihnachtsbaum? Das geht gar nicht! Aber woher kommt diese Tradition eigentlich?

Sobald der erste Schnee fällt und Straßen und Gehwege bedeckt, stellen sich Haus- und Wohnungseigentümer wieder die Frage: Wer ist eigentlich für den Winterdienst zuständig? Und wer haftet bei Unfällen? Alles Wichtige zur Räum- und Streupflicht erfahren Sie hier.
Räum- und Streupflicht

Sobald der erste Schnee fällt und Straßen und Gehwege bedeckt, stellen sich Haus- und Wohnungseigentümer wieder die Frage: Wer ist eigentlich für den Winterdienst zuständig? Und wer haftet bei Unfällen? Alles Wichtige zur Räum- und Streupflicht erfahren Sie hier.

Ein Smart-Home-System bietet nicht nur höheren Wohnkomfort, sondern hilft effektiv den Energieverbrauch zu senken und damit die Kosten zu reduzieren. Wie, erfahren Sie hier.
Energiesparen mit Smart Home

Ein Smart-Home-System bietet nicht nur höheren Wohnkomfort, sondern hilft effektiv den Energieverbrauch zu senken und damit die Kosten zu reduzieren. Wie, erfahren Sie hier.

Tiny Houses liegen derzeit voll im Trend. Sie sind praktisch, sehen niedlich aus und sind dazu noch verhältnismäßig günstig. Woher sie ursprünglich kommen und welche Vorschriften dafür in Deutschland herrschen, erfahren Sie hier.
Tiny Houses - klein aber fein

Tiny Houses liegen derzeit voll im Trend. Sie sind praktisch, sehen niedlich aus und sind dazu noch verhältnismäßig günstig. Woher sie ursprünglich kommen und welche Vorschriften dafür in Deutschland herrschen, erfahren Sie hier.

Aus leere Plastikflaschen lässt sich ganz einfach und mit wenig Aufwand ein toller, kleiner DIY Kräutergarten mit eigenem Bewässerungssystem zaubern. Wie, erfahren Sie hier.
Upcycling - DIY Kräutergarten aus Plastikflaschen

Aus leere Plastikflaschen lässt sich ganz einfach und mit wenig Aufwand ein toller, kleiner DIY Kräutergarten mit eigenem Bewässerungssystem zaubern. Wie, erfahren Sie hier.

Früher hat der Wachhund Alarm geschlagen - heute übernehmen das Sensoren, Kameras und Alarmanlagen. Denn auch der Einbruchschutz wird immer smarter.
Smarter Einbruchschutz

Früher hat der Wachhund Alarm geschlagen - heute übernehmen das Sensoren, Kameras und Alarmanlagen. Denn auch der Einbruchschutz wird immer smarter.