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Das Testament

Das Testament
Mein letzter Wille

Wer erbt nach meinem Tod? Wie kann ich das regeln? Wer hilft mir dabei?

Vielleicht haben Sie sich diese Fragen oder ähnliche auch schon einmal gestellt. Eine passende Antwort ist das „Testament“. Es regelt die eigenen Vorstellungen, also wer was oder wie viel von Ihrem Nachlass bekommt. Besonders Wichtig: Ihr letzter Wille in Form des Testaments geht der gesetzlichen Erbfolge vor. 

Wie erstelle ich mein Testament?

Sie können Ihr Testament handschriftlich unter Angabe von Ort, Datum und Unterschrift mit Vor- und Familienname, verfassen. Was auf keinen Fall fehlen darf, ist eine eindeutige Überschrift wie „Testament“ oder „Letzter Wille“. Genaue Angaben zu Ihnen und Ihren Erben sind wichtig. Wenn Sie Ihr Testament selbst, ohne Hilfe eines Notars, verfassen, muss es vom ersten bis zum letzten Wort mit der Hand geschrieben sein. Gibt es nämlich Zweifel an der Echtheit des Dokuments, kann ein Schriftgutachter mittels Ihrer Handschrift feststellen, ob es wirklich von Ihnen geschrieben wurde. Ein ausgedruckter Text mit Unterschrift genügt also nicht! Wenn Sie Zweifel haben, ob Ihre Handschrift leserlich genug ist, können Sie eine ausgedruckte, sogenannte Leseabschrift, beilegen.

Als weitere Voraussetzung gilt: Nur wer volljährig ist, darf ein handschriftliches Testament aufsetzen. Wer nicht mehr selbst schreiben kann, muss zum Notar gehen und dort ein notarielles Testament errichten lassen.

Achten Sie darauf, dass bei Nichterfüllung der formellen Erfordernisse das Testament ungültig ist. Stattdessen tritt wiederum die gesetzliche Erbfolge ein. Die häufigste Form einer Verfügung von Todes wegen, ist die notariell beurkundete. Da bei einer Testamentserrichtung einige Fallstricke lauern, ist der fachkundige Rat eines Rechtsanwalts oder Notars empfehlenswert.

Wo bewahre ich mein Testament auf?

Das öffentliche Testament vor dem Notar wird in jedem Fall in die amtliche Verwahrung des Amtsgerichtes gegeben und im Todesfall geöffnet. Das eigenhändige Testament können Sie zu Hause aufbewahren, oder dort wo Sie es für richtig halten. Es muss nur sichergestellt sein, dass die Angehörigen, oder eine Person Ihres Vetrauens, wissen wo es zu finden ist. Sinnvoll ist, auch dieses in sogenannte besondere amtliche Verwahrung zu geben. Das erfolgt bei dem Amtsgericht, wo Ihr Wohnsitz ist. Im Falle des Todes wird das Gericht automatisch benachrichtigt und eröffnet den Erben den Inhalt des Testaments.

Wie sieht es mit dem Pflichtanteil aus?

Bei der Erstellung sollten Sie darauf achten, dass pflichtteilsberechtigte Personen ihren Pflichtanteil aus dem Nachlass bekommen. Das Pflichtteilsrecht knüpft an die familienrechtlichen Bindungen des Erblassers an, über die er sich durch Ausschluss eines nächsten Angehörigen hinwegsetzt. Es gibt Pflichtteilsberechtigte, denen ihr Erbrecht nicht komplett entzogen werden kann. Dazu gehören der Ehegatte, die Kinder bzw. deren Abkömmlinge und, sollten keine Kinder vorhanden sein, die eigenen Eltern. Der Pflichtteilsberechtigte wird nicht Erbe, aber er kann von dem Erben oder der Erbengemeinschaft den Pflichtteil verlangen. Dieser besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils und ist grundsätzlich in Geld zu erfüllen. Zur Berechnung ist der Verkehrswert des Nachlasses nach Abzug aller mit dem Nachlass und dem Erbfall zusammenhängenden Schulden zu ermitteln, im Streitfall durch Gutachten.

