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BI-ION – Der Kraftstoff von Morgen

Ich wette die Meisten von Ihnen haben noch nie etwas vom alternativen Treibstoff (Energieträger) BI-ION der Firma nanoFlowcell (www.nanoflowcell.com/de) gehört. Sie können mich unten in den Kommentaren gerne eines Besseren belehren.

Jeder von Ihnen hat sich bis dato aber bestimmt schon einmal mit der Elektromobilität befasst. Gerne können Sie Ihre Erfahrungen mit uns teilen, wir freuen uns über eine rege Diskussion mit Ihnen.

BI-ION klingt interessant für Sie? Ist es auch:
Günstig in der Herstellung, wiederverwendbar, effizient und dabei noch umweltfreundlich. Das scheint im ersten Moment vielleicht zu schön um wahr zu sein, wird vom Hersteller jedoch genau so gepriesen. Auch ich, selbst kein Experte, sehe in BI-ION eine unglaubliche Chance.

Wie das genau funktioniert, kurz und bündig zusammengefasst

Das Fahrzeug besitzt zwei gleich große Tanks, welche mit einer mit Ionen angereicherten Elektrolytflüssigkeit gefüllt sind. Tank 1 beinhaltet ausschließlich positiv geladene Ionen, Tank 2 negativ geladene. Bei Betätigung des Gaspedals werden die Flüssigkeiten an eine Membran zwischen den Tanks herangeführt, wodurch in der Membran eine chemische Reaktion entsteht. Diese entlädt die Elektrolyte und erzeugt somit Antriebsenergie (Strom) für den Motor.

Die angewandte Technik ist keine neue Erfindung, sondern baut auf der so genannten Redox-Flow-Batterie auf. Diese wird bereits als Reservequellen für Mobilfunk-Basisstationen und in Windkraftanlagen als Pufferbatterie verwendet.

Redox FLow Batterie welche auch mit BI-ION funktioniert

BI-ION

Bahnbrechend ist tatsächlich die von den Schweizern entwickelte Elektrolytflüssigkeit und der dazugehörige Niedervolt Elektromotor, mit welchen die Redox-Flow-Batterie schlussendlich arbeitet. Ein besonderes Schmankerl dabei ist, dass das bisherige Tankstellennetz weiter verwendet werden kann. Laut eigenen Aussagen von nanoFlowcell erreicht BI-ION mit 600 Wattstunden pro Liter eine höhere Energiedichte, als die bisher in Elektroautos im Einsatz befindlichen Lithium-Ionen Batterien. Diese kommen bei voller Ent- und Beladung (0%-100%) bestenfalls auf 500 Wattstunden. Hinzu kommt, dass Lithium-Ionen Batterien altern. Sie verlieren mit der Zeit an Energiedichte, was wiederum zu Verlust in der Reichweite führt.

Prototypen

nanoFlowcell befindet sich derzeit in der Erprobung ihrer Prototypen, als Autohersteller wollen sie dabei aber nicht auftreten. Der Quantino, welcher von einem 48Volt Motor (vergleichbar mit der Spanung in einem e-Smart) angetrieben wird, konnte bereits 1000 KM ohne nach zu betanken mit BI-ION absolvieren. Auch erste Reporter von diversen Fachzeitschriften durften bereits in den Genuss einer Probefahrt solcher Prototypen kommen. Das Feedback klingt hier durchaus positiv. Wann es allerdings zu einer Serienproduktion kommen könnte, weiß wohl niemand so genau.

Umdenken

Es ist jedoch sehr wichtig, dass wir den Sprung von Fossilen auf alternative Antriebsstoffe schaffen. Früher oder später kommen wir an einen Punkt, an dem wir an der Zapfsäule stehen und uns denken „3,31€ pro Liter? Wer soll sich das denn noch leisten können?“. Aber auch der Umwelt zur Liebe. Der Klimawandel ist schließlich ein Problem, mit welchem wir uns aktiv befassen müssen.


Sie möchten schon heute auf alternative Antriebe umsteigen und der Umwelt eine Freude machen, Ihnen fehlt allerdings das nötige Kleingeld? Wir helfen Ihnen beim Umstieg.

 

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Quellen:
Von Nick B. – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
www.nanoflowcell.com

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Kommentare


Lisa H. schreibt am 20.03.2018 um 19:27 Uhr:

Wurde bereits 2015 vorgestellt (https://www.n-tv.de/auto/Quant-verspricht-1000-Kilometer-elektrisch-article14641166.html). Seitdem ist nichts mehr groß passiert. Meiner Meinung nach ein Riesen-Bluff.


Antwort vonPhilipp Weyand am 21.03.2018 um 07:49 Uhr:

Guten Morgen Lisa H.,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich freue mich, dass Sie schon ab Tag 1 auf unserem Blog dabei sind und direkt aktiv teilnehmen.
Ich persönlich denke, dass es zu früh ist, um zu diesem Thema Resonanz zu ziehen. Sowohl im positiven, als auch im negativen Sinne.
Wenn Sie mir erlauben: Seit Herbst letzten Jahres hört man wirklich nicht mehr viel von und über die nanoFlowcell AG. Zwischen 2015 (als der von Ihnen gepostete N-TV Artikel online ging) und Ende 2017 ist allerdings doch einiges in der Firma passiert. Wenn man sich die offiziellen Presseberichte durchliest sieht man, dass auch 2017 fleißig weiter geforscht wurde. 2017 fand übrigens auch der im Artikel genannte Test statt, bei dem der Quantino die 1.000 KM Marke ohne Tankpause geknackt hat.
Wie in allen Forschungsfeldern müssen mit Sicherheit auch bei der Entwicklung von BI-ION Rückschläge in Kauf genommen werden.
Ich bin jedenfalls gespannt, wann und in welcher Form Infos zu diesem Thema kommen.
Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute.
Mit besten Grüßen
Philipp Weyand [WP]


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