Kann ich Erbschaftssteuer durch Schenkung zu Lebzeiten vermeiden?

Grundsätzlich gilt: So wie jede Erbschaft zunächst einmal erbschaftssteuerpflichtig ist, ist jede Schenkung zunächst einmal schenkungssteuerpflichtig. Die Schenkungssteuer entspricht weitgehend der Erbschaftssteuer. Ob im konkreten Einzelfall tatsächlich Steuer gezahlt werden muss, hängt vom Wert der Erbschaft, beziehungsweise der Schenkung und von dem Verwandtschaftsgrad ab. Durch eine Schenkung zu Lebzeiten lassen sich unter Umständen trotzdem Steuern sparen. Die persönlichen Freibeträge können alle zehn Jahre erneut ausgeschöpft werden. Der fachkundige Rat des Steuerberaters oder Rechtsanwalts ist auch hier zu empfehlen. Somit ist ein steuersparender Vermögensübergang gewährleistet. Im Zuge der Erbschaftssteuerreform sind seit Januar 2009 alle Vermögensgegenstände mit ihrem Verkehrswert bewertet.

Alternative: Stiftungsgründung

Die Motive eine Stiftung zu errichten sind so vielfältig und unterschiedlich wie die Stifter selbst. Der eine möchte sein Vermögen, oder einen Teil davon, wohltätigen Zwecken zukommen lassen; der andere seiner Familie. Ein Dritter möchte den Erhalt seines Unternehmens absichern. Stiftungen stehen für Kontinuität und Werterhalt. Das übertragene Vermögen bleibt in vollem Umfang durch die Dauerhaftigkeit von Stiftungen erhalten. Um den Stiftungszweck zu erfüllen, werden lediglich die Erträge aus diesem Vermögen genutzt. Eine Stiftung kann grundsätzlich eine private oder juristische Person, etwa ein Verein, ein Unternehmen oder eine GmbH, gründen. Dank der verbesserten rechtlichen Rahmenbedingungen und der Steuervorteile, die Sie bei der Errichtung der Stiftung geltend machen können, sind Stiftungen auch für die Nachlassgestaltung attraktiv. Sie lassen sich zu Lebzeiten, als auch nach dem Tod errichten. In letzterem Fall, geht das Vermögen erst im Erbfall an die Stiftung. Sie können die Stiftung als Alleinerbin, Miterbin, Nacherbin, Vermächtnisnehmerin oder als Begünstigte einer Auflage einsetzen.

Bleiben Sie flexibel

Wenn Sie Ihre Stiftung bereits zu Lebzeiten gründen, können Sie sie auch mit einem Teilbetrag ausstatten und später, beispielsweise durch Zu-Stiftungen, das Stiftungsvermögen schrittweise aufbauen und als Erbin einsetzen.

Jedes Jahr Milliarden!

Vor den Herausforderungen der generationenübergreifenden Vermögenssicherung stehen immer mehr Bundesbürger. Laut dem Forschungsinstitut DIW werden in Deutschland jährlich 200 bis 300 Milliarden Euro Vermögen durch Erbschaften und Schenkungen übertragen. Nur allzu häufig wird aber zu spät geplant. So haben einer Emnid-Studie zufolge mehr als 70 Prozent der Erwachsenen kein Testament aufgesetzt.

Gut, wenn Sie Wichtiges rechtzeitig und schriftlich regeln. Unterstützende und nützliche Informationen zum Thema „Generationenmanagement“ können dabei helfen:

Betreuungsverfügung

Patientenverfügung

Vorsorgevollmacht

Organspende

Vorsorge für den Trauerfall

 

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Quellen: Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz; steuerklassen.com, pixabay.com, pexels.com

 

 

 

 

 

 

 

 

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